{"id":179,"date":"2019-08-13T08:16:57","date_gmt":"2019-08-13T06:16:57","guid":{"rendered":"http:\/\/rotes-nowawes.de\/?page_id=179"},"modified":"2026-05-18T20:04:37","modified_gmt":"2026-05-18T18:04:37","slug":"personen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/?page_id=179","title":{"rendered":"Personen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Biographische Skizzen von Personen aus dem Roten Nowawes<\/strong>  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir, die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, freuen uns \u00fcber jegliche Hinweise zum Leben und zu den Nachkommen der genannten oder noch nicht genannten Menschen aus dem Roten Nowawes, damit die Vielfalt der Arbeiter*innenbewegung der damaligen Zeit, ihr Auf und Ab, ihr gemeinsamer Kampf aber auch ihr Streit und ihr Widerstand gegen den Faschismus deutlich erfahrbar wird. Nutzen Sie bitte f\u00fcr Ihre Anregungen und Hinweise unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine E-Mail. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter Apelt\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 17.09.1903 wird er in Berlin geboren. Nach seinem Beitritt zur Sozialistische Proletarierjugend im Jahre 1919 wird er mit 18 Jahren Mitglied des KJVD und der KPD. Als er 1928 heiratet wird er auch Vorsitzender des Arbeitersamariterbundes Nowawes. Im Rahmen der parteiideologischen Auseinandersetzungen zwischen SPD und KPD, die auch Einfluss auf die innerverbandliche Entwicklung des ASB haben, wird die ASB-Kolonne Nowawes unter Walter Apelt ausgeschlossen und firmiert bis zu ihrem Verbot durch die Nazis unter dem Vereinsnamen ASB \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c. Im April wird Walter Apelt 1933 vor\u00fcbergehend wegen \u201ekommunistischer Bet\u00e4tigung\u201c verhaftet und von seinem Arbeitergeber, der Deutschen Reichspost, gema\u00dfregelt und entlassen. Bis 1935 arbeitslos, arbeitete er dann bei der Ufa und wirkt in der dortigen illegalen KPD-Betriebsgruppe mit, ver\u00fcbte Sabotageakte und half Zwangsarbeitern. Nach der Befreiung gr\u00fcndete er ASB 1945 in Babelsberg mit anderen Alt-ASBlern neu mit 60 Schwestern und 20 Sanit\u00e4tern. 1949 arbeitet er als Sanit\u00e4ter. Der neu gegr\u00fcndete ASB wird in das Gesundheitswesen der Stadt integriert. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arthur Berkholz<\/strong>\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 25.12.1907 Potsdam geborene Arthur zieht mit seinen Eltern 1912 nach Nowawes in die Lindenstra\u00dfe 8 (heute Rudolf-Breitscheid-Str. 77). Mit gerade einmal 15 Jahren wird er Laufbursche im technischen B\u00fcro von O&amp;K. Anschlie\u00dfend absolviert er in der dortigen Lokomotivfabrik eine 4j\u00e4hrige Dreherausbildung. 1922 wird er Mitglied im DMV und im KJVD. Als Jungkommunist tritt er f\u00fcr Gespr\u00e4che mit dem sozialdemokratischen SAJ ein, unterliegt aber einer sich auf Heinz Neumann beziehenden Mehrheitsstr\u00f6mung. Im Rahmen des \u201eAufgebots der 100.000\u201c wird er 1931 Mitglied der KPD. Dort wird er auch Organisationsleiter der KPD-Zelle 2, verantwortlich f\u00fcr Kassierung, Kaderfragen und Literaturvertrieb. 1932 wird er bei einer Flugblattaktion verhaftet und zu 6 Wochen Gef\u00e4ngnis verurteilt. Immer wieder wechseln sich Arbeitslosigkeit mit einer kurzzeitigen Besch\u00e4ftigung bei Nowaweser Firmen. Nach Macht\u00fcbernahme der Nazis wird er wegen \u201ekommunistischer Propaganda\u201c f\u00fcr 14 Tage eingesperrt, da er Flugbl\u00e4tter der illegalen KPD von Berlin nach Nowawes brachte. Als Zahlstellenleiter der Universum-B\u00fccherei Berlin vertrieb er illegale kommunistische B\u00fccher und Zeitschriften. 1934 heiratet er Wanda Lebrecht, mit der er 2 Kinder hat. Ab 1934 arbeitet er wieder bei O&amp;K und leitet eine dortige illegale Widerstandsgruppe. im Lokomotivwerk. In der Drewitzer Laubenkolonie \u201eAm Sch\u00e4ferfeld\u201c besitzt er eine Laube. Als Verbindungsmann bei O&amp;K h\u00e4lt er Kontakt zu der illegalen KPD-Gruppe um Alfred Schneider. 1945 wird er Vorsitzender der KPD-Betriebsgruppe bei O&amp;K und Mitglied des Betriebsrates des Werkes. Er verstirbt am 03.02.2003 in Potsdam und ist auf dem Goethefriedhof bestattet.  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Blagnies<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser und USPD-Mitglied arbeitete w\u00e4hrend des 1. Weltkrieg bei der Firma G\u00f6rz in Tempelhof und nimmt aktiv an der Novemberrevolution in Nowawes teil. 1919 wird er f\u00fcr die USPD Gemeindevertreter und tritt 1921 in die KPD ein.  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Georg Bombe\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat betrieb in der\nPriesterstr. 14 (heute Karl-Liebknechts-Str. 19 \u2013 Restaurant\n\u201eZille-Stube\u201c) eine Gastwirtschaft und wurde 1933 noch als\nStadtverordneter gew\u00e4hlt. Durch Verbot der SPD durch die Nazis\nverlor er diese dann. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdamer Tageszeitung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friedrich (Fritz) Bosse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der sp\u00e4tere O&amp;K-Schwei\u00dfer wurde\nam 23.05.1900 in Calbe geboren und verstarb am 25.04.1969. Schon fr\u00fch\ntrat er der SAJ und dem Transportarbeiterverband bei. 1923 \u2013 1931\narbeitete er mit Unterbrechungen bei O&amp;K. 1928 wurde er Mitglied\nder KPD, der RGO und der Roten Hilfe, in deren Zentralvorstand er\n1929 gew\u00e4hlt wurde. Nach der Macht\u00fcbernahme der Nazi wurden in der\nLaube von Fritz Bosse illegale KPD-Flugbl\u00e4tter produziert. Daraufhin\nvon den Nazis verhaftet, war er vom 20.08.1933 bis zum 12.12.1933 im\nKZ Oranienburg und KZ Sonnenburg inhaftiert. Nach Freilassung\nschlie\u00dft er sich der illegalen Widerstandsgruppe um Alfred Schneider\nan. Von Oktober 1934 bis 25.06.1945 ist er in der Lokfabrik t\u00e4tig,\nwo er gleich nach der Befreiung Betriebsratsmitglied wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna\nBrosch, geb. Lass<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nAufw\u00e4rterin war 1931 \u2013 1933 Kassiererin und Materialverwalterin\ndes ASB \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter Bubert<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat und Metallarbeiter\nwurde am 13.07.1886 M\u00f6lln geboren und verstarb am   08.08.1950 in\nOsnabr\u00fcck. Von 1908 bis 1912 war er Bevollm\u00e4chtigter der\nVerwaltungsstelle des DMV in Nowawes aufgrund der besonderen\nBedeutung der Lokomotivfabrik von O&amp;K f\u00fcr die\nGewerkschaftsbewegung. Sp\u00e4ter ging er f\u00fcr den DMV nach Osnabr\u00fcck.\nIn der Weimarer Republik war er Landrat in Emden, Abgeordneter des\nPreu\u00dfischen Landtages und zeitweilig auch Mitglied des Reichstags.\nIm Faschismus zeitweise inhaftiert wurde er nach der Befreiung\nLandrat in Osnabr\u00fcck. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto Bumke\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Brachte mit anderen Genossen 1932 den \u201eRoten Pionier\u201c heraus. Der Putzer war Mitglied der illegalen KPD-Gruppe bei O&amp;K. Dort unterst\u00fctzte er sowjetische  Kriegsgefangene mit Nahrungsmittel.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Josef Chmelik\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schuhmacher und Sozialdemokrat aus\nder damaligen Priesterstr. wurde im Mai 1945 kurz nach der Befreiung\nMitglied eines \u201eRevolution\u00e4ren Vollzugsausschuss\u201c aus KPD und\nSPD.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Dahle\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maschinenarbeiter war Mitglied\nder illegalen SPD-Gruppe bei O&amp;K.\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arnold Decker<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maurer und USPD-Mitglied wurde 1919\nals Gemeindevertreter in Nowawes\ngew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Else Decker\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialdemokratin war zwischen 1929\nund 1933 gew\u00e4hlte Stadtverordnete in Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann Deinert<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Am 10.10.1876 wird der Kommunist in\nSelchow geboren. 1907 heiratet er Martha Schr\u00f6der. 1924 r\u00fcckt er\nf\u00fcr die KPD in die Gemeindevertretung Nowawes nach. Am\n20.04.1945, dem Tag der Befreiung Babelsbergs durch die Rote Armee\ngeht er in seinen Garten in der Laubenkolonie \u201eFreie Scholle\u201c, um\nseine Tiere zu f\u00fcttern. Sp\u00e4ter bezeugen Gartennachbarn, dass sie\nihn auf einem LKW der Roten Armee die Alle nach Glienicke hinauf\nfuhren sahen. Es ist zu vermuten, dass er als ortskundiger Kommunist,\nRotarmisten den Weg zum Park zeigt, da es dort noch heftigen\nWiderstand von faschistischen Einheiten gab. Einen Tag sp\u00e4ter wird\ner tot aufgefunden. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto Deinert<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sohn von Hermann und Martha Deinert wird am 02.12.1901 in Paaren geboren und verstirbt am 20.07.1973 in Potsdam. Als Bahnarbeiter wird er Leiter des Jung-Spartakus-Bundes Nowawes, Mitglied der KPD und RFB-Leiter in Nowawes. Mit anderen Mitgliedern des zwischenzeitlich verbotenen RFB wird er am 05.12.1932 in seiner Wohnung verhaftet und am 23.10.1933 verurteilt, weil sie versucht h\u00e4tten, unter einem neuen Namen die T\u00e4tigkeit des RFB mit dem Ziel fortzusetzen, \u201eum eine R\u00e4terepublik nach sowjetischem Muster zu errichten\u201c. Er wird zu einem Jahr und zwei Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Josef Dotzauer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Mitbegr\u00fcnder der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:  Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong> Hermann Dummer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Teil einer Spartakusgruppe bei O&amp;K, revolution\u00e4re T\u00e4tigkeit im Rahmen der Novemberrevolution 1918 in Nowawes.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Simon Dummernix<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Kupferschmied trat als einziger\nSozialdemokrat erfolglos 1902 bei der Gemeindewahl in Neuendorf gegen\nein B\u00fcndnis aller b\u00fcrgerlichen Kr\u00e4fte an. Seit Oktober 1905\nwar er Beisitzer des sozialdemokratischen Wahlvereins\nNowawes-Neuendorf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Georg D\u00fcrre<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zimmermann war 1932 \u2013 1933 als\nSchriftf\u00fchrer Vorstandsmitglied der ASB-Kolonne \u201eausgeschlossene\nGruppe\u201c Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Q: <em>Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl D\u00fcrre \t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Zimmermann geh\u00f6rt 1916 zum neuen oppositionellen SPD-Ortsvorstand, aus dem wenig sp\u00e4ter die USPD in Nowawes hervorgeht. Am 09.11.1918 besetzt er mit anderen Arbeitern das Rathaus und wird Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates Nowawes. Er geh\u00f6rt zu den Mitbegr\u00fcndern der KPD in Nowawes und zieht f\u00fcr diese 1924 in die Gemeindevertretung ein.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heinrich Eichler<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Er war Mitglied der KPD-Zelle 5 von Nowawes und beseitigte am 24.04.1945 mit anderen Kommunisten Panzersperren in Drewitz und G\u00fcterfelde und ging zusammen mit Alfred Lehnert und Wolfgang Schumann der Roten Armee entgegen.  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nPNN<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>August Enderle\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der am 05.08.1887 in Feldstetten\ngeborene und am 02.11.1959 K\u00f6ln verstorbene trat 1910 in die SPD und\nDMV ein. Als Kriegsgegner wurde er 1915 zum Milit\u00e4r eingezogen und\nblieb bis zur Novemberrevolution Soldat. 1915 trat er auf einer\nSPD-Veranstaltung in Nowawes gegen den SPD-Kriegskreditebef\u00fcrworter\nPaul Lensch auf. Enderle wurde Mitglied der USPD, 1919 der KPD und\narbeitete 1921 bis 1928 in der Gewerkschaftsredaktion der Roten\nFahne. Als Anh\u00e4nger des \u201erechten Parteifl\u00fcgels\u201c um Brandler und\nThalheimer wurde er aus der KPD ausgeschlossen und Mitbegr\u00fcndern der\nKPO. 1932 wechselte er zur SAPD. Im schwedischen Exil leitete er die\ndortige SAPD-Gruppe. Zusammen mit Willi Brandt war er\nmitverantwortlich f\u00fcr die Wiederann\u00e4herung des SAPD-Exils an die\nSPD. Nach der Befreiung trat er unter Beibehaltung\nlinkssozialistischer Positionen in Bremen der SPD bei. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Irma Epstein\t(ab 1926 Fechenbach)\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die gelernte F\u00fcrsorgerin, die 1895\ngeboren wurde und 1973 starb, gr\u00fcndete 1921 die erste\nKinderfreundegruppe von Nowawes im Park Babelsberg und organisierte\nGruppennachmittage im Kinderhort in der Havelstr. 14. Sie war im\nOrtsausschuss der AWO aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul\nFesser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Buchdrucker war 1904 Kandidat\nder SPD f\u00fcr die Gemeindewahlen in Neuendorf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Georg Fickelscheer<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 24.08.1904 in Potsdam geborene\nund dort am 07.08.1976 verstorbene Maler und Kommunist war mit Emmi\nDotzauer verheiratet. 1927 wurde er\nMitglied der Schalmeienkapelle der \u201eRoten Sporteinheit\u201c in\nNowawes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Fleischmann<\/strong> \t<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der am 23.09.1889 in Freiburg\/ Schlesien (<em>\u015awiebodzice)<\/em> geborene Kupferschmied heiratet 1912 im schlesischen Sprottau <em>(Szprotawa) <\/em>Elsa Steinberg und zieht mit ihr nach Nowawes um dort eine Arbeit in der Lokomotivfabrik von Orenstein &amp; Koppel aufzunehmen. Seit 1907 \u2013 mit 18 Jahren ist er schon Mitglied der SPD. Schnell steigt er zu einem Funktion\u00e4r der Gewerkschaft der Kupferschmiede auf. Von 1918 bis 1928 war er als Bauleiter und Bevollm\u00e4chtigter hauptamtlich im Verband der Kupferschmiede t\u00e4tig. 1916 wird er f\u00fcr die Sozialdemokraten in Nowawes Gemeindevrteter, bleibt aber auch im 1. Weltkrieg im Gegensatz zur Mehrzahl der Nowaweser Gewerkschafter ein Anh\u00e4nger Eberts (MSPD). Bis 1933 wird er in der Stadtverornetenversammlung wirken. Mit der Stadtwerdung von Nowawes 1925 wird er erste und einziger Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Nowawes \u2013 gegen einen \u201erechtsb\u00fcrgerlichen Block\u201c, oftmals tolleriert von den Kommunisten. So wurde er auch Vorstandsmitglied des Brandenburgischen St\u00e4dtebundes und St\u00e4dtetages und des Reichsst\u00e4dtebundes und Mitglied des Hauptauschusses des Reichsst\u00e4dtetages. Von 1929 bis 1933 war er Mitglied des Brandenburgischen Provinziallandtages. Fest verankert in der Gewerkschaftsbewegung und in der \u00f6rtlichen Kommunalpolitik wird er 1928 zum Aufsichtsratsvorsitzenden der von den Gewerkschaften gegr\u00fcndeten Gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbaugenossenschaft\u201c (GEWBOBA), bis 1933 die Nazis ihn aus diesem Amt dr\u00e4ngen. Im Gr\u00fcndungsjahr der GEWOBA wird er auch Leiter des Arbeitsamtes Nowawes-Potsdam in der Anhaltstra\u00dfe 6. Gerade in der Weltwirtschaftskrise wird er damit zu einer von den nazis, aber auch von der KPD stark befehdeten Person der Kommunalpolitik. Im Juni 1932 wird er gar zum hauptamtlichen K\u00e4mmerer in Rathenow gew\u00e4hlt, kann dieses Amt aber aufgrund von dortigen Haushaltszw\u00e4ngen und rechter Gegenwehr nicht antreteten. Zu den \u201eKommunalwahlen\u201c im M\u00e4rz 1933 tritt er erneut f\u00fcr die SPD an. Aufgrund st\u00e4ndiger Denunziationen als \u201emarxistischer\u201c Direktor versucht er dem Arbeitsverlust zu entgehen und tritt noch im Februar aus der SPD aus. Dennoch wird er in Anwendung des \u201eGesetzes zur Widerherstellung des Berufsbeamtentums\u201c entlassen. Als stadtbekannter Sozialdemokrat wird er im Juni 1933 verhaftet und ins KZ Oranienburg gebracht. Nach der Freilassung zieht er weitestgehend mittellos nach Berlin-Friedrichshain und macht dort mit Unterst\u00fctzung seiner Frau ein kleinen Tabakladen auf. Ausgebomt zieht er nach der Befreiung nach Neuk\u00f6lln und wird wieder Mitglied der SPD, dann auch der SED. Als einer der wenigen Fachleute der Arbeitsverwaltung wird er Mitarbeiter des neuen Berliner Magistrats. Nach der Spaltung des Magistrats 1948 schlie\u00dft er sich den Westberliner Beh\u00f6rden an, tritt wieder in die SPD ein und wird 1951 Senator f\u00fcr Arbeit von West-Berlin und 1954 Pr\u00e4sident des Landesarbeitsamtes West-Berlin. Am 7.6.1965 versirbt er in Zehlendorf.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv; Bernd Meyer, Sozialdemokraten in der Entscheidung<\/em>, <em>Recherche: Uwe Klett<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nForst\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Das\nMitglied der Spartakusgruppe arbeitete als Werkzeugmacher bei der\nFirma Stock in Berlin und war am 03.01.1919 in der KPD-Leitung der\nneu gegr\u00fcndeten Nowaweser Ortsgruppe im Lokal von Pelz in der\nM\u00fchlenstr. Er kandidierte zur Reichstagswahl am 02.02.1920. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Max\nFranke<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nZimmermann war SPD-Kandidat in Nowawes f\u00fcr die Gemeindewahlen 1904. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fritz\nFrenken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nLackierer wird 1916 Mitglied im neuen oppositionellen\nSPD-Ortsvorstand, aus dem die USPD-Ortsgruppe Nowawes hervorgehen\nwird. Seine die Kreisf\u00fchrung der SPD kritisierende Resolution wird\nin einer SPD-Veranstaltung am 09.08.1916 in Nowawes mit 82 zu 42\nStimmen angenommen. Sp\u00e4ter wird er Mitglied der Spartakusgruppe, die\ner wegen ihrer Zusammenarbeit mit der USPD verl\u00e4sst und schlie\u00dft\nsich den Bremer Linken an. Frenken wird im April 1917 nach seiner\nVerhaftung an die Ostfront geschickt und erlag dort seinen\nKriegsverletzungen im Lazarett von Brest-Litowsk. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilhelm\nFromme<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Leiter\neines kommunistischen \u201eAufbruch-Arbeitskreis\u201c in Nowawes, der ein\nVersuch darstellt, ehemalige Nationalsozialisten und\nNationalrevolution\u00e4re im Sinne von Richard Scheringer und Beppo\nR\u00f6mer an die KPD zu binden. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nGadow\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Buchh\u00e4ndler und Schriftsetzer wurde am 26.11.1913 Nowawes geboren und verstarb am 06.10.1992 in Potsdam. Als Sohn eines Buchdruckers war er Helfer bei den Nowaweser Kinderfreunden. 1932, mit 19 Jahren, trat er in die SPD ein. 1939 zur Wehrmacht eingezogen trat er nach der Befreiung erneut der SPD bei und wurde Mitarbeiter in der Stadtverwaltung Potsdam. Ab Februar 1946 leitete er als Mitarbeiter des SPD-Bezirksvorstandes Brandenburg zusammen mit dem Kommunisten Kurt Laube das gemeinsame  Organisationsb\u00fcro von SPD und KPD f\u00fcr die Provinz Brandenburg. Anschlie\u00dfend war er Mitglied des Sekretariats des SED-Landesvorstandes Brandenburg. Nach seiner T\u00e4tigkeit als Leiter der Abteilung Lichtspielwesen in der Hauptverwaltung Film des Ministeriums f\u00fcr Kultur der DDR wurde er Direktor des DEFA-Studios f\u00fcr Synchronisation. 1961 trat Gadow in den diplomatischen Dienst der DDR, deren H\u00f6hepunkt seine Ernennung zum Botschafter der DDR in Nepal im Jahre 1978 war.  Nach seinem Tod wird er auf dem Friedhof an der Gro\u00dfbeerenstr. beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nGebauer\t<\/strong>\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nGastwirt betrieb in der damaligen Wallstr. 62 ein Arbeiterlokal, was\n1905 noch der Gastwirt Julius Jungnickel besa\u00df und 1938 als\n\u201eSportrestaurant\u201c des Gastwirtes Paul Lucko firmierte. Sp\u00e4ter\nwird die Gastwirtsfamilie Rob\u00e9 vermerkt. Von 1928 bis 1933 war das\nLokal Gebauer Treffpunkt von Rot-Sport, eine Dachorganisation f\u00fcr\nden eigenst\u00e4ndigen kommunistischen Arbeitersport.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nSpaltung im Arbeitersport 1928 entzweite aber auch diese\nGemeinschaft. Die FTSVgg Nowawes 94 blieb bundestreu, aber ein\nerheblicher Teil der Mitglieder und der gr\u00f6\u00dfere Teil der\nFu\u00dfballsparte f\u00fchlten sich zur Opposition hingezogen und gr\u00fcndeten\n1928 den ASV Concordia 06.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aus dem ATSB ausgeschlossen Vereine\norganisierten sich nun unter dem Dachverband der Kampfgemeinschaft\nf\u00fcr rote Sporteinheit, dem so genannten Rot-Sport. Die Gastst\u00e4tten\nbeider Nowaweser Arbeitervereine lagen in der Karl-Gruhl Stra\u00dfe nur\neinen Steinwurf voneinander entfernt. Concordia traf sich bei Rob\u00e9\nim ehemaligen Fanprojekt Babelsberg und Nowawes 94 im heutigen\nSportrestaurant Hiemke. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Concordia Nowawes<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gustav\nGerstenbruch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJanuar 1918 war er mit anderen Genossen Saalschutz bei einer\nSPD-Versammlung mit Fritz Zubeil im Singerschen Volksgarten. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nGomoll<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tischler war seit Oktober 1905 1. Vorsitzende des sozialdemokratischen Wahlvereins Nowawes-Neuendorf und Mitglied der Gemeindevertretung von Nowawes. 1906 nimmt er an der Konferenz der der Sozialdemokratischen Stadtverordneten und Gemeindevertreter Gross-Berlins am 06.05.1906 teil. 1913 ist er SPD-Parteitagsdelegierter f\u00fcr Nowawes und 1919 Gemeindevertreter.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friedrich (Fritz) G\u00f6sel <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher wird am 04.09.1902 in Nordhausen geboren. Mit 18 Jahren tritt er in die SPD ein und 1930 kommt er als Bohrwerksdreher zur Lokfabrik von O &amp; K. Seit 1931 nimmt er an gemeinsamen Beratungen von SPD und KPD-Vertetern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der, Blumenweg teil. Politisch engagiert er sich bei der Organisation der Jugendweihe. Die letzte Veranstaltung, die im Thalia stattfinden sollte, wird 1933 verboten. Schnell verlegen die Veranstalter diese dann in den Park Babelsberg unterhalb des Flatowturmes. Am 01.05.1933, dem \u201eTag der Arbeit\u201c, findet ein Zwangsaufmarsch der 3000 O&amp;K-Arbeiter statt. Die Bohrwerksdreher boykotieren dies und werden von der Polizei vorgeladen. In der Zeit des Faschismus trat er f\u00fcr Aktionseinheit mit Kommunisten im Widerstand ein, leitete eine Widerstandsgruppe bei O&amp;K und half zusammen mit seiner Frau und Hermann M\u00fcller sowjetischen Zwangsarbeitern. Im Mai 1945 geh\u00f6rt er zu den Antifaschisten, die bei Schr\u00f6der im Blumenweg um eine antifaschiste Einheitsfront rangen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friedrich\nG\u00f6tsch<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHandarbeiter ist 1931 im Vorstandsmitglied der ASB-Kolonne\n\u201eausgeschlossene Gruppe\u201c Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Else Gr\u00e4ning, geb. Kamischke <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tuchweberin wird am 31.05.1912 in Nowawes geboren.Sie arbeitet bei Pitsch, wird dann aber bald arbeitslos. Als 19j\u00e4hrige \u00fcbernimmt sie 1931 die politische Leitung der Nowaweser KPD-Zelle 6. und ist Mitglied im marxistischen Wanderverein \u201eNaturfreunde\u201c. In der Wohnung der Familie Kamischke in der Gartenstr. 20 wurde zeitweise der \u201eRote Pionier\u201c hergestellt. Nach eigenen Aussagen bringt sie Material der illegalen KPD nach der Verhaftung von Walter Junker zu dessen Schwester nach Wannsee. Nach der Verhaftung von Albert Klink geht sie mit Mutter Kling ins Gef\u00e4ngnis zu Albert, um ihn zu warnen, keinen Verrat zu begehen. So k\u00f6nnen die Nazis ihm nichts nachweisen und er kommt frei. 1935 beherbergt sie die j\u00fcdische Kommunistin Lilo Seefeld vor deren Emigration in ihrer Wohnung.<\/p>\n\n\n\n<p> <em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erich Gr\u00e4ning<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bauarbeiter ist Mitglied des illegalen RFB.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Gr\u00e4ning <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Baufachmann wurde am 20.04.1904 geboren. Schon sein Vater war Klempner bei O &amp; K, wo auch Richard als Laufbursche in der Kesselschmiede begann. Mit 15 Jahren wurde er Mitglied des DMV und der SAJ-Gruppe Havelstra\u00dfe. Seit 1920 war er im Arbeiterwanderbund Naturfreunde. Dieser wurde 1922 sehr nach links ausgerichtet. Richard Gr\u00e4ning wurde nunmehr dessen langj\u00e4hriger Vorsitzender. 1932 spalten sich dann die Naturfreunde und die Mehrzahl geht mit Richard Gr\u00e4ning zur Gruppe \u201eFichte-Wandersport\u201c, die sich in einer Baracke an der Sandscholle trifft. F\u00fcr seinen Eintritt in die KPD 1923 wurde er vom KPD-Beauftragten f\u00fcr die Landagitation, Karl Seebergen geworben. 1928 beginnt er eine Lehre bei Sch\u00f6nbeck &amp; Sohn in der Wiesenstr. als Zimmermann. Die illegale Zeitung \u201eRoter Pionier\u201c wird zeitweilig in der Laube von Richard Gr\u00e4ning am Mitteldamm gedruckt und f\u00fcr 5 Pf. Bei O&amp;K verkauft. Im M\u00e4rz 1933 wird er kurzzeitig zusammen mit Walter Klausch und Walter Junker u.a. in Junkers Wohnung in der L\u00fctzowstr. 5 verhaftet. Der Wandersport organisiert sich nach 1933 bei Concordia Nowawes und trifft sich bei Gebauer in der Wallstr. 1939 wird er zur Wehrmacht eingezogen.  <\/p>\n\n\n\n<p> <em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi Gr\u00e4ning<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Auftrage von Kurt Vogel bewahrte er als ehemaliger Zugf\u00fchrer des RFB illegale Waffen auf und versteckte sie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Paul Grimm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vorsitzender der Gewerkschaft der Textilarbeiter im Jahr 1908, die dem Potsdamer Gewerkschaftskartell angeschlossen war, wohnhaft in Nowawes in der Karlstr. 19.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Geschichte der Arbeiterbewegung im Reichstagswahlkreis Karl Liebknechts 1871-1917<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alwine\nGruhl\t, geb. Rottstock<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nEhefrau von Karl Gruhl, die am 03.01.1862 geboren wurde und am\n01.10.1932 verstarb, wurde 1925 in die Stadtverordnetenversammlung\nvon Nowawes gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nGruhl<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 28.03.1862 geboren und am 30.6.1911 verstorbene f\u00fcr die Nowaweser Arbeiterbewegung so bedeutsame Sozialdemokrat \u201etauchte 1887 erstmalig in Nowawes auf\u201c. Er wohnte noch in Potsdam, stammte aus einer Weberfamilie und war Musterzeichner. Seit 1894 bis zu seinem Tode 1911 war er Gemeindevertreter. 1905 wurde er 2. Vorsitzender des sozialdemokratischen Wahlvereins Nowawes-Neuendorf und am 06.05.1906 nahm er an der Konferenz der Sozialdemokratischen Stadtverordneten und Gemeindevertreter Gross-Berlins teil. Er galt als der \u201egro\u00dfe Kommunalpolitiker der Vorkriegszeit\u201c und war Gr\u00fcnder der Filiale des Textilarbeiterverbandes in Nowawes. \u201eUnvergesslich bleibt jedem der Tag seines Begr\u00e4bnisses im Juni 1911 auf dem Nowaweser Goethefriedhof. Alle R\u00e4der standen still\u201c. In keiner Fabrik, auf keinem Bau wurde eine Hand ger\u00fchrt\u201c. Den Grabstein finanzierten die \u201efreiorganisierten Arbeiterorganisationen von Nowawes\u201c 1912, ein Jahr nach seinem Tod. Die Grabrede hielt der Mittwaidaer sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Paul G\u00f6hre. Noch vor 1933 wurde die damalige Wallstra\u00dfe nach ihm benannt. Die Nazis machten dies jedoch r\u00fcckg\u00e4ngig. Nach der Befreiung erhielt die Stra\u00dfe wieder den Namen des Nowaweser Arbeiterf\u00fchrers.  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: SPD Babelsberg<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Elsa\nGuggenberger, geb. Graening<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Als Else Graening war sie Mitglied der KPD-Zelle 6 und als Kurierdienst f\u00fcr illegale KPD Nowawes im Faschismus t\u00e4tig.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Franz\nGuggenberger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nKommunist und Kitter wurde am 01.11.1903 in Mazing geboren und\nverstarb am 19.05.1986 in Potsdam. Er war im KZ Sonnenburg\ninhaftiert. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nG\u00fcnther\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Als\nJugendlicher war er Turnwart beim ASV 1894 \u201eFreiheit\u201c. Der\nSozialdemokrat fungierte mit anderen Genossen im\tJanuar 1918 als\nSaalschutz bei einer SPD-Versammlung mit Fritz Zubeil im Singerschen\nVolksgarten. Von 1920 bis 1933 war er Gemeindevertreter bzw.\nStadtverordneter der SPD Nowawes und beteiligte sich an der Gr\u00fcndung\nder SED in Babelsberg. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Franz\nG\u00fcth<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSchlosser und unabh\u00e4ngige Sozialdemokrat besetzte am 09.11.1918 das\nRathaus und wurde Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gerhard\nHadert<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nKunstmaler wurde am 03.07.1901 in Ro\u00dflau geboren und verstarb am\n02.01.1977 in Potsdam. Anfang der zwanziger Jahre kam er als\nMalergehilfe nach Nowawes und zeichnete Bilder aus dem dortigen\nArbeitermilieu. Ab Oktober 1921 bis Juni 1926 studierte er an\nBerliner Hochschule der K\u00fcnste. Im Anschluss an sein Studium hatte\ner eine Dozentur an der Heeresfachschule in Stettin. Der bekannte\nArchitekt Hans P\u00f6lzig berief Hadert 1932 als Professor f\u00fcr\nWandmalerei an die Berliner Hochschule. Nach der Macht\u00fcbernahme der\nNationalsozialisten verlor er sein Amt und war bis zu seiner\nEinberufung freiberuflich t\u00e4tig. Nach dem Krieg blieb Hadert Potsdam\ntreu und stellte 1946 und 1951 in Potsdam seine Werke aus. Bei der\nFertigstellung eines Wandbildes kam es zu einem Konflikt mit dem\nK\u00fcnstlerverband, in dessen Folge sich Hadert v\u00f6llig aus der\n\u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzog. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann\nH\u00e4hnchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nWeber kandidierte f\u00fcr die SPD zu den Gemeindewahlen 1904 in Nowawes.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nHammer\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nWeber war SPD-Kandidat f\u00fcr die Gemeindewahlen 1904 in Nowawes und\nseit Oktober 1905 Schriftf\u00fchrer des sozialdemokratischen Wahlvereins\nNowawes-Neuendorf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nHanck<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher war Mitglied der illegalen KPD-Gruppe bei O&amp;K.  <\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Albert Heese<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mitglied der USPD und Anf\u00fchrer des Spartakusbundes Potsdam-Nowawes, Mitbegr\u00fcnder der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:  Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong> Anna Heese<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Mitbegr\u00fcnderin der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernst Heinrich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mitbegr\u00fcnder der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p>Q: <em>Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reinhold\nHenschel <\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nGasarbeiter wurde noch 1933 f\u00fcr die SPD Stadtverordneter in Nowawes\nund war Kandidat zum Kreistag von Teltow. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nHiemke<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Gastwirt\neines bekannten Arbeiterlokals. Als Sozialdemokrat wurde er 1902 und\n1904 in die Gemeindevertretung von Nowawes gew\u00e4hlt. W\u00e4hrend des\nKapp-Putsches 1920 wurde er kurzzeitig von der Reaktion als\nArbeitervertreter verhaftet. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nHoffmann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nBuchdrucker wurde 1902 und 1904 f\u00fcr die Sozialdemokratie in die\nGemeindevertretung von Nowawes gew\u00e4hlt und war bis 1905 1.\nVorsitzender des sozialdemokratischen Wahlvereins Nowawes-Neuendorf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Max\nHorchler\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSozialdemokrat und Zimmermann war 1925 \u2013 1933 Stadtverordneter in\nNowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter\nH\u00f6stermann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser, geboren am 16.04.1904 in Nowawes, verstorben am 23.03.1980 absolvierte eine Maschinenschlosserlehre bei O &amp; K. 1921 wird er Mitglied des DMV und ist von 1927 bis 1933 Gewerkschaftsvertrauensmann und Mitglied der Eisernen Front und in der Konsumgenossenschaft. Nach Arbeitslosigkeit arbeitet er seit 1927 wieder bei O &amp; K. Nach 1933 war er Mitglied der illegalen SPD-Gruppe bei O&amp;K.  <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert\nJahn<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nFliesenleger und unabh\u00e4ngige Sozialdemokrat besetzte am 09.11.1918\ndas Rathaus Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nJ\u00e4schke\t\t\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSozialdemokrat, Arbeitersamariter und Reichsbannermitglied war Helfer\nbei den Kinderfreunden Nowawes. Zusammen mit seiner Frau Anna wirkte\ner bei der Gr\u00fcndung der SED Babelsberg mit. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul\nJunger\t<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSchankwirt unterhielt in der Gro\u00dfbeerenstr. 100 ein Lokal, in dem am\n11.10.1905 der SPD-Wahlvereins mit dem Sch\u00f6neberger Referenten K\u00fcter\n\u00fcber \u201eSozialdemokratie und Gemeindevertretungen\u201c informierte.\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter\nJunker\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nKommunist und Spanienk\u00e4mpfer wurde am 27.11.1910 als viertes Kind in\neiner Arbeiterfamilie in Wannsee geboren. 1925 Mitglied in der SAJ\ntrat er 1928 dem KJVD bei und wurde Vorsitzender in der Ortsgruppe\nNowawes. Als gelernter Werkzeugmacher wurde er am\t04.09.1929 bei\nSiemens entlassen und war dann arbeitslos. Mit 21 Jahren wurde er\nPolitischer Leiter der KPD in Nowawes und leitete seit 1932 die\nHerausgabe der illegal vertriebenen Zeitung \u201cJunger Pionier\u201d.\nSeit 1931 nahm er an gemeinsamen Beratungen von SPD- und\nKPD-Vertretern in der Wohnung des in Nowawes bekannten\nSozialdemokraten Max Schr\u00f6der teil. Angesichts des Preu\u00dfenschlages\nder Reichsregierung von Papen gegen die sozialdemokratische Regierung\nin Preu\u00dfen bildete der Kommunist Walter Junker am 20.07.1932\nzusammen mit dem Potsdamer Sozialdemokraten Georg Spiegel eine\nEinsatzleitung im Nowaweser Konsumlager (Ziethenstr. 18) zur\nVerteidigung der Demokratie. In diesem Zusammenhang wurden auch\nAlarmgruppen des (verbotenen) RFB und des Reichsbanners gebildet. Am\nTag der Macht\u00fcbernahme durch die Nazis am 30.01.1933 trifft sich die\n Leitung der KPD-Ortsgruppe Nowawes in einem Arbeiterlokal in der\nWallstr. Zusammen mit Walter Klausch und Josef Dotzauer organisiert\nWalter Junker eine KPD-Demo vom Weberplatz bis zur Langen Br\u00fccke und\nzur\u00fcck. Anschlie\u00dfend verteilt er vor den Toren der Lokfabrik von\nO&amp;K Flugbl\u00e4tter mit dem Aufruf zum Generalstreik. Im M\u00e4rz 1933\nwird er zusammen mit Walter Klausch, Richard Graening u.a. in seiner\nWohnung in der L\u00fctzowstr. 5 verhaftet und kurzzeitig inhaftiert.\nNoch im Mai 1933 emigriert er nach Prag, dann in die Schweiz. 1938\ngeht er nach Spanien und wurde Soldat der XI. Internationalen\nBrigade. Er wird MG-F\u00fchrer einer Maschinengewehrkompanie im\nBataillon \u201e12. Februar\u201c. 28.07.1938 fiel er in der N\u00e4he der\nStadt Gandesa bei Corbera d\u00b4Ebre an der Ebro-Front. Am 19.05.1958\nwird die damalige Heilig-Geist-Str. in Potsdam in Walter-Junker-Str.\numbenannt. 1993 erfolgt dann die R\u00fcckbenennung. Eine zu DDR-Zeiten\nangebrachte Gedenkstele auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Griebnitzsee\nist nach 1990 ebenfalls verschwunden. Damit erinnert nichts mehr im\n\u00f6ffentlichen Raum der Landeshauptstadt an den Nowaweser\nAntifaschisten und Verteidiger der Spanischen Republik. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna Kamin<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialdemokratin war zwischen 1925 und 1933 Stadtverordnete in Nowawes.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi und Helene Kamischke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeiterfamilie fand \u00fcber die SPD, dem Spartakusbund und der USPD den Weg in die KPD. Die Textilarbeiterin Helene Meier wurde am 26.09.1886 in Neuendorf geboren und heiratete 1908 den Fr\u00e4ser bei O &amp; K, Willi Kamischke, der am 06.10.1885 in Bredow bei Stettin geboren wurde. 1923 als revolution\u00e4rer Arbeiter von der Lokfabrik entlassen, war er viele Jahre arbeitslos. Um die Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen entscheiden sich beide Eheleute 1930 einen Marktstand vor dem Nowaweser Rathaus zu er\u00f6ffnen. Nach der Macht\u00fcbernahme der Faschisten verkauften sie an ihrem Marktstand illegal f\u00fcr die KPD Beitragsmarken, getarnt als Kaffeerabattmarken und rote Kinderpostmarken. Aufgrund von Denunziationen durch andere Gro\u00dfh\u00e4ndler wurden sie als \u201eber\u00fcchtigte Kommunisten\u201c mehrfach verh\u00f6rt. Aufgrund der Emigration ihrer Tochter Erna mussten sie mehrfache Hausdurchsuchungen erdulden. Sowjetische Kriegsgefangene unterst\u00fctzen sie mit Lebensmitteln. Nach der Befreiung bauten beide die KPD und in der Folge dann auch die SED in Babelsberg mit auf. Willi Kamischke engagierte sich besonders beim Wiederaufbau des Sportbetriebes in Babelsberg.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nBrandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul\nKerntop\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSchriftsetzer ist ab 1905 Schriftf\u00fchrer des sozialdemokratischen\nWahlvereins Nowawes-Neuendorf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilhelm\nKillmey<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Mitglied der KPD-Zelle 2 brachte er 1932 mit anderen Genossen den \u201eRoten Pionier\u201c heraus. Gew\u00e4hlter kommunistischer Stadtverordneter 1933.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter\nKlausch<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nKommunist wurde am 08.05.1907 in Frankfurt\/Oder geboren. Von 1925 bis\n1927 besuchte er die Baugewerkeschule. Anschlie\u00dfend studierte er an\nder Akademie der K\u00fcnste Berlin, musste aber 1930 das Studium aus\nfinanziellen Gr\u00fcnden abbrechen. 1930 ziehen seine Eltern mit ihm\nnach Nowawes. 1930 wird er Mitglied der Roten Hilfe und der KPD,\nderen Ortsgruppenleitung mit dem Aufgabengebiet Agitation und\nPropaganda angeh\u00f6rt. Er schreibt f\u00fcr den \u201eRoten Pionier\u201c und\ntr\u00e4gt den Spitznamen \u201eNurmi\u201c, weil er seinen Genossen immer ein\nSt\u00fcck voraus war.  Am Tag der Macht\u00fcbernahme durch die Nazis am\n30.01.1933 trifft sich die  Leitung der KPD-Ortsgruppe Nowawes in\neinem Arbeiterlokal in der Wallstr. Zusammen mit Walter Junker und\nJosef Dotzauer organisiert er eine KPD-Demo vom Weberplatz bis zur\nLangen Br\u00fccke und zur\u00fcck. Am 8. Juni 1933 durch Verrat von Adolf\nLuck von der Gestapo verhaftet und am 16.06.1933 ins KZ Oranienburg\nverschleppt. Am 16.6.1933 wird er im KZ ermordet. Der ehemalige\nBaberowweg wurde nach 1945 in Walter-Klausch-Str. umbenannt. Sein\nGrab befindet sich auf dem Friedhof an der Gro\u00dfbeerenstr. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Albert Klink <\/strong><em> <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der gelernte Tapezierer wurde am 03.03.1911 in Tiefwerder\/Spandau geboren und starb am 15.01.1940 im KZ Sachsenhausen. Sein Vater war Schmid und Weggef\u00e4hrte von Karl Liebknecht, w\u00e4hrend seine Mutter eine der ersten Mitglieder der KPD-Ortsgruppe von Nowawes war. Mit 14 Jahren wurde er Mitglied im KJVD, in dem er die Agitpropgruppe und war aktiv im Arbeitersport. Als Mitglied im marxistischen Wanderverein \u201eNaturfreunde\u201c engagierte er sich in dessen Chorgruppe. Am 12.11.1931 wurde er wegen \u201eillegalen Waffenbesitz\u201c von der Polizei bei der Herbert-Ritter-Demo auf dem damaligen Friedrichkirchplatz verhaftete und zu einer Freiheitsstrafe von 3 1\/2 Monaten verurteilt. Er war Mitglied der KPD-Zelle 2 in Nowawes und bis in den Juni 1933 hinein Hauptkassierer der KPD im Ort. Im Februar 1933  fand die letzte Sitzung der Ortsgruppe des KJVD statt. Bis zum Sommer 1933 traf sich die illegale KPD-Parteileitung von Nowawes in der Wohnung von Albert Klink. Aufgrund des Verrats eines Spitzels musste er im Auftrag seiner Partei nach Prag emigrieren. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei im M\u00e4rz 1939 wurde er verhaftet und ins Gef\u00e4ngnis nach Potsdam \u00fcberf\u00fchrt. Nach monatelangen brutalen Verh\u00f6ren kam er im September 1939 in das KZ Sachsenhausen, wo er 1940 ums Leben kam. Auf dem Goethefriedhof in Babelsberg erinnert ein Gedenkstein an ihn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Kohl<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hans Kohl wurde am 15.4.1886 in Neustadt in der Rheinpfalz als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren. Verheiratet war er mit Paula Poths, die am 29.6.1895 in Meesabach geboren wurde und 1918 Mitglied der SPD wird. Von 1892 bis 1899 besucht Hans die Volksschule in Neustadt und beginnt anschlie\u00dfend eine Lehre als Schriftsetzer. Mit 17 Jahren tritt er 1903 in die Gewerkschaft ein, ein Jahr sp\u00e4ter auch in die SPD. Erste gewerkschaftliche Funktionen \u00fcbernimmt er im Verband der Deutschen Buchdrucker in Leipzig an der Seite von Ludwig Rexh\u00e4user. W\u00e4hrend der Novemberrevolution ist er Mitglied des Soldatenrates in Frankfurt a.M. und wird dann als Regierungsbeauftragter im Kriegsgefangenen-Durchgangslager Limburg eingesetzt. Hier wirkt er erstmalig hauptamlich als Gewerkschafter. Am 1.1.1920 wird er Verwaltungsstellenleiter des Fabrikarbeiterverbandes in Limburg. Bei der preu\u00dfischen Landtagswahlen am 21.2.1921 in Limburg erzielt er als SPD-Kandidat und Gewerkschaftsfunktion\u00e4r beachtliche, f\u00fcr die SPD \u00fcberdurchschnittliche 18,71%. Vom 1.10.1921 bis zum Verbot der Gewerkschaften am 2.5.1933 wirkt er dann als Gauleiter des Fabrikarbeiterverbandes f\u00fcr Berlin und die Provinz Brandenburg . Seit 1927 ist sein Wohnsitz in der \u201eGartenstadt\u201c Sandscholle in einem Reihenhaus in der Nowaweser Rosenstr. 25 nachgewiesen. Seine t\u00e4gliche Arbeitsstelle befindet sich hingegen in der Ortsverwaltung Gro\u00df-Berlin des Verbandes der Fabrikarbeiter im Gewerkschaftshaus am Engelufer 24-25, Aufgang C I Treppe. In Nowawes selbts, seinem Wohnort, ist er 1931 bis 1932 gew\u00e4hlter Vorsitzender des Elternbeirates der weltlichen Sammelschule in der Priesterstr. 24 (heute Bruno-H.-B\u00fcrgerl-Schule, Karl-Liebknecht-Str. 29). In dieser Zeit ist auch in die heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem sozialdemokratischen Lehrer Bruno La Grange und dem Vorsitzenden der kommunistischen Stadtfraktion, Richard Schulz, involviert. Anfang der 30er Jahre kandidierte er f\u00fcr die SPD f\u00fcr den Reichstag. Nach dem Verbot der Gewerkschaften 1933 verliert auch Hans Kohl seine Arbeit. Wegen \u201eSabotage\u201c wird er in die SA-Kaserne Papestr. eingeliefert, anschlie\u00dfend wochenlang im Polizeigef\u00e4gnis am Alexanderplatz. Freigelassen, wechselt er seine Aufenthaltsorte und arbeitet illegal im Widerstand. Im M\u00e4rz 1934 erh\u00e4lt er Warnungen, dass die Nazis ihn wieder verhaften wollen So emigriert er dann mit seiner Familie nach Svaneke auf die Insel Bornholm, wo sich auch schon die Familie des Nowaweser j\u00fcdischen Arztes und Sozialdemokraten Arthur Philipsborn aufh\u00e4lt. Einer Arbeit nachzugehen, wird ihm nicht erlaubt. Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt er aufgrund seiner sozialdemokratischen Mitgliedschaft vom Mateotti-Komitee. Es zahlt ihm und seiner Frau 100 Kronen monatlich. Das Komitee erm\u00f6glicht auch die Flucht \u00fcber Amsterdam nach Peru mit einem Visum des peruanischen Konsulates in D\u00e4nemark. Ab Januar 1939 arbeitet er als Drucker bei der Firma Scheuch und wohnt in Lima-Miraflores, Calle General Recavarren. Am 10.09.1949 beantragt er die R\u00fcckkehr nach (West-) Deutschland, da seine Gesundheit unter dem peruanischen Klima sehr gelitten hat und er wieder in der SPD aktiv werden will. Im Februar 1950 kehrt er dann mit seiner Frau in die Bundesrepublik zur\u00fcck und arbeitet als Branchenleiter f\u00fcr Papiererzeugung bei der IG Chemie, Papier und Keramik in Hannover. Nach einem kurzen Herzleiden verstirbt er am 22.5.1953 in Hannover und wird am 26.5.1953 mit gro\u00dfer Anteilnahme auf dem Friedhof Ricklingen beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Gewerkschaftspost der IG Chemie, Papier und Keramik, Hannover, 6.6.1953<\/em>, <em>Arolsen-Archiv.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi Kraul<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSteinmetz war 1931 \u2013 1933 als Schriftf\u00fchrer bzw. 2. Vorsitzender\nVorstandsmitglied der ASB-Kolonne \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c\nNowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nKrohnberg<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\ngelernte Tischler und sp\u00e4tere Buchh\u00e4ndler ist ab 1905 1.\nVorsitzender des sozialdemokratischen Wahlvereins Nowawes-Neuendorf.\nIn dieser Funktion vertrat er die SPD Nowawes auf dem Parteitag 1908\nin N\u00fcrnberg. Durch die links-sozialdemokratische Opposition wird er\n1916 als Vorsitzender des SPD-Ortsvorstandes abgew\u00e4hlt. 1925 ist er\ngew\u00e4hlter Nowaweser Stadtverordneter der SPD. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred\nKroop<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher und Arbeitersportler war zusammen mit Artur Schumann und Max Graupner Initiator der Neuanlage eines Fu\u00dfballplatzes auf einer alten Baumschule am Ende der Priesterstra\u00dfe (heute Karl-Liebknecht-Stadion) f\u00fcr den Arbeitersport. Noch 1945 sammelten sich die Babelsberger Fu\u00dfballer auf Initiative von Alfred Kroop um den Fu\u00dfballplatz notd\u00fcrftig zu reparieren. Es gab keine Netze, das Holz endete in den \u00d6fen der Bev\u00f6lkerung und trotzdem fanden sich gen\u00fcgend Sportler, die wieder aktiv sein wollten. Vereine waren jedoch verboten, sodass die ehemaligen Rivalen 03 und Eintracht aus der Not eine Tugend machten und sich zu einer Sportgemeinschaft zusammenschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Concordia\nNowawes<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Kuckuck<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der in Bergholz-Rehbr\u00fccke geborene\nZimmermann wurde\t1919 Mitglied im KJVD und der KPD Nowawes. F\u00fchrend\nwar an der Gr\u00fcndung des RFB in Nowawes beteiligt. Kurze Zeit sp\u00e4ter\ngr\u00fcndete er eine Schalmeiengruppe, um so die politische Agitation\nauf dem Lande zu unterst\u00fctzten. Diese T\u00e4tigkeiten brachten ihm die\n\u00dcberwachung der Politischen Polizei ein. 1932-33 geh\u00f6rte er als\nRevisor dem Vorstand des ASB \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c an. Nach\ndem Machtantritt der Faschisten 1933 wurde er verhaftet, st\u00e4ndig\nverh\u00f6rt und dabei schwer misshandelt. Bei der Nowaweser\nR\u00fcstungsfirma Frieseke &amp; H\u00f6pfner war er im aktiven Widerstand.\nAm 09.05.1944 wurde er durch die\nGestapo in der Babelsberger Gr\u00fcnstra\u00dfe &#8211; wo er mittlerweile wohnte\n&#8211; verhaftet und vom Berliner Kammergericht in Potsdam wegen \u201eBeihilfe\nzum Hochverrat und Feindbeg\u00fcnstigung\u201c zu drei Jahren Zuchthaus und\nEhrverlust verurteilt. Zun\u00e4chst wurde er ins Arbeitslager Griebow\nverschleppt. W\u00e4hrend eines sp\u00e4teren Transports zum\nKonzentrationslager Halberstadt verlieren sich seine Spuren. Es ist\ndavon auszugehen, dass er diesen Transport nicht \u00fcberlebte. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul K\u00fchne<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kommunist und Verteidiger der\nSpanischen Republik wurde am 16.09.1908 in Nowawes geboren. Eine\nLehre nimmt er in der Lokfabrik von O&amp;K auf. Nach dem Eintritt in\ndie \u201eRote Jungfront\u201c, wird er sp\u00e4ter Zugf\u00fchrer beim RFB und\n1929 Mitglied der KPD. 1933 wird er von den Nazis verhaftet, ins\nGef\u00e4ngnis geworfen und sp\u00e4ter in den Emslandlagern inhaftiert. Nach\nseiner Entlassung 1935 hat er als Taxifahrer eine wichtige Funktion\nbei illegalen Treffen in Potsdam und Umgebung. Um\nseiner Verhaftung zu entgehen flieht er in die \u010cSR, um von dort mit\nfalschem Pass \u00fcber \u00d6sterreich, die Schweiz und Frankreich nach\nSpanien zu gehen. Hier wird er unter anderem als Fahrer eines\nPanzersp\u00e4hwagens in der XV. Internationalen Brigade und sp\u00e4ter als\nChef einer Sanit\u00e4tskraftwagenkolonne eingesetzt. Unmittelbar nach\ndem Krieg ist er in Frankreich interniert und wird 1941 an die\nGestapo ausgeliefert. Nach einer Haftzeit erh\u00e4lt Paul K\u00fchne den\nBefehl zum Dienst in der sogenannten \u201eBew\u00e4hrungseinheit\u201c 999. An\nder Ostfront fehlt seit dem Januar 1945 jegliche Nachricht von ihm<em>.\n<\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reinhold\nKuschel\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nRektor der weltlichen Sammelschule in der Priesterstra\u00dfe wurde am\n04.02.1880 in Nowawes geboren und verstarb am 21.08.1938 in\nWildenbruch. Seit dem 01.04.1907 war er Lehrer in Nowawes und wurde\nam 01.01.1923 zum Rektor der Gemeindeschule V Nowawes ernannt.\nAufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustandes wurde er am\n31.12.1931 in den Ruhestand versetzt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bruno La Grange<\/strong> <em> <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrer wurde am 06.04.1882 geboren und verstarb am 14.06.1932 in Berlin. Nach einer 5j\u00e4hrigen Anstellungszeit an einer Schule in Bornim war er seit dem 01.10.1907 bis zum 31.12.1931 als Lehrer in Nowawes t\u00e4tig. 1921 ist er USPD-Kandidat f\u00fcr Preu\u00dfischen Landtag und 1925 und 1929 wird er f\u00fcr die SPD in die Stadtverordnetenversammlung von Nowawes gew\u00e4hlt. Von Mai 1921 bis zum 14.06.1932 ist er Mitglied bzw. Vertreter im preu\u00dfischen Staatsrates. 1929 wird er zum unbesoldeten Stadtrat gew\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Georg Landahl<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lagerhalter wurde 1919 f\u00fcr die\nUSPD in die Gemeindevertretung Nowawes und in den Jahren 1925 und\n1929 auf der Liste der SPD zum Stadtverordneten gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bruno Lass<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser war nach der Befreiung Betriebsrat bei O&amp;K.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurt Laube<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. Mai 1905 in Rathenow geboren zieht er nach Nowawes und tritt zuerst dem KJVD (Kommunistische Jugendverband Deutschlands) und im Jahr 1930 der KPD bei. Als Mitglied im RFB organisiert er mit der Macht\u00fcbernahme der Nazis 1933 Arbeiterdemonstrationen und arbeitet schlie\u00dflich politisch in Nowawes und Berlin illegal weiter. Nach der Emigration in die \u010cSR meldet er sich freiwillig, um in Spanien gegen die Faschisten zu k\u00e4mpfen. Eingesetzt wird er als Kommissar der 2. Kompanie in einer Batterie im Bataillon \u201eEdgar Andr\u00e9\u201c, welches der XI. Internationalen Brigade zugeordnet ist. Am Ebro trifft er auch auf seine Nowaweser Genossen Walter Junker und Kurt Vogel. Kurt Laube wird nach dem Ende des Krieges unter anderem in Gurs (Frankreich) interniert und durch die Vichy-Regierung an Nazi-Deutschland \u00fcberstellt. In Potsdam wird er zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Zuchthaus in Brandenburg zubringt. Obwohl er in ein Strafbataillon der Wehrmacht zwangsrekrutiert wird, gelingt ihm die Flucht zur amerikanischen Armee. Nach der Befreiung im Jahr 1945 \u00fcbernimmt er politische Funktionen in der KPD, sp\u00e4ter in der SED und in der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes). Ab Februar 1946 leitete er zusammen mit Karl Gadow von der SPD das gemeinsame Organisationsb\u00fcro von SPD und KPD f\u00fcr die Provinz Brandenburg und wird nach Gr\u00fcndung der SED Vorsitzender in Potsdam. Weiterhin arbeitet er als Redakteur der DEFA-Betriebszeitung. Am 18. Oktober 1987 stribt Kurt Laube in Potsdam und wird auf dem Friedhof in der Gro\u00dfbeerenstr. beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Lehnert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Lehnert wurde am 19. September 1906 in geboren und starb am 06.07.1965 in Potsdam. Als Maler arbeitete er bis Ende der zwanziger Jahre in Berlin, Hamburg, Wroclaw (Breslau) sowie in Potsdam. In Nowawes trat er in den Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) ein und wurde Mitglied der KPD. Er war Widerstandsk\u00e4mpfer gegen den Faschismus, die ab 1933 illegal fortgef\u00fchrt wurde. Seine Mitk\u00e4mpfer auf diesem Weg waren unter anderem Walter Junker, Walter Klausch und Albert Klink. Im Jahr 1937 wurde Lehnert verhaftet und wegen \u201eVorbereitung zum Hochverrat\u201c zu 3 \u00bd Jahren Zuchthaus verurteiltet. Die Kerkerhaft verbrachte er im Zuchthaus Luckau. Anschlie\u00dfend wurde er in das KZ Emslandmoor verschleppt. Dennoch sammelte seine Ehefrau, Wally Lehnert, Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung der Interbrigaden, die in Spanien die gew\u00e4hlte Republik gegen die faschistischen Putschisten des Generals Franco verteidigten.  Nach seiner Haftentlassung nahm Alfred Lehnert seine illegale Arbeit wieder auf. Dazu gr\u00fcndete er in Babelsberg eine Widerstandsgruppe mit regem Kontakt \u00fcber Franz Jacob zur zentralen operativen Leitung der KPD sowie zur Leitung der illegalen Bezirksorganisation Berlin-Brandenburg. Die Gruppe stellte Kontakte zu sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern her. Am 24. April 1945 beseitigte die Gruppe die Panzersperren in Drewitz und G\u00fcterfelde. Sein Grabstein befindet sich in der VVN \/ FRI Gedenkreihe auf dem neuen Friedhof Potsdam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wally Lehnert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeiterin wurde am 02.12.1905 in Nowawes geboren und verstarb am 30.12.1977 in Potsdam. In erster Ehe war sie mit dem Kommunisten Kurt Vogel verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ihr Sohn Charlie Vogel. 1932 heiratete sie dann Alfred Lehnert. Der Vater fiel im 1. Weltkrieg Die Mutter wurde 1919 Mitglied der KPD. Sie selbst musste schon als 14-j\u00e4hrige in einer Spinnfabrik arbeiten. 1920 Mitglied des KJVD, 1923 dann der KPD Nowawes , wo sie f\u00fcr Frauenarbeit zust\u00e4ndig und  Zellenkassiererin war. Nach der Macht\u00fcbernahme versteckte sie die Fahne des RFB Potsdam, eingen\u00e4ht in einem Sofakissen und verteilte Flugbl\u00e4tter f\u00fcr die illegale KPD. Obwohl ihr Ehemann, wegen \u201eVorbereitung zum Hochverrat\u201c zu 3 \u00bd Jahren Zuchthaus verurteiltet worden war, sammelte sie Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung der Interbrigaden, die in Spanien die gew\u00e4hlte Republik gegen die faschistischen Putschisten des Generals Franco verteidigten. Sie wurde im Ehrenhain auf dem neuen Friedhof Potsdam beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter Lehnert<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser und Kommunist lebte von 1909 bis 1980. Als Mitglied der KPD betreute er eine Pioniergruppe der Internationale Arbeiterhilfe. 1933 wurde er von den Nazis verhaftet und in der Havelstr. misshandelt. In der Zeit des Faschismus war er in einer illegalen Widerstandsgruppe bei ARADO. Nach der Befreiung wurde er Neulehrer und Leiter der Jungpioniere in Drewitz. Er wurde im Ehrenhain auf dem neuen Friedhof Potsdam beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Prof. Dr. Paul Lensch<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der sozialdemokratische Redakteur und Schriftsteller wurde am\n31.03.1873 in Potsdam geboren und verstarb in Berlin am 18.11.1926.\nBis 1913 arbeitete er bei der Leipziger Volkszeitung und war einer\nder Wortf\u00fchrer der antirevisionistischen Linken in der SPD. 1912 zog\ner f\u00fcr den Wahlkreis Reichenbach in den Reichstag ein. Zun\u00e4chst\nGegner der Bewilligung von Kriegskrediten schwenkte er 1915 um und\nversuchte, die Haltung der Parteimehrheit zum Thema Kriegskredite\nmarxistisch zu begr\u00fcnden. Im gleichen Jahr trat er auf einer\nSPD-Veranstaltung im Singerschen Volksgarten in Nowawes als\nKriegskreditebef\u00fcrworter gegen den SPD-Linken August Enderle auf.\nAls publizistischer Wortf\u00fchrer der Mehrheits-SPD war er in der\nNovemberrevolution wichtiger Kontaktmann zwischen Ebert und der\nmilit\u00e4rischen F\u00fchrung. 1919 zog er f\u00fcr die MSPD in die\nGemeindeversammlung Nowawes ein, nahm aber im gleichen Jahr eine\nau\u00dferordentliche Professur f\u00fcr Geschichte an der Berliner\nUniversit\u00e4t an. Dar\u00fcber hinaus wurde er au\u00dfenpolitischer\nMitarbeiter der rechtskonservativen Deutschen Allgemeinen Zeitung und\nab 1922 deren Chefredakteur. Im gleichen Jahr trat er aus der SPD\naus. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl Liebknecht<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Liebknecht: Z<em>eitungsbericht \u00fcber eine Rede in Nowawes,\n<\/em>[Brandenburger Zeitung Nr. 52 vom 2. M\u00e4rz 1910.] \u201eZu einer\neindrucksvollen Kundgebung gegen die preu\u00dfische Reaktion gestaltete\nsich eine in voriger Woche im Singerschen Lokal in Nowawes\nabgehaltene Volksversammlung, in welcher der Landtagsabgeordnete\nGenosse Dr. Karl Liebknecht \u00fcber das Thema \u201ePreu\u00dfen-Deutschlands\npolitische Lage&#8220; referierte. Schon lange vor Beginn der\nVersammlung war der ger\u00e4umige Saal bis auf den letzten Platz\ngef\u00fcllt. Um den immer noch heranr\u00fcckenden Scharen Einlass zu\nverschaffen, mussten Tische und St\u00fchle entfernt werden. Genosse\nLiebknecht sprach vor zirka 2000 Personen, M\u00e4nnern und Frauen, oft\nvon lebhaftem Beifall unterbrochen\u201c.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Franz Litterscheid<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 9.10.1873 in K\u00f6ln geborene Sozialdemokrat war Zweiter B\u00fcrgermeister von Nowawes. Nach einem Jura-Studium in Bonn l\u00e4sst er sich als Rechtsanwalt in Berlin nieder. 1911 heiratet er die Malerin Margarete Loeser, die aus einer Berliner j\u00fcdischen b\u00fcrgerlich-liberalen Bankiersfamilie stammt. 1912 wird der Sohn Hans-Wolfgang geboren und evangelisch getauft. 1919 tritt er der SPD bei. Im 1. Weltkrieg wird er eingezogen und wirkt als Kriegsgerichtsrat. Auch das eiserne Kreuz wird ihm verliehen. Am 22.5.1922 beschlie\u00dft die Gemeindevertretung Nowawes, den Sozialdemokraten als Sch\u00f6ffen und Syndikus der Gemeinde zu bestellen. Seine Kandidatur wird von den Ebert-Sozialdemokraten unterst\u00fctzt, jedoch von vielen USPD-Gemeindevertetern abgelehnt, da er nicht \u201elinks genug sei.\u201c Mit der Stadtwerdung von Nowawes 1925 wird er dann zum Zweiten B\u00fcrgermsiter der Stadt gew\u00e4hlt. Er beleibt in Berlin wohnen und \u00fcbt seine st\u00e4dtisches Amt eher \u201eunpolitisch\u201c aus und daher kommt es auch zeitweilig zu Auseinadersetzungen mit der SPD-Fraktion, aber insbesonder mit kommunistischen Stadtverordneten. Im Januar und Februar 1933 vertritt er den erkrankten Ersten B\u00fcrgermeister, Walter Rosenthal. Nach den \u201eKommunalwahlen\u201c im M\u00e4rz 1933 wird er umgehend beurlaubt und am 27.6.1933 in Anwendung des \u201eGesetzes zur Widerherstellung des Berufsbeamtentums\u201c aus dem Magitrat der Stadt Nowawes fristlos eintlassen, \u201eda er nicht die Gew\u00e4hr bieten w\u00fcrde aufgrund seiner bisherigen politischen T\u00e4tigkeit r\u00fcckhaltlos f\u00fcr den nationalen Staat einzutreten.\u201c Er zeiht sich nach Berlin zur\u00fcck und verstibt am 16.4.1949 in einer Dahlemer Klinik.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em>, weitere <em>Recherche: Uwe Klett<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Franz L\u00f6we<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Nowaweser Transportarbeiter und Kommunist wird am 03.01.1905 geboren und stirbt am 09.02.1963. Am 15.12. 1932 wird er zusammen mit sieben weiteren Kommunisten der Gruppe &#8222;Einheit&#8220; in der Wohnung von Otto Deinert festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen unter neuem Namen die T\u00e4tigkeit des 1929 verbotenen RFB fortzusetzen und eine R\u00e4terepublik nach sowjetischen Muster zu errichten. Am 22. Oktober 1933 werden sie zu 14 bzw. 16 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. Er wird 1963 in der VVN \/ FRI Reihe auf dem neuen Friedhof Potsdam bestattet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdam andere Seiten &#8211; Die Linke Monatszeitschrift f\u00fcr die Landeshauptstadt, Nr. 10, 9. Jahrgang, Oktober 2013<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto Machate<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zimmermann wurde 1925 als\nStadtverordneter und Mitglied des Kreistages Teltow f\u00fcr die KPD\ngew\u00e4hlt. 1933 wurde er dann Stadtverordneter und Kandidat zur\nKreistagswahl f\u00fcr die SPD. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann Maa\u00df<\/strong>\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 23.10.1897 in Bromberg geborene\nSozialdemokrat war 1924 &#8211; 1933 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des\nReichsausschusses der deutschen Jugendverb\u00e4nde und Chefredakteur der\nMonatszeitschrift \u201eDas Junge Deutschland\u201c. Seit 1928 lebte Maa\u00df\nmit seiner Frau, den 6 Kindern und den Schwiegereltern in Nowawes.\nNoch im April 1933 hielt er in Nowawes die Festrede bei der letzten\nJugendweihe im Park Babelsberg. Im Zusammenhang mit\ndem Hitler-Attentat verhaftet am 08.08.1944.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gustav Mauritz<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schumacher wird am 04.10.1887 in K\u00f6nigsberg geboren und verstirbt am 14.03.1965. 1907 tritt er in die SPD ein. 1908 zieht er nach Nowawes und arbeitet bei Haase &amp; Ru\u00df, wo er auch Betriebsratsvorsitzender wird. \u00dcber die USPD wird er 1920 mit ihrem linken Fl\u00fcgel KPD Mitglied. F\u00fcr die nunmehrige VKPD war er 1921 Mitglied im Preu\u00dfischen Landtag. Als Gegner der Fischer-Maslow-Linie entfremdet er sich von der Partei und zahlt auch keine Beitr\u00e4ge mehr. 1928 \u2013 1944 arbeitetet er als selbstst\u00e4ndiger Schumacher. 1932 heiratet er Maria Klose. 1934 wird er vom Bauunternehmer Kl\u00e4ger denunziert, bleibt aber im Kreuzverh\u00f6hr standhaft. Im Rahmen der \u201eGewitteraktion\u201c der Nazis wird er 1944 f\u00fcr 3 Monate ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Im Mai 1945 bildete er mit anderen Mitgliedern von KPD und SPD einen \u201eRevolution\u00e4ren Vollzugsausschuss\u201c in Babelsberg und war dann vom 01.08.1945 bis 15.06.1948 B\u00fcrgermeister in Babelsberg. Nach seinem Tod wird er auf dem Goethefriedhof beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nBrandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi Marquardt<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der am 21.09.1883 in Berlin geborene Kuferschmied war Mitglied der SPD in Nowawes. Am 02.12.1937 festgenommen wegen hochverr\u00e4tischer T\u00e4tigkeit in den Jahren 1935 und 1936.  Sein Sohn <strong>Wilhelm Marquardt<\/strong>, geb. am 14.2.1908 in Berlin war seit 1930 Mitglied der KPD und emigrierte in die CSR. Dort war er f\u00fcr seine Partei illegal als Grenzkurier t\u00e4tig. Bei einem Kuriereinsatz wird er in Chemnitz von der Gestapo verhaftet und stirbt nach Folter am 6.6.1938 im Gestapogef\u00e4ngnis in Chemnitz.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Standesamt Chemnitz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ewald Messerschmidt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Betreiber eines Fuhrgesch\u00e4ftes wurde 1929 Stadtverordneter f\u00fcr die KPD in Nowawes. Gleichzeitig war er Chorleiter bei den Naturfreunden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilhelm Mieles\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat wurde 1884 in\nLuckenwalde geboren und war Gesch\u00e4ftsstellenleiter des DMV in\nNowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Heiko Tammena, &#8222;Unser sch\u00f6nes rotes Luckenwalde&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann Moritz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bootsbauer wird am 10.09.1875 in Caputh geboren. Er tritt der SPD bei und arbeitet 1939 \u2013 1942 in einer illegalen Widerstandsgruppe in den ARADO-Werken in Nowawes mit. Von seinem Chef denunziert, wird er im Mai 1942 verhaftet und wegen F\u00fchrung einer illegalen kommunistischen Zelle und Wehrkraftzersetzung zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bis zur Befreiung am 12.04.1945 ist er in Luckau inhaftiert<em><strong>.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna M\u00fcller, geb. Mein<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeindepolitikerin wird am 02.07.1883 in Neuendorf in einer Weberfamilie geboren. 1905 heiratet sie den Arbeiter Willy M\u00fcller, mit dem sie 3 Kinder hat und 1912 zusammen in die SPD eintritt. 1915 f\u00e4llt ihr mann im Krieg. Sie tritt zur USPD \u00fcber und dann zur KPD. 1920 wird sie f\u00fcr die KPD Gemeindevertreterin, sp\u00e4ter Stadtverordnete. 1928 muss sie krankheitsbedingt ihr Mandat niederlegen. Nach 1933 arbeitet sie illegal f\u00fcr die Rote Hilfe und beteiligt sich nach der Befreiung beim Aufbau der KPD und SED.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gertrud M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zustellerin wird am 20.10.1904 in Potsdam geboren. 1924 tritt sie in den KJVD und 1930 in die KPD ein. Ein Jahr sp\u00e4ter heiratet sie den Schumacher Rudolf M\u00fcller. Auf ihrer Schreibmaschine in der Laubenkolonie Naturfreunde wurden illegale Flugbl\u00e4tter geschrieben. Nach der Befreiung beteiligt sie sich am Aufbau der KPD und SED.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rudolf M\u00fcller<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schuhmacher wurde am 31.08.1909 in\nNowawes als Sohn von Anna M\u00fcller geboren. Als Mitglied des illegalen\nRFB und KJVD wird er 1933 verhaftet und f\u00fcr 6 Monate ins KZ\nOranienburg verschleppt. 1937 wird er wegen illegaler T\u00e4tigkeit\nerneut verhaftet. Sowohl seine Frau als auch seine Geschwister waren\nKommunisten. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl Nerlich<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher war im November 1918 Mitglied der revolution\u00e4ren Obleute bei O&amp;K. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werner\nNerlich<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maler wird am 03.07.1915 in Nowawes geboren und verstirbt am 15.09.1999 in Potsdam. Als Sohn eines Malermeisters wird er 1939 in die Wehrmacht eingezogen und l\u00e4uft am 02.01.1943 zur Roten Armee \u00fcber. Seit Juli 1944 ist er Frontbeauftragter des NKFD an der 1. Belorussischen Front, mit deren Truppen er im April 1945 auch in Babelsberg kampflos einzieht. 1947-1973 ist Leiter bzw. Direktor der Landesmalschule Potsdam, der Fachschule f\u00fcr angewandte Kunst Potsdam und der Fachschule f\u00fcr Werbung und Gestaltung Berlin. 1965 wird er zum Professor berufen und 1970 Ehrenb\u00fcrger von Potsdam. Er ist auf dem Goethefriedhof bestattet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arno Neumann <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Architekt und Sohn von Paul Neumann\nwurde am 11.02.1892 in Nowawes geboren. Nach dem Schulbesuch\nstudierte er an der Technischen Universit\u00e4t Berlin. 1918 heiratete\ner. Zusammen mit anderen Arbeitern besetzte\ner am 09.11.1918 das Rathaus und wurde Mitglied des Arbeiter- und\nSoldatenrates Nowawes. 1919 wurde er USPD-Gemeindevertreter. Mit\nseinem Vater organisierte er im M\u00e4rz 1920 in Nowawes den Widerstand\ngegen den Kapp-Putsch, der die Errichtung einer Milit\u00e4rdiktatur in\nDeutschland zum Ziel hatte. In den 1920er Jahren er\u00f6ffnete\nArno Neumann in Nowawes ein Architekturb\u00fcro und baute vor allem in\nStahnsdorf und Umgebung zahlreiche H\u00e4user. Da er den Beitritt zur\nNSDAP verweigerte, wurde ihm nach 1933 die Lizenz entzogen; er fand\ndann eine Anstellung in einem Gemeinschaftsb\u00fcro in Berlin. In all\nseinen Lebensstationen blieb Neumann seinen \u00dcberzeugungen treu.\n\u201eEiner meiner Onkel, der Jude war, wurde aus dem KZ mit der Auflage\nentlassen, innerhalb von 24 Stunden Deutschland zu verlassen\u201c,\nberichtet Eva-Maria Berger. \u201eMit einem geliehenen Auto brachte ihn\nmein Vater sofort an die K\u00fcste, wo er noch rechtzeitig ein Schiff\nnach England erreichte.\u201c Als sich\ndie Rote Armee im April 1945 Babelsberg n\u00e4herten, \u201eging mein Vater\nzu den im Wald verschanzten Volkssturmm\u00e4nnern und bewog sie dazu,\ndie Waffen niederzulegen\u201c. Als Sozialdemokrat wurde er nach der\nBefreiung Dezernent f\u00fcr Wiederaufbau und erster Stadtbaurat Potsdams\nnach dem Kriege. Am 3. August 1946 wurde er auf der Langen Br\u00fccke\nvon sowjetischen Posten erschossen. Eva Maria Berger, die\ndamals 21 Jahre alt war, schildert die Vorg\u00e4nge in der Todesnacht:\n\u201eAls wir in gem\u00e4\u00dfigtem Tempo \u00fcber die Lange Br\u00fccke fuhren,\nschossen russische Soldaten, ohne Stoppzeichen mit ihrer roten Fahne\nzu geben, gezielt auf uns&#8230; Ich schrie wie am Spie\u00df, und schon war\nein Russe am Wagen &#8230; und fragte, ob einer von uns fahren k\u00f6nnte\n&#8230; Mein Vater wurde auf den Beifahrersitz gezogen und wir sollten\nschnellstens verschwinden, denn die Russen f\u00fcrchteten einen\nMenschenauflauf.\u201c Stadtkommandant Werin soll schockiert gewesen\nsein, als er von der Erschie\u00dfung des Stadtbaurats auf der Langen\nBr\u00fccke erfuhr. Er versuchte sich bei der Familie Neumann zu\nentschuldigen und teilte mit, dass die an der Schie\u00dferei beteiligten\nSoldaten exekutiert worden seien. Arno Neumann wurde im Bauhof an der\nPriesterstra\u00dfe (heute Henning-von-Tresckow-Stra\u00dfe) aufgebahrt, den\ner 1945 aus Handwerkern und K\u00fcnstlern aufgebaut hatte. Von dort ging\nder Trauerzug zum Goethefriedhof nach Babelsberg. \u201eEr war so lang,\ndass er geteilt wurde und sich die Babelsberger erst am so genannten\n\u00dcbergang anschlie\u00dfen durften\u201c, erinnert sich Eva-Maria Berger.  \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: PNN, 31.7.2007<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Neumann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Am 20.07.1865 in Nowawes in einer\nWeberfamilie geboren, selbst Webermeister, tritt er schon fr\u00fch der\nSPD bei. 1898 bis 1917 Mitarbeiter der SPD-Zeitung \u201eVorw\u00e4rts\u201c.\n1917 tritt er der USPD bei und besetzte\nam 09.11.1918 das Rathaus. Erst Mitglied des Arbeiter- und\nSoldatenrates in Nowawes, dann seit 1917 kommissarischer\nGemeindevorsteher, \u00fcbte er dieses Amt nach einer Wahl bis\n1921 aus. Neumann, dessen Sohn Arno der erste Potsdamer Stadtbaurat\nnach dem Zweiten Weltkrieg war, soll sich sehr um die sozialen\nBelange der Einwohner gek\u00fcmmert haben. 1920 organisierte Paul\nNeumann in Nowawes den Widerstand gegen die Putschisten und ebnete\nden Weg daf\u00fcr, dass sich Nowaweser Betriebe dem Generalstreik\nanschlossen. Unter Neumanns \u00c4gide konnten Fl\u00e4chen der \u201eGro\u00dfen\nSandscholle\u201c f\u00fcr kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbauten\nerworben werden. Doch den Erfolg seiner wohnungspolitischen\nBem\u00fchungen erlebte Neumann selbst nicht mehr. Er starb im Jahr 1923\n\u2013 f\u00fcnf Jahre vor der Gr\u00fcndung der Gemeinn\u00fctzigen\nWohnungsbaugenossenschaft zu Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: PNN, 20.7.2015<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Neumann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Metallarbeiter wurde am 07. Februar\n1888 in Berlin geboren. Als Mitglied des SPD-Vorstandes in Nowawes\ngeh\u00f6rte er 1917 zu jenen Sozialdemokraten, die zur USPD wechselten.\nPaul Neumann, der auch im Kreis der Revolution\u00e4ren Obleute\nmitarbeitete, nahm im Dezember 1918 als Delegierter f\u00fcr den\nWahlbezirk Berlin am 1.Reichsr\u00e4tekongre\u00df der Arbeiter- und\nSoldatenr\u00e4te teil. Ende 1920 wurde er Mitglied der VKPD, kam\nhauptamtlich als Sekret\u00e4r in die KPD-BL Berlin-Brandenburg. Im\nFebruar 1921 wurde Paul Neumann in den Preu\u00dfischen Landtag gew\u00e4hlt,\nin dem er bis 1925 blieb. Er verlie\u00df bereits 1922 die KPD und trat\nder KAG bei, mit der er zur USPD zur\u00fcckkehrte. Sein weiterer\nLebensweg konnte nicht exakt ermittelt werden, Paul Neumann soll bald\nnach Errichtung der NS-Diktatur einem Unfall zum Opfer gefallen sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Bundesarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friedrich \u201eFritz\u201c Nieruch\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tischler wurde am 16.06.1905 geboren und verstarb am 11.02.1978. 1929 trat er in die KPD ein und wurde zugleich Vorsitzender der Liga f\u00fcr Mutterschutz in Nowawes. Ab 1930 engagierte er sich RGO bei Tera-Film in Marienfelde. Nach der Befreiung wirke er bei der Gr\u00fcndung der SED in Babelsberg mit.  Er wird 1978 auf dem Friedhof an der Gro\u00dfbeerenstr. bestattet. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto\nOerlecke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Friedhofsg\u00e4rtner und\nSozialdemokrat rettete den\nKupferstern vom Grab Herbert Ritters vor dem Zugriff der Nazis \u00fcber\nden Krieg hinweg. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gerhard Opitz<\/strong>\t\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Er betrieb in der Lindenstr. eine\nDrogerie, die in der Zeit des Faschismus Anlauf- und Verteilstelle\nf\u00fcr illegales Material und Sachspenden des kommunistischen\nUntergrundes in Nowawes war. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dietrich Osmer<\/strong>\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat wurde am 18.01.1883\nin Bremen-Hastedt geboren und verstarb am 09.03.1944 in Bremen-Lesum.\n1915 war er Delegierter des Ordentlichen Verbandstages des DMV, deren\nVerwaltungsstelle er in Nowawes f\u00fchrte. 1918 wurde er\nArbeitsamtsvorsteher in Nowawes und ein Jahr sp\u00e4ter gw\u00e4hlter\nGemeindevertreter. 1921 \u2013 1928 war\ner dann Oberb\u00fcrgermeister von Herford.\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter Paul<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der gelernte Schneider wurde 1901 in\nWestpreu\u00dfen geboren. 1924 trat er der KPD bei und wurde nach der\nBefreiung von der SMAD als Bezirksb\u00fcrgermeister von Babelsberg\neingesetzt. Paul schildert dies sp\u00e4ter so: \u201e\u2026 als mich bald nach\nder Befreiung der Sowjet-Kommandant von Babelsberg, zu sich\nbeorderte. Der Kommandant bl\u00e4tterte in einer dicken Akte, in der die\n&#8222;Kontrzasjedka&#8220; (Abwehr der Roten Armee) gleich nach dem\nEinmarsch die Aussagen der Fremdarbeiter festgehalten hatte. Ich war\nmit vielen von ihnen gut Freund. Meine Wohnung in der Kleiststra\u00dfe\n15 war f\u00fcr sie eine heimliche Herberge. Hier konnten sie kochen,\nbraten, verbotene Briefe schreiben und sich aus D\u00fcnnbier und Brot\nWodka &#8211; Ersatz brauen, um ihren Kummer hinunterzusp\u00fclen. Das hatten\nsie offensichtlich alles dem sowjetischen Abwehrmajor Bogeslawro\nerz\u00e4hlt und mir das h\u00f6chste Lob gespendet. \tDer Kommandant schob\nseine Tellerm\u00fctze ins Genick und radebrechte: &#8222;Du\n\tBurgermastrow.&#8220; Vom 08.07.1945 bis 1950 war er als KPD- bzw.\nSED-Mitglied Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Potsdam. Aus\nunterschiedlichen Gr\u00fcnden gab es in der SED heftige\nAuseinandersetzungen um Paul. Er selbst: \u201cVorsorglich meldete ich\nmich &#8222;krank&#8220;, um die &#8222;Aktion&#8220; in Ruhe abzuwarten.\nDas \u00e4rztliche Attest wurde akzeptiert. Aber auch die b\u00f6seste\nKrankheit geht einmal zu Ende. Ich bin inzwischen von allem geheilt.\nEntlassen habe ich mich selbst aus dem Dienst der Stadt Potsdam &#8211;\ndurch freiwillige R\u00fccktrittserkl\u00e4rung. Dann war es aber auch Zeit,\nnach Westberlin zu fahren.\u201c. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Spiegel, 5.3.1952<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Paulick<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorzeichner in der Lokfabrik von\nO&amp;K wurde noch 1933 als Kommunist zum Stadtverordneten in Nowawes\ngew\u00e4hlt. Nach der faschistischen Macht\u00fcbernahme war er Mitglied der\nillegalen KPD-Gruppe bei O&amp;K.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Pawlowitsch<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher, Gewerkschaftsfunktion\u00e4r\nund Sozialdemokrat wurde am 13.05.1864 in Berlin geboren und verstarb\nam 05.11.1930. 1891 tritt er in den DMV und 1907 in die SPD ein.\nNachdem er den DMV in Solingen geleitet hat, ist er seit 1910\nSekret\u00e4r des DMV Bezirk Brandenburg. 1918 wird er Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer\nder Verwaltungsstelle Nowawes des DMV. In der Novemberrevolution\nMitglied des Arbeiter- und Soldatenrat Nowawes wird er f\u00fcr die SPD\n1919 zum Gemeindevertreter gew\u00e4hlt. Seit 1920 ist er\nBevollm\u00e4chtigter des DMV in Dresden und 1927\nStadtrat in Brandenburg an der Havel. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Piepenburg<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSchlosser wurde 1919 f\u00fcr die USPD in Gemeindevertretung von Nowawes\ngew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Plath <\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maurer und sp\u00e4tere Bauunternehmer\nwurde 1925 und 1929 f\u00fcr die SPD zum\nStadtverordneten von Nowawes gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lukas Plaut<\/strong>\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Astronom wurde am 09.06.1910 in Kumamoto geboren und verstarb am 04.10.1984 in Haren. W\u00e4hrend seiner Forschungen an der Sternwarte Babelsberg war er Helfer bei den Kinderfreunden in Nowawes. Aufgrund seiner j\u00fcdischen Herkunft musste er im April 1933 die Sternwarte verlassen. \u201eUnter den zur Zeit obwaltenden Verh\u00e4ltnissen sehe ich mich gezwungen, Ihnen das von Ihnen bewohnte Zimmer auf der Sternwarte zum 15. April 1933 zu k\u00fcndigen.\u201c Anschlie\u00dfend emigrierte er in die Niederlande. Die dortige Besatzung \u00fcberlebte er teilweise in einem Arbeitslager. Nach der Befreiung wurde er ein bedeutender Astronomieprofessor in den Niederlanden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Albert Preu\u00df<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Albert Preu\u00df ist am 06.09.1910 in Nowawes geboren worden. Als Lackierer war er ab 1926 Mitglied der KPD. Er war Teil einer Widerstandsgruppe, die im April 1945 eine Panzersperre vor Babelsberg beseitigte. Die Rote Armee konnte somit kampflos nach Babelsberg einr\u00fccken. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Helle Sterne in dunkler Nacht<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl Quast\t\t\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nKonrektor der weltlichen Sammelschule in der Priesterstra\u00dfe wurde am\n13.07.1870 in Rathenow geboren und verstarb am 15.12.1932 in Nowawes.\nSeit Oktober 1890 war er Lehrer in Nowawes und wurde am 01.10.1925\nzum Konrektor der Gemeindeschule V Nowawes ernannt. Aufgrund eines\nSchlaganfalls wurde er am 01.05.1929 in den Ruhestand versetzt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Martin Raschke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Teil einer Widerstandsgruppe und Mitglied der KPD, die im April 1945 eine Panzersperre vor Babelsberg beseitigte. Die Rote Armee konnte somit kampflos nach Babelsberg einr\u00fccken. In einer anderen Quelle (<em>Helle Sterne in dunkler Nacht<\/em>) &nbsp;hei\u00dft es, Martin Raschke sei Mitglied der NSDAP gewesen und Kfz-Werkstattbesitzer. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Geschichte der Landesparteiorganisation Brandenburg der SED<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anni Rehdorf\t\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Heizkissenn\u00e4herin und Frau von\nBruno Rehdorf war Helferin bei den Kinderfreunden Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bruno Rehdorf <\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mechaniker und Sozialdemokrat wurde am 28.01.1905 geboren und verstarb am 09.12.1973. Seit 1931 nahm er an gemeinsame Beratungen von SPD- und KPD-Vertretern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der im Blumenweg teil. Mit 28 Jahren wurde er noch 1933 als SPD-Stadtverordneter gew\u00e4hlt und war auch SPD-Kandidat zur Kreistagswahl. Im Widerstand trat er f\u00fcr Aktionseinheit mit Kommunisten ein. Nach der Befreiung bildete er mit anderen Antifaschisten im Mai 1945 einen \u201eRevolution\u00e4ren Vollzugsausschuss\u201c aus KPD und  SPD, wurde 1946 Co-Vorsitzender der SED Babelsberg und Sozialamtsleiter des Rates der Stadt Potsdam.  Er stirbt im Jahr 1973 und wird auf dem Friedhof an der Gro\u00dfbeerenstr. beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oskar Reipert\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nWeber besetzte am 09.11.1918 mit anderen Arbeitern das Rathaus in\nNowawes und wurde 1919 f\u00fcr die USPD als Gemeindevertreter gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Elfriede Remin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie betreute eine Gruppe des\nJung-Spartakus-Bundes in Nowawes. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Rote Wimpel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flora und Wilhelm\nRibbeck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beide waren seit 1931 bis 1933 im\nVorstand des ASB \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c als 1. Schriftf\u00fchrerin\nbzw. als Kassierer und Materialverwalter t\u00e4tig. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Albert Richter\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSozialdemokrat und Schlosser in der Lokfabrik von O&amp;K wird noch\n1916 Mitglied im neuen oppositionellen SPD-Ortsvorstand und 1917\neiner Spartakusgruppe bei O&amp;K. Er\tbrachte Spartakusbriefe von\nBerlin nach Nowawes und war Mitorganisator der Streiks bei O&amp;K im\nApril 1917 und Januar 1918. Im November 1918 wird er Mitglied der\nrevolution\u00e4ren Obleute im bei O&amp;K. Im Herbst 1944 geh\u00f6rt er\neiner illegalen NKFD-Gruppe an. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Richter\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er\nwurde am 27.04.1887 in Potsdam geboren und verstarb am\n11.05.1946. Von 01.01.1932 \u2013\n31.10.1933 war er Direktor der weltlichen Sammelschule Nowawes in der\ndamaligen Priesterstra\u00dfe. Erst Mitglied der DDP trat er der SPD und\ndem Reichsbanner bei. Dar\u00fcber hinaus war er Leiter des SPD-nahen\nRepublikanischen Lehrerbundes in Potsdam, was ihm sp\u00e4ter die Nazis\nzum Vorwurf machten. Daher wurde er am 26.04.1933 fristlos entlassen\nund zog dann nach Berlin. Immer wieder bem\u00fchte er sich um eine\nLehreranstellung, was ihn erst ab 1941 in R\u00e4del und Lehnin gelang.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herbert Ritter<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Jungkommunist wurde am 27.04.1914 in Nowawes geboren. Sein Vater war Kutscher, sp\u00e4ter Kohlearbeiter und seine Mutter Hausfrau. Er war das dritte Kind der Familie. Ritter besuchte die Volksschule und begann im Jahr 1929 eine Schmiedelehre. 1930 trat er mit 16 Jahren in den KJVD ein. Am 12. November 1931 kam Herbert Ritter von einer Veranstaltung der Jungkommunisten. Auf dem Heimweg wurde er von G\u00fcnter G\u00fcstrau auf dem Friedrich-Kirch-Platz niedergeschossen. Herbert verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Am 19. November 1931 wurde Herbert Ritter auf dem Friedhof in der Gro\u00dfbeerenstra\u00dfe beigesetzt. Trotz Verbotes kamen hunderte Arbeiter zu seiner Beisetzung. An seinem Grab von Herbert Ritter sprach unter anderem der damalige Vorsitzende des KJVD, Artur Becker, \u00fcber die notwendige Einheit der Arbeiterklasse zur Abwendung der faschistischen Gefahr. Auch Paul Bube von der SAJ und Reichsbanner sprachen. Die Ortsgruppen der KPD und des KJVD sammelten Geld f\u00fchren einen Grabstein. Die Beerdigungskosten \u00fcbernahm auf Antrag der kommunistischen Fraktion die Stadt Nowawes. Anfang 1933 \u2013 nach der Machtergreifung Hitlers \u2013 wurde das Grab Herbert Ritters von den Faschisten gesch\u00e4ndet und der Grabstein zerst\u00f6rt. Der Kupferstern wurde von den damaligen Verwaltern des Friedhofs &#8211; der sozialdemokratischen Familie Oerlecke &#8211; \u00fcber den Krieg hinweggerettet.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Ritzenfeldt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrer wurde am\n05.06.1877 geboren und war Konrektor der Sammelschule Nowawes. Am\n27.04.1933 fristlos entlassen, warf man ihm vor als \u00fcberzeugter\nPazifist von SPD und KPD als Konrektor \u201ebevorzugt\u201c worden zu\nsein. Nach seiner Versicherung, mit der \u201eMarxistischen Ideologie\ngebrochen zu haben\u201c, war er bis 1944 noch im Schuldienst t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Albert Rose <\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat und Gewerkschafter\ngeh\u00f6rt zu den bedeutendsten Pers\u00f6nlichkeiten der Nowaweser\nArbeiterbewegung. Er wurde am 08.12.1886 in Elbing geboren und\nerlernet bei Schichau den Beruf eines Kesselschmiedes. 1908 wurde er\nMitglied der SPD und des DMV und begann seine T\u00e4tigkeit bei O&amp;K.\n1919 wurde er zum Betriebsratsvorsitzenden bei O&amp;K gew\u00e4hlt und\nwenig sp\u00e4ter wurde er gar Gesamtbetriebsratsvorsitzender des\nO&amp;K-Konzerns. So war er auch am 05.-07.12.1921 Teilnehmer am 1.\nReichsbetriebsr\u00e4tekongress des O&amp;K-Konzern in Leipzig. 1925 und\n1929 wurde er f\u00fcr die SPD als Stadtverordneter gew\u00e4hlt. Gleichfalls\nwar er Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Teltow. 1928 wird er\nzum Arbeitsamtsdirektor in Teltow berufen. Von den Nazis wird er im\nM\u00e4rz 1933 wegen staatsfeindlicher Gesinnung aus dem Dienstverh\u00e4ltnis\nund am 07.04.1933 fristlos als Arbeitsamtsdirektor entlassen. Da er\nseine gesamte Existenzgrundlage in Nowawes verlor, zog er nach\nBerlin, wo er vom Verkauf von Tabakwaren und als Bilanzbuchhalter\nlebte. Nach der Befreiung wurde er Mitglied der SED,\nArbeitsgerichtsvorsitzender in Potsdam und Vorsitzender der\nGemeindevertretung in Langerwisch. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter\nRosenthal<\/strong> \t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erster B\u00fcrgermeister von Nowawes wurde am 26.09.1885 in Berlin geboren und verstarb in der Potsdamer Bombennacht am 14.04.1945. Nach seiner T\u00e4tigkeit in der Kommunalverwaltung in Niedersch\u00f6nhausen und anschlie\u00dfend beim Magistrat von Berlin, ging er 1914 zur Reichsversicherungsanstalt. Am 16.01.1916 wird er besoldeter Sch\u00f6ffe und Syndikus in Nowawes. Einstimmig w\u00e4hlte am 22.04.1921 die Gemeindevertretung ihn als Mitglied der Deutsche Demokratischen Partei zum Gemeindevorsteher. Nach der Stadtwerdung von Nowawes wird er dann B\u00fcrgermeister. Um dem Begehr zum Ausscheiden der Stadt Nowawes aus dem Landkreis Teltow entgegenzuwirken, beschlie\u00dfen die Stadtverordneten \u2013 gegen die Stimmen der Kommunisten \u2013 den Antrag, dass die Amstbezeichnung \u201eOberb\u00fcrgermeister\u201c verliehen wird. Das Regierungspr\u00e4sidium lehnt dies ab. Am \u201eTag der Arbeit\u201c, dem 01.05.1933 weigert sich Rosenthal, dass Rathaus mit Nazifahnen zu beflaggen, da \u201eer dies nicht befehlen k\u00f6nne\u201c. Diese korrekte Amsf\u00fchrung wird vom SA-Truppf\u00fchrer Jersynski denunziert. Nach dem Verbot der Arbeiterparteien KPD und SPD und Aberkennung ihrer kommunalen Mandate und der Gleichschaltung der anderen politischen Organisationen, beantragt er am 19.10.1933 beim Potsdamer Regierungspr\u00e4sidenten die  Entlassung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann Rottstock<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maurer war Vorsitzender des\nArbeiter-Schachklubs, der sich im Singerschen Volksgarten in der\nPriesterstr. traf. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Rottstock\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tischler und Sozialdemokrat nahm\nseit 1931 an gemeinsamen Beratungen von SPD- und KPD-Vertretern in\nder Wohnung von Max Schr\u00f6der im Blumenweg teil. Noch 1933 wurde er\nf\u00fcr die SPD als Stadtverordneter von Nowawes gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi Rottstock\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Angestellte war Helfer bei der\nNowaweser Kinderfreundegruppe. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Luise\nRudolph, verwitwete Thoma<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nKommunistin, Mutter von Albert Klink, ist Mitglied im\nArbeiter-Samariter-Bund und begleitete daher Demonstrationen der\nArbeiterbewegung in Nowawes. Sie war 1932\nRevisorin beim des ASB \u201eausgeschlossene Gruppe\u201c. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oswald Sachse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Vorsitzender der Gewerkschaft der Buchdrucker im Jahr 1908, die dem Potsdamer Gewerkschaftskartell angeschlossen war, wohnhaft in Nowawes in der Bismarckstr. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Geschichte der Arbeiterbewegung im Reichstagswahlkreis Karl Liebknechts 1871-1917<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna Sand, geb. Reuter<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hebamme und Sozialdemokratin,\nverheiratet mit dem Kupferschmied August Sand, kandidierte bereits\n1919 f\u00fcr die Gemeindevertretung. 1920 wurde sie dann gew\u00e4hlt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Frauenwahllokal<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arthur Sasse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mitbegr\u00fcnder der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Schaffrath<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrer wurde am 09.07.1882 in Nowawes geboren und war seit 1928 Mitglied der SPD und Antimilitarist. Seit dem 01.10.1911 war er im Nowaweser Schulwesen t\u00e4tig, von 1922 bis 1933 als Musiklehrer an der weltlichen Schule. 1933 wird er fristlos entlassen und man n\u00f6tigt ihn, sich von jeglichem Engagement f\u00fcr die SPD und das Reichsbanner zu l\u00f6sen. 1939 trat er aus existentiellen wirtschaftlichen Druck in die NSDAP ein. Nach der Befreiung entschied die Antifaschistische Pr\u00fcfungskommission aufgrund vorliegender B\u00fcrgerschaften, dass er wieder in den Schuldienst eintreten kann. Zu dieser Entscheidung hat auch beigetragen, dass er und seine Frau befreundeten Juden w\u00e4hrend der Verfolgung half und der Frau des fl\u00fcchtigen Kommunisten Fromme 1933 half. Die Kinderlandverschickung seiner Sch\u00fcler nutzte er zur vorsichtigen antifaschistischen Einflussnahme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willi Schildt\t<\/strong>\t\t\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrer wurde am 01.07.1882 in\nNeuhof bei Hagenow geboren. Seit dem 01.04.1910 war  er als Lehrer in\nNowawes t\u00e4tig, in den 20er Jahren an der weltlichen Schule in der\nPriesterstr. 1929 f\u00e4hrt er mit seinen Sch\u00fclern in ein Waldlager,\ndas vom ASB Nowawes betreut wird. Als Sympathisant der SPD und\nReichsbannermitglied wurde er am 27.04.1933 fristlos entlassen. In\nDrewitz findet er dann eine neue Anstellung und versichert, \u201emit\nder SPD gebrochen zu haben\u201c. Sein einziger Sohn f\u00e4llt 1941. 1946\nist er Mitglied der SED und Schulleiter in M\u00e4rtensm\u00fchle bei\nLuckenwalde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adolf Schnell\t\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser und USPD-Mitglied arbeitete seit 1898 bei O&amp;K und verteilte dort am 09.11.1918 Flugbl\u00e4tter.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Elfriede\nSchneemann, geb  Lehnert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00fcrsorgerin wurde am 15.12.1897 in Niemegk geboren und verstarb am 31.03.1982 in Potsdam. 1931 trat sie in die KPD ein und war Kassiererin der Roten Hilfe. 1920 heiratet sie den Nieter der Lokfabrik von O &amp; K, Wilhelm Seiffert. Sie hielt im Auftrage von Kurt Vogel den Kontakt zu Paul K\u00fchne aufrecht und unterst\u00fctze dessen Flucht in die CSR. 1942 fiel ihr Sohn an der Front und 1944 starb ihr Mann. W\u00e4hrend Kurt Vogel 1943 im KZ Buchenwald inhaftiert war, versorgte sie ihn mit Obst, warme W\u00e4sche und Geld. W\u00e4hrend ihrer Arbeit bei bei O&amp;K half sie sowjetischen  Zwangsarbeitern. Nach der Befreiung war sie ehrenamtlich in der Volkssolidarit\u00e4t engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Schneider<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maschinenschlosser wird am\n01.12.1906 in Nowawes geboren. 1927 Mitglied der Rote Hilfe, 1929\ndann in die KPD. Er engagiert sich in der RGO und der Liga f\u00fcr\nMutterschutz. Nach 1933 leitete er zusammen mit Erich Brachwitz und\nHermann Schultze eine illegale KPD Gruppe in Nowawes. Alfred\nSchneider erinnert sich an jene Zeit: \u201cWir sind ungef\u00e4hr 40\nGenossen gewesen, die laufend bis zum Fr\u00fchjahr 1935 \u00fcber mich\nMaterial aus Berlin erhielten, die Gelder sammelten, die ich dort\nabrechnete. Wir klebten handgro\u00dfe gummierte Losungen, sorgten f\u00fcr\ndie richtige politische Information der Genossen und \u00fcbten\nSolidarit\u00e4t mit den Frauen der Verhafteten und den Hinterbliebenen\nder ersten Opfer der Nazis.\u201c Am 31.10.1937 wird er verhaftet und\nwegen Beihilfe zum Hochverrat zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Die\ngeplante \u00dcberweisung ins KZ scheitert an deren \u00dcberf\u00fcllung wegen\nder Judenprogrome. So wird er entlassen und unter Polizeiaufsicht\ngestellt. Nach der Befreiung wird er Org.-Leiter der\nKPD in Babelsberg, wirkt\t1946 im Vorstand der SED Babelsberg mit und\narbeitet 1968 als Stellvertretender Chefredakteur der Lausitzer\nRundschau in Cottbus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Max Schr\u00f6der\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gr\u00fcndungsvorsitzender des Nowaweser Mietervereins wurde am 13.01.1887 in Stralsund geboren. Und war mit der Neuendorferin Marie Baars verheiratet. Der Maler war Sozialdemokrat und zeitweillig auch USPD-Mitglied. Schon 1907 wurde er Gemeindevertreter. 1919, 1925, 1929 und 1933 wurde er wiederholt in die Kommunalvertretung von Nowawes gew\u00e4hlt. In seiner Wohnung im Blumenweg 16 fanden seit 1931 gemeinsame Beratungen von SPD- und KPD-Vertretern statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richard Schulz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Werkzeugmacher, genannt \u201eKommunistenschulze\u201c wurde am 25.06.1899 in Hildesheim geboren und verstarb am 23.06.1979 in Potsdam. Seit dem 25.06.1917 Mitglied im sozialdemokratischen Wahlverein Nowawes, trat er am 11.01.1919 der KPD bei und wurde Mitglied der Zelle 5 in Nowawes. Im M\u00e4rz 1919 wird er in Berlin bei Stra\u00dfenk\u00e4mpfen in der Elbimnger Str. festgenommen. 1920 tritt er den Naturfreunden bei und gr\u00fcndet 1926 den Arbeiter-Esperanto-Vereins in Nowawes. 1927 wird er Vorsitzender der Stadtratsfraktion der KPD in Nowawes und 1929 erneut als Stadtverordneter gew\u00e4hlt. 1931 wird er zu drei Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt, weil zwei Zeugen ausgesagt haben, da\u00df er bei einer Schl\u00e4gerei zwischen Stahlhelm Leuten und denen von der KPD &#8222;zum Steinesammeln und zum Gesang der Internationale&#8220; aufgerufen habe. Seit 1931 nimmt er an gemeinsame Beratungen von SPD- und KPD-Vertretern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der im Blumenweg teil. 1932 erwirbt er eine Parzelle in der Laubenkolonie \u201eNaturfreunde\u201c. F\u00fchrende Kommunisten in Nowawes  wollen ihn wegen Abweichung von der Parteilinie ausschlie\u00dfen. Am 1.3.1933 wird er von den Nazis verhaftet und ins KZ Oranienburg verschleppt. Nach der Entlassung muss er sich regelm\u00e4\u00dfig bei der Polizei melden. 1934 heiratet er die Kommunistin Kremer. Als Werkzeugmacher bei O&amp;K boykottiert er 1934 NSDAP-Geldsammlungen. Ab 1935 arbeitet er bei der Nowaweser Mechanoptik und ist Mitglied einer Antifazelle. 1939, 1940 und 1944 wird er wiederholt verhaftet und inhaftiert. Nach der Befreiung wird er Schuldezernent in der Stadtverwaltung Potsdam. 1948 wird der Kommunist Richard Schulz \u201ewegen trotzkistischer T\u00e4tigkeit\u201c verhaftet, verurteilt und nach Karaganda gebracht. Krank kehrte er nach sechs Jahren zur\u00fcck und k\u00e4mpfte vergebens um seine Rehabilitierung zu Lebzeiten. 1979 wird er auf dem Goethefriedhof bestattet. Auf dem Grabstein ist der gr\u00fcne Esperanto Stern eingemei\u00dfelt und der Spruch: &#8222;Nur tiu estas morta, Kiu estas forgesita &#8211; Nur der ist tot, der vergessen ist&#8220; Erst am 24.03.1990 rehabilitiert ihn die PDS.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Das aufrechte Leben des Genossen Schulz<\/em> und <em>Q: Brandenburgische Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilhelm Schulz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat in Nowawes 1918.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:  Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann\nSchultze<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kupferschmied wurde am 03.01.1909 in Potsdam geboren. Nach einer Lehre bei O &amp; K wurde er arbeitslos. 1929 trat er in die KPD ein, war Mitglied der RGO und des Kampfbundes gegen den Faschismus. Nach der Macht\u00fcbernahme wirkte in der illegalen KPD-Ortsgruppe um Alfred Schneider mit. Am 31.10.1937 wird er wegen Vorbereitung zum Hochverrat verhaftet und zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 13.04.1945 fiel er an der Front.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Karl Schulz<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser wird am 03.07.1870 in Nowawes geboren und verstirbt am 31.12.1953 in Babelsberg. In Nowawes kannte man ihn nur als &#8222;Schmiedeschulz\u201c. Diese Anerkennung verdiente er sich, weil er als Gewerkschaftsfunktion\u00e4r bei Orenstein &amp; Koppel f\u00fcr die Rechte seiner Kollegen eintrat und \u00fcber diesen Betrieb hinaus bekannt wurde. 1901 wurde er Mitglied der SPD. W\u00e4hrend der Novemberrevolution von 1918 war er ein f\u00fchrendes Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Nowawes und wurde von diesem zu der Vollversammlung der Berliner Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te am 10. November 1918 im Zirkus Busch delegiert.  W\u00e4hrend der Zeit der Weimarer Republik leitete Schulz als Stadtrat das Nowaweser Wohnungsamt. Nach dem Sieg \u00fcber den Faschismus 1945 trat er f\u00fcr die Einheit der Arbeiterklasse ein und begr\u00fc\u00dfte, dass mit der Vereinigung der Arbeiterparteien die Lehren aus den Fehlern der Novemberrevolution und des Kampfes gegen den Faschismus gezogen wurden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto Schumann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sattler und Sozialdemokrat war Helfer bei den Kinderfreunden und im Faschismus am illegalen Widerstand beteiligt. Nach der Befreiung wirkte er bei der Gr\u00fcndung der SED in Babelsberg mit.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erna\nSchuster, geb. Kamischke<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p> Die Weberin wurde am 02.06.1909 in Nowawes geboren und verstarb am 31.05.1990 in Potsdam. Als 8j\u00e4hrige ist sie in der Kindergruppe des Arbeiter-Turn- und Sportvereins. Mit 15 Jahren wird sie Weberin bei der Nowaweser Pitsch AG und Mitglied im Textilarbeiterverband. \u00dcber die Naturfreunde und dem Mandolinenbund findet sie den Weg in den KJVD und die Rote Hilfe. Mit ihrem Lebenspartner und KPD-Funktion\u00e4r Stanislaus B\u00f6hme aus Lichterfelde emigriert sie 1934 in die CSR, kehrt aber wieder nach Nowawes zur\u00fcck. 1938 heiratet sie Walter Schuster, der im August 1942 an der Front f\u00e4llt. Ein Jahr sp\u00e4ter wird sie wegen der Sammlung von Lebensmitteln f\u00fcr sowjetische Kriegsgefangene zu einem Monat Haft verurteilt und ins \u201eArbeitserziehungslager Fehrbellin\u201c eingewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rudolf\nSchuster<\/strong>\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schriftsetzer wurde am 26.05.1908 in Nowawes geboren und verstarb am 20.12.1985 in Potsdam. Am 17.11.1933 wurde er verhaftet, da er in seiner Druckerei in der Retzowstr. 10 illegale Materialien f\u00fcr die KPD herstellte. Bis 1935 war daher wegen Vorbereitung zum Hochverrat im Zuchthaus. 1942 heiratete er Margarete Schikowski. 1943 wurde er ins Strafbatallion 999 eingezogen. Rudolf wird nach seinem Tod auf dem Friedhof in der Gro\u00dfbeerenstr. beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl\nSeebergen\t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Der Arbeiter wird am 03.09.1901 in Nowawes geboren. Er ist Mitglied der KPD-Zelle 4 von Nowawes und seit 1929 Stadtverordneter. Weiterhin ist er im RFB und der Roten Hilfe aktiv. Seit 1931 nimmt er an gemeinsame Beratungen von SPD und KPD-Vertetern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der, Blumenweg teil. Um der Verfolgung zu entgehen lebt er 1933 \u2013 35 illegal in Berlin und Leipzig. Nach der Befreiung wirkt er bei der Gr\u00fcndung der SED in Babelsberg mit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christian Seidel<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maschinenarbeiter in der Lokfabrik\nvon O&amp;K war 1917 Mitglied der Spartakusgruppe bei O&amp;K und am\n03.01.1919 in der KPD-Leitung der\nOrtsgruppe, die sich im Arbeiterlokal Pelz in der M\u00fchlenstra\u00dfe\ngr\u00fcndete. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl Siegmund<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser, Mitglied der USPD wurde\nim November 1918 Mitglied der revolution\u00e4ren Obleute bei O&amp;K.\n1920 trat er der KPD bei. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Max Singer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialdemokrat betrieb das bekannte\nArbeiterlokal \u201eVolksgarten\u201c in der Priesterstr. 31. Er\nselbst war Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates Nowawes in der\nNovemberrevolution und seit 1919 bis 1933 Gemeindevertreter bzw.\nStadtverordneter in Nowawes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Skirk<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Unter den h\u00f6heren Verwaltungesbeamten im Rathaus von Nowawes ist er das einzige echte Eigengew\u00e4chs, stammend aus einer Nowaweser Weberfamilie aus der Kreuzstra\u00dfe, dort geboren am 20.12.1878. 1905 heiratet er und die Familie bekommt einen Sohn. Beruflich schl\u00e4gt er in Nowawes eine Verwaltungslaufbahn ein. Im 1. Weltkrieg muss er zum Milit\u00e4r. W\u00e4hrend der Revolution 1918\/1919 am 21.11.1918 in die SPD Friedrich Eberts ein. Schon im Februar 1922 kandiert er f\u00fcr seine Partei zum Kreistag von Teltow, dessen Mitglied er bis 1933 sein wird. Auch dem Reichsbanner \u201eSchwarz-Rot-Gold\u201c und der Arbeiterwohlfahrt f\u00fchlt er sich als Mitglied verpflichtet und das nicht nur durch sein h\u00e4ufiges Auftreten in disen Organisationen mit solzialpolitischen Vortr\u00e4gen und \u2013 Erl\u00e4uterungen. Mit der Stadtwerdung von Nowawes 1925 wird er nicht nur Leiter des Wohlfahrtsamtes sondern auch gew\u00e4hlter Stadtverordneter, unmittelbar darauf gar unbesoldeter Stadtrat f\u00fcr die SPD und damit Magistrat der Stadt. Er wird durch seine Amtsf\u00fchrung zur pr\u00e4genden Gestalt moderner kommunaler Sozialpolitik in Nowawes und durch sein sehr politisches Auftreten im Kreis und in der Stadt zu einem sehr geachteteten aber auch kritisch be\u00e4ugten Amtstr\u00e4ger. Noch im Februar 1933 tritt er \u00f6ffentlich gegen die neue Nazi-Herrschaft auf und kandiert f\u00fcr den Kreistag Teltow. Nach der \u201eKommunalwahl\u201c im M\u00e4rz 1933 wird er unverz\u00fcglich von den Nazis beurlaubt und am 27.7.1933 in Anwendung des \u201eGesetzes zur Widerherstellung des Berufsbeamtentums\u201c fristlos aus der Stadtverwaltung entlassen. Mit dem Verbot der SPD im Juni 1933 verleirt er auch sein Mandat im Kreistag von Teltow. Er zieht von Nowawes nach Stahnsdorf. Nach der Befreiung gr\u00fcndet er dort die SPD neu und stellt sich mit 67 Jahren f\u00fcr den demokratischen Neuaufbau in seiner Gemeinde zur Verf\u00fcgung und wird Stellvertretender Gemeindeb\u00fcrgermeister. Am 19.12.1948 verstirbt er mehrer Kilometer entfernt von seiner bedeutenden Wirkungsst\u00e4tte, dem Rathaus in Nowawes\/Babelsberg.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Recherchen: Uwe Klett<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Alfred\n\u201eFredi\u201c Skrobucha<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>\nDer\nSteinsetzer wurde am 18.09.1909 geboren. Mitglied des RFB wurde er\nwenig sp\u00e4ter auch Mitglied der KPD. Am 12.11.1931 wird er zusammen\nmit Herbert Ritter auf dem Weberplatz angegriffen und verletzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Sommer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gastwirt betrieb in der damaligen Zietenstr. ein Arbeiterlokal, wo sich Mitglieder der USPD trafen.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friedel\nSpringer, geb. Thomas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Aus einer Weberfamilie stammend, wurde sie am 15.04.1894 in Nowawes geboren. Seit 1926 Mitglied der SPD arbeitete sie bis 1933 ehrenamtliche f\u00fcr die AWO. Nach der Befreiung war sie ehrenamtliche Vorsitzende der Volkssolidarit\u00e4t in Potsdam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fritz\nSpringer <\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDer Sozialdemokrat wurde am\n23.01.1897 in Postnicken\/Ostpreu\u00dfen (heute Saliwnoje) geboren. Am\n01.01.1919 tritt er in die SPD, sp\u00e4ter auch in Reichsbanner und in\nden Verein der Arbeiter-Presse. 1922 gr\u00fcndet er eine SPD-Ortsgruppe\nin Neubabelsberg. In Nowawes wirkt er las Gemeindevertreter. 1928\nwird er Leiter der Nowaweser Filiale des Potsdamer Volksblattes bis\nzu seiner Verhaftung am 02.05.1933. Seit 1931 nimmt er an gemeinsamen\nBeratungen von SPD und KPD-Vertetern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der,\nBlumenweg teil und trat f\u00fcr Aktionseinheit mit Kommunisten im\nWiderstand ein. Er ist Leiter des Arbeiter-Sport- und Kulturkartells\nNowawes und Technischer Leiter des Reichsbanners. Schon am 07.05.1945\nbeginnt er im Rathaus Babelsberg mit dem Aufbau einer neuen Polizei\nund Feuerwehr. Er wirkt er bei der Gr\u00fcndung der SED in Babelsberg\nmit, ist neben Kurt Laube Ko-Vorsitzender der Partei in Potsdam und\n1946 \u2013 50 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Ab dem\n01.03.1947 ist er Leiter des B\u00fcros des Landtags. 1950 wird er zum\nVorsitzenden des Aufsichtsrates der Konsumgenossenschaft Potsdam\ngew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nBrandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fritz Stirnemann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anschl\u00e4ger und Sozialdemokrat kandidierte 1904 vergeblich f\u00fcr die Gemeindewahlen in Neuendorf. <\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Willi Szameit\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>\nDer Lehrer wurde am 03.06.1899\nin Berlin geboren 1920 Lehrer an der Nowaweser Gemeindeschule V\nwechselte er am 01.04.1928 an die weltliche Sammelschule. Vom Mai\n1929 bis November 1930 war er Mitglied der SPD. Am 27.04.1933 wird er\nfristlos entlassen. Nach seiner Versicherung, mit der SPD gebrochen\nzu haben, ist er weiter als Lehrer t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<em>Q: Brandenburgisches\nLandeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurt T\u00e4nzler<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mitbegr\u00fcnder der KPD-Ortsgruppe in Nowawes am 03.01.1919 im Lokal Hiemke.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:  Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Otto Thiele <\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dreher wird am 22.02.1892  geboren\nund tritt 1906\nin die Gewerkschaft ein. 1908 \u2013 1918 ist er Mitglied der SPD und\nw\u00e4hrend seines Milit\u00e4rdienstes Heizer bei der Flotte. 1918 wird er\nMitglied des Spartakusbundes und der USPD, 1920 tritt er mit der\nlinken Mehrheit zur KPD \u00fcber und wird dort Zellenleiter und Mitglied\nder Unterbezirksleitung. 1924 wird er zum\nGemeindevertreter und 1925 und 1929 zum Stadtverordneten f\u00fcr die KPD\nin Nowawes gew\u00e4hlt. 1930\ntritt er aus der \u201ereformistischen\u201c Gewerkschaft aus und in die\nRGO ein. Er ist Mitglied im RFB und in der und in der IRH.\nVerheiratet mit Else Thiele hat er 5 Kinder. Wegen der erdr\u00fcckender\nArbeitslosigkeit geht er im April 1931 in die Sowjetunion als Dreher\nin den Moskauer Betrieb \u201e Elektrozavod\u201c und wird auch\nAbgeordneter des Moskauer Stadtsowjets. Aufgrund eines schweren\nSchicksalsschlages\n\u2013 seine Tochter Charlotte stirbt an einer Gasvergiftung \u2013 kehrt\ndie Familie im November 1935 nach Deutschland zur\u00fcck. Als\nstadtbekannter Kommunist muss er sich dann immer bei der Polizei\nmelden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nLuise Lunow, Auch eine Rose hat noch Kraft <\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Emil Treptow\t\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fr\u00e4ser war w\u00e4hrend der Oktoberevolution Vorsitzender der revolution\u00e4ren Obleuten bei O&amp;K. Am 09.11.1918 besetzte er mit anderen Arbeitern das Rathaus Nowawes. F\u00fcr die USPD wurde er 1919 Gemeindevertreter. 1920 trat er dann der KPD bei.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Ulrich <\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Buchdrucker arbeitete bei der\n\u201eRoten Fahne\u201c in Berlin. Als Mitglied der USPD ging er mit deren\nMehrheit 1920 zur KPD. Auf Beschluss der Bezirksleitung\nBerlin-Brandenburg war er seit 1931 Politischer Leiter der Nowaweser\nKPD und geh\u00f6rte der Zelle 6 rund um die Gartenstra\u00dfe an. Dabei gab\nes auch inhaltliche Auseinandersetzungen wegen subjektivistischen und\nfraktionellen Tendenzen mit dem Berliner KPD-Instrukteur, Stanislaus\nB\u00f6hme. Seit 1931\nnahm er an gemeinsame Beratungen von SPD und KPD-Vertetern in der\nWohnung von Max Schr\u00f6der teil Noch 1933 war er\nKPD-Kandidat zur Kreistagswahl. Nach der Befreiung wirkte er bei der\nGr\u00fcndung der SED in Babelsberg mit.<em>\n<\/em>\n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nBrandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hans Ullrich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er war um 1919 in der USPD in Nowawes organisiert und eine leitende Person. Er geh\u00f6rte zum linken Fl\u00fcgel.<\/p>\n\n\n\n<p> Q: <em>Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gertrud Vanicek (verh. Henkel) <\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Die Expedientin und Sozialdemokratin\nwar von 1929 bis 1933 Stadtverordnete und leitete\ndie  Nowaweser Kinderfreundegruppe. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Frauenwahllokal<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Charlie Vogel\t\t\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sohn von Wally Lehnert und Stiefsohn von Alfred Lehnert beseitigt mit anderen Antifaschisten als 15j\u00e4hriger am 24.04.1945 Panzersperren in Drewitz und G\u00fcterfelde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurt Vogel<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rohrschlosser wurde am 03.02.1910 Potsdam geboren und verstarb dort am 20.04.1995. In den Waffenwerken Spandau lernt er den Beruf des Rohrschlosser und wann dann zeitweise auch bei O &amp; K t\u00e4tig. 1926 trat er in den KJVD und die Rote Jungfront, sp\u00e4ter auch in den RFB und die KPD ein. In Nowawes war er der Vorsitzender der Roten Hilfe. 1931 besucht er die KPD-Bezirksschule in Zepernick. 1932 wird er wegen der illegaler RFB-T\u00e4tigkeit verhaftet und am 6.4.1933 zu einem Jahr und 2 Wochen Gef\u00e4ngnis verurteilt. Bis zum 23.09.1935 wird er von den Nazis im KZ Lichtenburg in \u201eSchutzhaft\u201c genommen. Wieder frei versucht er  Kontakt zum kommunistischen Widerstand, so zu Paul K\u00fchne, zu bekommen. Mit dessen Hilfe fl\u00fcchtet er 1936 in die \u010cSR und folgt dem antifaschistischen Kampf im November 1936 nach Spanien. Kurt Vogel, auch bekannt unter dem Namen \u201eRoter Waffenmeister\u201c, vollzieht seinen Dienst in der XI. Internationalen Brigade als Kapit\u00e4n und Operationschef in verschiedenen Bataillonen. Bei seinen Diensten an den unterschiedlichen Fronten wird er mehrmals verwundet. 1939 in mehrere Internierungslager wird er 1941 an Deutschland ausgeliefert und zu einer Haftzeit im Zuchthaus Brandenburg verurteilt. 1943 wird er dann ins KZ Buchenwald \u00fcberstellt. Nach der Befreiung wird er Polizeipr\u00e4sident, studiert in der UdSSR und dient als Generalmajor bei der KVP. Er wird im Ehrenhain auf den neuen Freidhof Potsdam beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernst Wache  <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Polizeihauptwachmeister und Sozialdemokrat wird am 27.3.1897 in Stolzenau geboren und verstirbt 1954 in West-Berlin. 1915 Kriegsfreiwilliger mit 18 Jahren tritt er 1923 in die SPD ein. Er wird in Nowawes Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion in der SVV.  1932 nimmt er an gemeinsame Beratungen von SPD- und KPD-Vertretern in der Wohnung von Max Schr\u00f6der, Blumenweg teil. Noch 1933 wird er als Stadtverordneter gew\u00e4hlt. Im Oktober 1933 wird er aus dem Polizeidienst entlassen und zieht nach Prenzlauer Berg. Nach seiner Entlassung aus britischer Gefangenschaft wird er im Dezember 1945 gleich Polizist, wenig sp\u00e4ter aber von der sowjetischen Besatzungsmacht entlassen. Als anf\u00e4nglicher Bef\u00fcrworter der Einheit der Arbeiterparteien in Prenzlauer Berg wendet er sich dann gegen eine sofortige Vereinigung mit der KPD. Am 20.10.1946 wird er Bezirksverordneter in seinem Bezirk und tritt in einer Abteilungsversammlung gegen die Volkskongre\u00dfbewegung der SED auf. Als Leiter Verkehrswesen der Westberliner Polizei ist er entscheidend beim Umbau der Polizei beteiligt, wird Regierungsdirektor und Ehrenvorsitzender des Verbandes der Polizeiangeh\u00f6rigen ind Wets-Berlin. Am 14.3.1948 wird er zum SPD-Vorsitzenden in Prenzlauer Berg gew\u00e4hlt, zieht jedoch wenig sp\u00e4ter in den Westteil der Stadt. Im Dezember 1948 kandiert er f\u00fcr die BVV Steglitz.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Brandenburgisches Landeshauptarchiv; Bernd Meyer, Sozialdemokraten in der Entscheidung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hermann \u201eM\u00e4nne\u201c\nWaldhelm<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bauarbeiter wird am 30.10.1902 in Berlin geboren. 1920 tritt er in die KPD ein und wird Mitglied der Zelle 2 in Nowawes. Dem RFB tritt er wenig sp\u00e4ter bei. Am 24.04.1945 beseitigt er mit anderen Kommunisten Panzersperren in Drewitz und G\u00fcterfelde.<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Gregor Westphal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er war um 1919 in der USPD in Nowawes organisiert, eine leitende Person und geh\u00f6rte dem linken Fl\u00fcgel an. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Q: Potsdamer Arbeiter erz\u00e4hlen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfons Wetzel\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gie\u00dfer war\nseit 1931 Mitglied der KPD-Zelle 6 und der Naturfreunde, sp\u00e4ter des\nFichtewandersports.\t<\/p>\n\n\n\n<p><em>Q:\nBrandenburgisches Landeshauptarchiv<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Johann (Hans) Wittke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser in der Lokfabrik von O&amp;K war 1917 Teil der Spartakusgruppe in der Fabrik und wurde am 03.01.1919 in die KPD-Leitung der Ortsgruppe, die sich im Lokal Pelz in der M\u00fchlenstra\u00dfe bildete, gew\u00e4hlt.  <\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Erich Wolter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bauarbeiter wurde am 26.02.1903 in Nowawes geboren. Bei O &amp; K war er seit 1917 Arbeitsbursche. 1926 wurde er Mitglied des RFB und nach dessen Verbot des Kampfbundes gegen den Faschismus. 1928 heiratete er. 1932 und 1933 wurde er wegen illegaler RFB-Arbeit verhaftet und sa\u00df im Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Wolter <\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weber und Gewerkschaftssekret\u00e4r des Textilarbeiterverbandes Nowawes ist in der Novemberrevolution Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates Nowawes und wird f\u00fcr die USPD 1919 als Gemeindevertreter gew\u00e4hlt. 1925 und 1929 ist er Stadtverordneter f\u00fcr die SPD.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heinz Wuttke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 07.06.1914 in Glogau geboren. Durch die \u00dcbersiedlung seiner Eltern lebte er seit 1930 in Nowawes und arbeitete bei O &amp; K. 1931 wurde er Funktion\u00e4r der Roten Hilfe in Nowawes und der KPD-nahen Universum B\u00fccherei. Nach der Macht\u00fcbernahme der Nazis arbeitete er illegal f\u00fcr die KPD, wurde 1938 wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt und f\u00fcr mehrerer Monate eingesperrt. Nach seiner Entlassung half er sowjetischen Zwangsarbeitern und beteilgte sich im Herbst 1944 an einer NKFD-Gruppe. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl Zimmermann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlosser wird f\u00fcr die SPD 1919 als Gemeindevertreter gew\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Willy Zinnemann<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Textiltechniker wurde am 08.03.1908 in Bornstedt geboren und verstarb am 07.05.1983 in Potsdam. Am 01.11.1929 wurde er Mitglied der KPD, deren Zelle 4 er politische leitete. Arbeit fand er bei Michaelis &amp; Behrendt und bei der Pitsch AG in Nowawes und war mit Elfriede Schnabel verheiratet. Weiterhin trat er der RGO, der Roten Hilfe, der IAH und dem Arbeitersamariterbund bei. Nach der Spaltung der Arbeitersportbewegung war er Sportleiter der Kampfgemeinschaft f\u00fcr die Rote Sporteinheit. Am 30.01.1933 brachte Hans Ulrich Flugbl\u00e4tter aus der Druckerei der Roten Fahne in Berlin mit, die Walter Junker und Willy Zinnemann vor den Fabriktoren von O&amp;K verteilten w\u00e4hrend Elli Schneemann sicherte. In der Nazizeit war er Mitglied einer illegalen Widerstandsgruppe bei ARADO. Er wird im Ehrenhain auf dem neuen Friedhof Potsdam bestattet und sp\u00e4ter zum S\u00fcdwestfriedhof umgebettet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernst Z\u00f6llner\t<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00fcrstenmacher ist seit Oktober\n1905 Kassierer des\nsozialdemokratischen Wahlvereins Nowawes-Neuendorf. Er nimmt am 6.\nMai 1906 an der Konferenz der Sozialdemokratischen Stadtverordneten\nund Gemeindevertreter Gross-Berlins teil und wird 1907 als\nGemeindevertreter in Nowawes gew\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biographische Skizzen von Personen aus dem Roten Nowawes Wir, die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, freuen uns \u00fcber jegliche Hinweise zum Leben und zu den Nachkommen der genannten oder noch nicht genannten Menschen aus dem Roten Nowawes, damit die Vielfalt der Arbeiter*innenbewegung der damaligen Zeit, ihr Auf und Ab, ihr gemeinsamer Kampf aber auch ihr Streit und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/?page_id=179\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201ePersonen\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":200,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-179","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=179"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4141,"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/179\/revisions\/4141"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}