Voting für den Erinnerungsort Sandscholle

Ab dem 6. September startet das Voting für den Online-Förderwettbewerb der ProPotsdam GmbH „Gemeinsam FÜR Potsdam“. Vier Wochen lang gibt es die Möglichkeit, eure Stimme für das Projekt „Erinnerungsort Sandscholle“ in der Kategorie Kunst & Kultur abzugeben. Initiiert wurde das Projekt von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. in enger Koordination mit den auf der Sandscholle tätigen Sportvereinen SV Concordia Nowawes 06 e.V. und SV Babelsberg 03 e.V. Das Ziel ist es, die Geschichte der Sandscholle als Sport- und Freizeitort, aber auch als Aufmarschplatz der NS-Organisationen und als Standort eines Lagers zur Unterbringung von Zwangsarbeitenden der Ufa (Universum-Film Aktiengesellschaft) aufzuarbeiten und zu visualisieren. Eine Stele soll auf dem Areal entstehen und zur Geschichte informieren.


Voting und Projekt bei Gemeinsam FÜR Potsdam: https://www.gemeinsam-fuer-potsdam.de/wettbewerb/teilnehmer-2025/geschichtswerkstatt-rotes-nowawes-e-v/

Geschichtswerkstatt in der PNN-Serie „Vereinsmeierei“

Vereine sorgen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, prägen in ihrer Vielfalt das Gesicht einer Stadt. Vereine integrieren, sind ein Mittel gegen Einsamkeit und Anonymität. Sie fördern das Miteinander, das Wir. Um der Bedeutung von Vereinen auch in Potsdam gerecht zu werden, stellen die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) die Aktiven in der Serie „Vereinsmeierei“ vor. Mit dabei ist die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V., die Fragen beantwortete Christian Raschke aus dem Vereinsvorstand.

Artikel in den PNN: https://www.tagesspiegel.de/potsdam/landeshauptstadt/potsdamer-vereine-stellen-sich-vor-geschichtswerkstatt-rotes-nowawes-ev-lokalgeschichte-erlebbar-machen-14284715.html

Screenshot des Artikels von der Webseite der PNN vom 05.09.25 (siehe Artikel-Link)

Friedenstour auf den Spuren von Karl Liebknecht

Rad-Tour quer durch Potsdam von Golm nach Babelsberg, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

14.09.2025, 11:00 bis 15:00 Uhr, Start in Golm

Eine Rad-Tour quer durch Potsdam von Golm nach Babelsberg auf den Spuren von Karl Liebknecht Antimilitarist und Friedenskämpfer, SPD-Reichstagsabgeordneter im „Kaiserwahlkreis“, Mitbegründer der KPD, ermordet 1919

Wir besuchen historische Orte seines Wirkens, lernen deren geschichtlichen Bezug zur Arbeiterbewegung kennen und erinnern an Liebknechts Kampf gegen Krieg und Militarismus. Die Fahrradfahrt soll die Tradition der ‘Friedensfahrt’ in das Bewusstsein zurückholen, vor 1990 eines der bedeutendsten Radrennen der Amateure, sportliches Ereignis und Demonstration für Weltfrieden und Völkerverständigung.

Mit Beiträgen u.a. von Hella Hesselmann (DGB), Jeanette Toussaint (Ethnologin und Kennerin der Frauen- und Geschlechtergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts), einer Vertreterin der Kampagne gegen die Wehrpflicht sowie der AWO.

Etappenziele

11 Uhr Start in Golm
Startschuss durch Isabell Vandre, MdB
Gedenkstein Karl-Liebknecht-Str./Reiherbergstr.
1910 Karl Liebknecht zu den LandarbeiterInnen von Golm und Eiche

12 Uhr Brandenburger Vorstand
Zeppelinstr. 37
sozialdemokratisches Versammlungslokal „Viktoriagarten“, später Kino Charlott

12:40 Uhr Potsdam Mitte
Hegelallee 38
Gewerkschaftshaus und Wahlkreislokal von Karl Liebknecht und der Potsdamer SPD

13:40 Uhr Babelsberg
„Karli“, Karl-Liebknecht-Str. 90
1949 Sportplatz benannt nach Karl Liebknecht, 2025 Gedenkstein für Karl Liebknecht

14:10 Uhr Babelsberg
Karl-Liebknecht-Str. 36
1910 Karl Liebknecht in der Arbeiterversammlungsstätte „Singers Volksgarten“

14:30 Uhr Endstation in Babelsberg
Karl-Liebknecht-Str. 135
„Rotes Rathaus“ von Nowawes/Babelsberg (jetzt AWO-Kulturhaus)
1918/1919 Sitz des Arbeiter- und Soldatenrates von Nowawes

Wir laden herzlich ein mitzuradeln oder einzelne Etappenziele zu besuchen. Unsere Friedenstour ist kein Radrennen, sondern eine Tour.

Infos auch hier: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/N1WKI/friedenstour-auf-den-spuren-von-karl-liebknecht?cHash=f644bdb7a8ad0c72c3a655e1f230ba9d

Kieztreiben mit der Geschichtswerkstatt

Beim 4. Babelsberger Kieztreiben, welches am Samstag, den 26.07.25 ab 14 Uhr am Heidehaus stattfindet, ist die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. wieder einer der Kooperationspartner. So bieten wir beim Stadtteilfest neben einer Führung um 14:30 Uhr auch einen Info-Stand an. Es wird zudem viele andere Informationsstände sowie natürlich Verpflegung und viel Spaß geben.

Böhmische Tage 2025 in Babelsberg

Vom 23. Mai bis zum 25. Mai finden in Babelsberg wieder die Böhmische Tage statt. Es gibt 48 Veranstaltungen an 26 Orten, organisiert durch die Aktionsgemeinschaft Babelsberg e.V. in Beteiligung mit vielen anderen lokalen Akteuren, darunter die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes.e.V. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Anbei die Veranstaltungen der Geschichtswerkstatt und das ganze Programm als PDF-Download.

Samstag, 24. Mai
Historische Führung durch das Rathaus (Kulturhaus) Babelsberg im Rahmen der 20jährigen Trägerschaft des AWO Kulturhaus Babelsberg (Karl-Liebknecht-Str. 135)
16:30 und 18:00 Uhr Historische Führung durch das Haus, Treffpunkt ist an der Eingangstür des Kulturhauses Babelsberg
Geschichte des Architekten Otto Kerwien und die Entwicklung des Hauses als Kulturstandort in Babelsberg. Veranstaltet durch AWO Kulturhaus und Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

Sonntag, 25. Mai
Geführte Fahrradtour zur Munke
14:00 Uhr mit Start am Kulturhaus Babelsberg
Auf zur Munke! – The Darkside of Nowawes?: Tippelbrüder, Kirschblüte, Kommis und Kunstseide für die Damen. Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

Zum 8. Mai symbolisch den Wally-Lehnert-Platz eingeweiht

In einer Veranstaltung, organisiert durch die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V., Omas gegen Rechts und die Potsdamer VVN-BdA, konnte die Grünfläche an der Großbeerenstraße zur Ahornstraße in Wally-Lehnert-Platz umbenannt werden. Die Veranstaltung, die im Kontext zum 80. Jahrestag der Befreiung von Potsdam-Babelsberg vom Nationalsozialismus stand, kamen bis zu 60 Interessierte. In den Redebeiträgen ging es unter anderem um die Potsdamer Erinnerungskultur sowie der Bezug zu einer herausfordernden Zeit, Zwangsarbeitende und ihre Selbstbefreiung in den Babelsberger Rüstungsbetrieben und um Nowaweser/Babelsberger Frauen im NS-Widerstand. Neben Wally Lehnert sollen laut Beschluss der Potsdamer Stadtverordneten weitere öffentliche Plätze nach Nowaweser Frauen benannt werden, darunter Anna Müller und Olga Bathe.

Wally Lehnert, geb. Müller, wurde am 02.09.1905 in Nowawes geboren und starb am 30.12.1977 in Potsdam. Sie war einfache Arbeiterin, Mitglied der KPD, sammelte in der NS-Zeit Geld für inhaftierte Antifaschisten und half zusammen mit ihrem Mann Alfred Lehnert sowjetischen Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen. Einige von ihnen brachten sie im Frühjahr 1945 in ihrer Laube in der Bahnhofstraße unter. Als Teil einer Widerstandsgruppe beseitigte sie zusammen mit sowjetischen Zwangsarbeitenden im April 1945 eine Panzersperre am Bahnhof Drewitz (heute Bahnhof Medienstadt Babelsberg) und verteilte Flugblätter in Babelsberg, um den Einmarsch der Roten Armee zu erleichtern.

Antifaschistisches Gedenken zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus nehmen wir zum Anlass, um in Babelsberg zwei öffentliche Plätze nach den beiden Antifaschistinnen und Widerstandskämpferinnen Wally Lehnert und Anna Müller zu benennen. Zudem gedenken wir an den beiden Orten, weil hier lokal eine Widerstandsgruppe aus Deutschen und Zwangsarbeitenden tätig war, die Flugblätter verteilte und mit der Roten Armee zusammenarbeitete. In unmittelbarer Nähe befanden sich zudem die größten Lager von NS-Zwangsarbeitenden in Potsdam.

Donnerstag, 08.05.2025, 19 Uhr
Ecke Großbeerenstraße/Ahornstraße

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Omas gegen Rechts Potsdam
VVN-BdA Potsdam

Tatorte markieren – Menschen gedenken 2025

Seit dem 7. April findet die vom Landesjugendring Brandenburg in Kooperation mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Museumsverband Brandenburg organisierte Aktion „Tatorte markieren – Menschen gedenken 2025“ statt. Mit Flatterband werden Orte nationalsozialistischer Verbrechen in der lokalen Umgebung markiert. Wir als Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. haben mit dem FK Böhmisches Dorf Nowawes und Neuendorf e. V. den Sportplatz Sandscholle in Potsdam-Babelsberg markiert. Zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus wollen wir hiermit an das Lager für Zwangsarbeitende der Universum-Film AG (UFA) erinnern, welches hier zwischen dem Sportplatz Sandscholle und der Rosenstraße ab 1942 für über 600 Menschen errichtet wurde. Bereits im Dezember 2024 berichtete der RBB über das Lager und interviewte Christian Raschke von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. Eine weitere Aufarbeitung und Kenntlichmachung sind mit den beiden nutzenden Sportvereinen Babelsberg 03 und Concordia Nowawes geplant.

Veranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung und Kriegsendes in der LHP

Die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. ist mit eigenen Programmpunkten ein wesentlicher Bestandteil im vielfältigen Veranstaltungsprogramm der Landeshauptstadt Potsdam (LHP) zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Fokus der Geschichtswerkstatt liegt auf die Befreiung von Babelsberg sowie dem gesellschaftlichen und politischen Neuanfang in Babelsberg. In der Pressemitteilung der LHP wird die Geschichtswerkstatt als Akteur benannt und die Radtour zur Befreiung von Babelsberg in der Lokaltageszeitung Potsdamer Neueste Nachrichten vom 26.03.25 erwähnt. Dies symbolisiert die Wertschätzung der lokalen Geschichtsarbeit in Babelsberg.

Das komplette Veranstaltungsprogramm und die Broschüre „besiegt und befreit – 80 Jahre Kriegsende“ gibt es unter: www.potsdam.de/80-jahre-kriegsende

Die Pressemitteilung Nr. 116 der LHP zum Veranstaltungsprogramm 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es unter: https://www.potsdam.de/de/116-80-jahre-ende-des-zweiten-weltkrieges

Screenshots zur Broschüre „besiegt und befreit“ der LHP, https://www.potsdam.de/system/files/document/Bros-80-Jahre-Kriegsende-print%20%281%29.pdf