Friedenstour auf den Spuren von Karl Liebknecht

Rad-Tour quer durch Potsdam von Golm nach Babelsberg, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

14.09.2025, 11:00 bis 15:00 Uhr, Start in Golm

Eine Rad-Tour quer durch Potsdam von Golm nach Babelsberg auf den Spuren von Karl Liebknecht Antimilitarist und Friedenskämpfer, SPD-Reichstagsabgeordneter im „Kaiserwahlkreis“, Mitbegründer der KPD, ermordet 1919

Wir besuchen historische Orte seines Wirkens, lernen deren geschichtlichen Bezug zur Arbeiterbewegung kennen und erinnern an Liebknechts Kampf gegen Krieg und Militarismus. Die Fahrradfahrt soll die Tradition der ‘Friedensfahrt’ in das Bewusstsein zurückholen, vor 1990 eines der bedeutendsten Radrennen der Amateure, sportliches Ereignis und Demonstration für Weltfrieden und Völkerverständigung.

Mit Beiträgen u.a. von Hella Hesselmann (DGB), Jeanette Toussaint (Ethnologin und Kennerin der Frauen- und Geschlechtergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts), einer Vertreterin der Kampagne gegen die Wehrpflicht sowie der AWO.

Etappenziele

11 Uhr Start in Golm
Startschuss durch Isabell Vandre, MdB
Gedenkstein Karl-Liebknecht-Str./Reiherbergstr.
1910 Karl Liebknecht zu den LandarbeiterInnen von Golm und Eiche

12 Uhr Brandenburger Vorstand
Zeppelinstr. 37
sozialdemokratisches Versammlungslokal „Viktoriagarten“, später Kino Charlott

12:40 Uhr Potsdam Mitte
Hegelallee 38
Gewerkschaftshaus und Wahlkreislokal von Karl Liebknecht und der Potsdamer SPD

13:40 Uhr Babelsberg
„Karli“, Karl-Liebknecht-Str. 90
1949 Sportplatz benannt nach Karl Liebknecht, 2025 Gedenkstein für Karl Liebknecht

14:10 Uhr Babelsberg
Karl-Liebknecht-Str. 36
1910 Karl Liebknecht in der Arbeiterversammlungsstätte „Singers Volksgarten“

14:30 Uhr Endstation in Babelsberg
Karl-Liebknecht-Str. 135
„Rotes Rathaus“ von Nowawes/Babelsberg (jetzt AWO-Kulturhaus)
1918/1919 Sitz des Arbeiter- und Soldatenrates von Nowawes

Wir laden herzlich ein mitzuradeln oder einzelne Etappenziele zu besuchen. Unsere Friedenstour ist kein Radrennen, sondern eine Tour.

Infos auch hier: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/N1WKI/friedenstour-auf-den-spuren-von-karl-liebknecht?cHash=f644bdb7a8ad0c72c3a655e1f230ba9d

Dank an alle Spender für die verlegten Stolpersteine

Am 11.5.2025 konnten wir als Geschichtswerkstatt im Beisein vieler Bürgerinnen und Bürger Stolpersteine in der Reuterstraße 16 für Carl, Hilde, Ilse, Grete, Walter und Ernst Landauer; in der Spindelstraße 7 für Albert Klink und in der Karl-Liebknecht-Str. 119 für Chaim und Julie Mamber verlegen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den zahlreichen Spendern bedanken, die da wären: Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur; die Aktionsgemeinschaft Babelsberg; SPD-Ortsverband Babelsberg; Ortverband der LINKEN Babelsberg; Frank Reich, SPD-Stadtverordneter, Maxi Annabel Hoops, SPD-Stadtverordnete und Babette Reimers. Auch Tobias Büloff von der Landeshauptstadt Potsdam gilt unser Dank!

Kieztreiben mit der Geschichtswerkstatt

Beim 4. Babelsberger Kieztreiben, welches am Samstag, den 26.07.25 ab 14 Uhr am Heidehaus stattfindet, ist die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. wieder einer der Kooperationspartner. So bieten wir beim Stadtteilfest neben einer Führung um 14:30 Uhr auch einen Info-Stand an. Es wird zudem viele andere Informationsstände sowie natürlich Verpflegung und viel Spaß geben.

Böhmische Tage 2025 in Babelsberg

Vom 23. Mai bis zum 25. Mai finden in Babelsberg wieder die Böhmische Tage statt. Es gibt 48 Veranstaltungen an 26 Orten, organisiert durch die Aktionsgemeinschaft Babelsberg e.V. in Beteiligung mit vielen anderen lokalen Akteuren, darunter die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes.e.V. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Anbei die Veranstaltungen der Geschichtswerkstatt und das ganze Programm als PDF-Download.

Samstag, 24. Mai
Historische Führung durch das Rathaus (Kulturhaus) Babelsberg im Rahmen der 20jährigen Trägerschaft des AWO Kulturhaus Babelsberg (Karl-Liebknecht-Str. 135)
16:30 und 18:00 Uhr Historische Führung durch das Haus, Treffpunkt ist an der Eingangstür des Kulturhauses Babelsberg
Geschichte des Architekten Otto Kerwien und die Entwicklung des Hauses als Kulturstandort in Babelsberg. Veranstaltet durch AWO Kulturhaus und Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

Sonntag, 25. Mai
Geführte Fahrradtour zur Munke
14:00 Uhr mit Start am Kulturhaus Babelsberg
Auf zur Munke! – The Darkside of Nowawes?: Tippelbrüder, Kirschblüte, Kommis und Kunstseide für die Damen. Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

Zum 8. Mai symbolisch den Wally-Lehnert-Platz eingeweiht

In einer Veranstaltung, organisiert durch die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V., Omas gegen Rechts und die Potsdamer VVN-BdA, konnte die Grünfläche an der Großbeerenstraße zur Ahornstraße in Wally-Lehnert-Platz umbenannt werden. Die Veranstaltung, die im Kontext zum 80. Jahrestag der Befreiung von Potsdam-Babelsberg vom Nationalsozialismus stand, kamen bis zu 60 Interessierte. In den Redebeiträgen ging es unter anderem um die Potsdamer Erinnerungskultur sowie der Bezug zu einer herausfordernden Zeit, Zwangsarbeitende und ihre Selbstbefreiung in den Babelsberger Rüstungsbetrieben und um Nowaweser/Babelsberger Frauen im NS-Widerstand. Neben Wally Lehnert sollen laut Beschluss der Potsdamer Stadtverordneten weitere öffentliche Plätze nach Nowaweser Frauen benannt werden, darunter Anna Müller und Olga Bathe.

Wally Lehnert, geb. Müller, wurde am 02.09.1905 in Nowawes geboren und starb am 30.12.1977 in Potsdam. Sie war einfache Arbeiterin, Mitglied der KPD, sammelte in der NS-Zeit Geld für inhaftierte Antifaschisten und half zusammen mit ihrem Mann Alfred Lehnert sowjetischen Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen. Einige von ihnen brachten sie im Frühjahr 1945 in ihrer Laube in der Bahnhofstraße unter. Als Teil einer Widerstandsgruppe beseitigte sie zusammen mit sowjetischen Zwangsarbeitenden im April 1945 eine Panzersperre am Bahnhof Drewitz (heute Bahnhof Medienstadt Babelsberg) und verteilte Flugblätter in Babelsberg, um den Einmarsch der Roten Armee zu erleichtern.

Antifaschistisches Gedenken zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus nehmen wir zum Anlass, um in Babelsberg zwei öffentliche Plätze nach den beiden Antifaschistinnen und Widerstandskämpferinnen Wally Lehnert und Anna Müller zu benennen. Zudem gedenken wir an den beiden Orten, weil hier lokal eine Widerstandsgruppe aus Deutschen und Zwangsarbeitenden tätig war, die Flugblätter verteilte und mit der Roten Armee zusammenarbeitete. In unmittelbarer Nähe befanden sich zudem die größten Lager von NS-Zwangsarbeitenden in Potsdam.

Donnerstag, 08.05.2025, 19 Uhr
Ecke Großbeerenstraße/Ahornstraße

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Omas gegen Rechts Potsdam
VVN-BdA Potsdam

1945 Babelsberg: Auferstanden aus Ruinen…

Am 13. Mai um 19.00 Uhr laden wir in Kooperation mit dem AWO-Kulturhaus in die Lounge, Karl-Liebknecht-Str. 135 zu einem Vortrag über den schweren Neuanfang von Babelsberg nach der Befreiung am 24.4.1945 ein . Es wird berichtet, wie Sozialdemokraten und Kommunisten der „ersten Stunde“ über alte Gräben hinweg Wege gegen Hunger, ideologischer Verblendung und Wohnungsnot beschritten. Unter Aufsicht der sowjetischen Besatzer versuchte man sich an einem neuen, von Nazis gesäuberten Schulsystem. Die wenigen Männer standen vorne, aber ohne die vielen Frauen, wäre ein Neubeginn nicht möglich gewesen.

Radtour auf den Spuren der Befreier und des antifaschistischen Widerstandes in Nowawes/Babelsberg

Am 80. Jahrestag der Befreiung feiert Berlin – und Brandenburg muss arbeiten… Nicht nur für Berliner bietet die Berliner Helle Panke e.V. in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V., der Rosa-Luxemburg-Stiftung und den NaturFreunden Berlin.eine geführteDenkMalTour per Fahrrad an. Wir beginnen die Tour am 8. Mai um 14.00 Uhr mit dem Fahrrad am S-Bahnhof Griebnitzsee (östlicher Bahnhofsvorplatz zur Uni hin) und enden am S-Bahnhof Babelsberg. Neben Stätten des SS-Terrors und dem Ort der Bücherverbrennung folgen wir auch den Spuren der Befreier der Roten Armee, der deutschen Antifaschisten der „Ersten Stunde“, der Selbstbefreiung der Zwangsarbeiter und den steinernen Zeugen des antifaschisten Widersatandes in Nowawes/Babelsberg.

Die Fahrradtour dauert etwa 2 Stunden. Bitte bringt ein verkehrstüchtiges Fahrrad selbst mit. Tourenleiter: Uwe Klett, Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Organisation: Frank Engster

Kosten: 5,00 Euro

www.helle-panke.de

80 Jahre Befreiung Babelsbergs vom Hitlerfaschismus

Am 24. April 1945 wurde Babelsberg von der 1. Ukrainischen Front der Roten Armee weitgehend kampflos befreit, während in Potsdam noch Tage gekämpft wurde. Mit einer geführten Radtour begeben wir uns am 27. April um 14.00 Uhr auf die Spuren des Krieges, suchen authentische Orte auf und berichten über die Befreiung Babelsbergs von den Nationalsozialisten durch Rotarmisten, Zwangsarbeitern und deutschen Antifaschisten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Start und Ende ist das Rathaus Babelsberg (AWO-Kulturhaus) , Karl-Liebknecht-Str. 135.
Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.