{"id":439,"date":"2020-02-23T15:50:39","date_gmt":"2020-02-23T13:50:39","guid":{"rendered":"http:\/\/rotes-nowawes.de\/?page_id=439"},"modified":"2020-02-23T16:14:47","modified_gmt":"2020-02-23T14:14:47","slug":"der-rote-taxifahrer-paul-kuehne","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rotes-nowawes.de\/?page_id=439","title":{"rendered":"Der \u201erote Taxifahrer\u201c Paul K\u00fchne"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-707x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-440\" srcset=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-707x1024.jpg 707w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-207x300.jpg 207w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-768x1112.jpg 768w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-1061x1536.jpg 1061w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform-1414x2048.jpg 1414w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Paul-K\u00fchne-in-Uniform.jpg 1437w\" sizes=\"auto, (max-width: 707px) 100vw, 707px\" \/><figcaption>Quelle: Stadtarchiv Potsdam<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Geboren wird Paul K\u00fchne am 16.09.1908 in Nowawes. Er ist\ndas vierte und \u00e4lteste Kind einer typischen Nowaweser Arbeiterfamilie. Seine\nEltern hei\u00dfen Paul und Auguste K\u00fchne, der Vater arbeitet als Rohrleger im\nGaswerk, die Mutter ist Hausfrau. Die Wohnung befindet sich in der damaligen\nKleiststra\u00dfe 3, die seit 1950 nicht mehr nach dem General der Befreiungskriege\nGraf Kleist von Nollendorf hei\u00dft, sondern nach dem deutschen Dichter benannt\nist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Besuch der Volksschule mit Beginn des Jahres\n1914 (Gemeindeschule 3 Nowawes) in der Schulstra\u00dfe lernte er ab 1922 bei der\nLokomotivfabrik Orenstein &amp; Koppel den Beruf des Maschinenschlossers.\nSofort nach der Lehre wird er arbeitslos. Es ist sehr wahrscheinlich die Zeit,\nals er sich politisiert. Im Allgemeinen ist die Zeit sehr schwierig in den\n1920er Jahren. Es gibt viele Entlassungen in den gro\u00dfen Fabriken von Nowawes\nund starke Arbeiter*innenk\u00e4mpfe. Gepr\u00e4gt ist der Juni des Jahres 1923 zum Beispiel\ndurch den Gro\u00dfen Berliner Metallarbeiterstreik, der auch in Nowawes gro\u00dfe\nUnterst\u00fctzung findet. Vor allem Frauen sind bei den sogenannten\nTeuerungsunruhen in Nowawes federf\u00fchrend, die umgangssprachlich auch als\nKartoffelkrieg bezeichnet werden. Sie demonstrieren gegen steigende\nLebensmittelpreise und pl\u00fcndern Marktst\u00e4nde. Die Polizei muss einschreiten und\ndie Preise werden zur\u00fcckgenommen. Die Zahl der Arbeitslosen steigt stetig und\nkann nur bedingt ausdr\u00fccken, wie prek\u00e4r die soziale Situation in Nowawes war. <\/p>\n\n\n\n<p>Er wird Mitglied der Roten Jungfront, der Jugendorganisation\ndes Roten Frontk\u00e4mpferbundes (RFB) und kurze Zeit sp\u00e4ter dann Mitglied im Roten\nFrontk\u00e4mpferbund. Er lernt Englisch und hegt den Gedanken, in die USA\nauszuwandern. Es ist ein Traum vieler Arbeiter in jener Zeit. Die Rote\nJungfront wird angeblich in Nowawes eher gegr\u00fcndet, als eine RFB-Gruppe. Die\nGr\u00fcndung der RFB-Gruppe erfolgt im Jahr 1924 in der Gastst\u00e4tte Hiemke, ab 1926\ntrifft sich der RFB in der Gastst\u00e4tte Martin Sch\u00f6tz am Plantagenplatz. \u00dcber die\nRote Jungfront gibt es einen Bericht, dass bereits bei der Gr\u00fcndung 85 Personen\nbeteiligt waren. Au\u00dferdem gibt es einen Bericht einer Fahnenweihe der Roten\nJungfront am Sonntag, den 20. September 1925, im Lindenpark. An diesem Tag wird\nauch das zuk\u00fcnftige Marschlied des RFB Nowawes vom Touristen-Verein-Nowawes pr\u00e4sentiert.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1927 wird das Lokal von Alfred Pelz in der\nM\u00fchlenstra\u00dfe f\u00fcr die Treffen und Feiern genutzt. Hier konnte auch die Schalmeienkapelle\nproben. Bei Alfred Pelz gab es einen mittelgro\u00dfen Saal, ein Vereinszimmer und\neinen Garten, in dem kleinere Sommerfeste mit Schie\u00dfbudenbetrieb und\nKinderkarussel durchgef\u00fchrt wurden. Das Sammeln von Spenden und der Aufbau bzw.\ndie Fortf\u00fchrung der Schalmeienkapelle ist eine der zentralen Aufgaben neben der\npolitisch-milit\u00e4rischen Schulung. Im Zuge des sogenannten Berliner \u201eBlutmai\u201c\nwird der RFB im Mai 1929 verboten. Es ist der Moment, in der Paul K\u00fchne in die\nKommunistische Partei Deutschlands (KPD) eintritt. Trotzdem ist er weiter illegal\nals Ausbilder im RFB t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits kurze Zeit nach dem Verbot gibt es eine\nHausdurchsuchung im Lokal Pelz. Jedoch m\u00fcssen die Polizisten unverrichteter\nDinge abziehen. Unter anderem sind alle Instrumente der Schalmeienkapelle\nbereits woanders versteckt. Paul K\u00fchne ist Ausbilder eines RFB-Zuges. Im RFB\nwird fortan die milit\u00e4rische Komponente gro\u00df geschrieben. N\u00e4chtliche \u00dcbungen finden\nin den Ravensbergen statt. Ab 1930 gab es 5 Z\u00fcge (je Zug 3 Gruppen und jede\nGruppe bestand aus 5 Personen einschlie\u00dflich des Gruppenf\u00fchrers). Eine der\nzentralen Aufgaben ist das Verstecken von Waffen, unter anderem in sicheren Wohnungen\noder in Kleingartenanlagen. Paul K\u00fchne hat kaum noch Freizeit und ist auch in\ndie Arbeit mit anderen Ortsgruppen eingebunden (Potsdam, Geltow, Werder,\nBeelitz, Michendorf, G\u00fcterfelde und Rehbr\u00fccke). Seine Eltern wussten von den\nvielen Ausfl\u00fcgen mit dem Fahrrad aufgrund seiner politischen T\u00e4tigkeit bescheid,\nauch wenn sie damit nicht einverstanden waren. Der RFB war jedoch auch eine\nunsichere Organisation. Schon in seiner legalen Bet\u00e4tigungszeit gibt es immer\nwieder Diskussionen um die politische Ausrichtung und viele Versuche, auch\nSpitzel einzuschleusen. Einer dieser Spitzel sorgte schlie\u00dflich f\u00fcr eine\nVerhaftungswelle, direkt nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Verhaftung und Verurteilung in Potsdam erfolgt. Es gibt eine Anklage wegen Verbrechen gegen das Kriegsger\u00e4tegesetz und Fortf\u00fchrung einer verbotenen Organisation, was 1933 zu einer Verurteilung zu 1 Jahr und 2 Monaten f\u00fchrt. Paul K\u00fchne kommt unter anderem in die Emslandlager KZ Papenburg und KZ Esterwegen. Dort muss er schwere Arbeit mit Moor leisten, die zu einer schweren Krankheit f\u00fchrt. Seine Entlassung erfolgt im Fr\u00fchjahr am 11. M\u00e4rz 1935. In Nowawes setzt er seine illegale antifaschistische T\u00e4tigkeit fort, obwohl er unter Gestapoaufsicht gestellt wurde. Dies bedeutet, dass er sich alle drei Tage bei der Gestapo melden muss. Er arbeitete als Taxifahrer am Potsdamer Hauptbahnhof und konnte deswegen Material- und Personentransporte sowie Kurierdienste, z. B. Fahrten an die Grenze der C\u015cR oder nach Berlin, durchf\u00fchren. Aus diesem Grund erh\u00e4lt er seinen Beinamen als \u201eRoter Taxifahrer\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"785\" height=\"433\" src=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/bnn-roter-taxifahrer-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-442\" srcset=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/bnn-roter-taxifahrer-1.jpg 785w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/bnn-roter-taxifahrer-1-300x165.jpg 300w, https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/bnn-roter-taxifahrer-1-768x424.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>BNN,  18.05.1988 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Paul K\u00fchne drohte eine erneute Verhaftung und er wollte den Kampf gegen den Faschismus in Spanien fortsetzen. Es kursieren Aufrufe der Kommunistischen Partei, sich dem Freiheitskampf in Spanien anzuschlie\u00dfen. Am Abend vor der Abreise treffen sich Paul K\u00fchne und sein Kampfgenosse Kurt Vogel bei Elfriede Schneemann. Hier planen sie ihre weiteren Schritte. Elfriede Schneemann ist ihre Verbindungsperson. Es erfolgt der Grenz\u00fcbertritt zur C\u015cR, f\u00fcr die Reise nach Spanien ist jedoch ein l\u00e4ngerer Aufenthalt wegen der herzustellenden P\u00e4sse n\u00f6tig und so reisen sie am gleichen Wochenende wieder zur\u00fcck nach Potsdam ab. Es wird vereinbart, dass ein Telegramm mit nichtigem Inhalt der KPD-Zentrale in Prag an Elfriede Schneemann geschickt wird. Es ist das Zeichen, dass die Papiere nun vorhanden sind und eine erneute Ausreise geschehen kann. Die illegalen Grenz\u00fcberg\u00e4nge bei Klingenthal werden durch die Nowaweserin Maria Dotzauer organisiert. Ihr Mann ist Franz Dotzauer. Er wurde in einer revolution\u00e4ren Arbeiterfamilie geboren. Wie sein Bruder leistete er aktive politische Arbeit in Potsdam, nach dem Machtantritt der Nazis auch illegal. Er wurde verhaftet und nach einer Strafe von einem Jahr und 4 Monaten als tschechoslowakischer Staatsb\u00fcrger ausgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Gesch\u00e4ftsmann getarnt geht die Reise der beiden von Prag\nnach \u00d6sterreich, in die Schweiz und schlie\u00dflich nach Bordeaux in Frankreich.\nVon hier wollen sie mit dem Schiff nach Spanien. In Form einer Postkarte senden\nsie ein Lebenszeichen an Elfriede Schneemann. Da beide nun steckbrieflich\ngesucht wurden war der Inhalt harmlos und an das Lokal Hangebrock in Potsdam\nadressiert. Dort arbeitete der Mann von Elfriede Schneemann als Kellner. Sie\ngeben sich auf der Karte als Besucher der Olympischen Spiele in Berlin aus und\nbedanken sich f\u00fcr die vorz\u00fcgliche Bewirtung in dem Lokal. Durch die Handschrift\nwusste Elfriede Schneemann \u00fcber ihr Wohlergehen und Aufenthaltsort bescheid. <\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr die Aufnahme in den Internationalen Brigaden\nwar vor allem die pers\u00f6nliche Ausbildung. Paul K\u00fchne hatte Kenntnisse im\nWaffenwesen (RFB), eine Ausbildung als Maschinenschlosser und englische\nSprachkenntnisse durch sein Selbststudium. Vom Aufstellungsort der\nInternationalen Brigaden in Albacete teilte man ihn aufgrund seiner\nSprachkenntnisse in Englisch als Fahrer eines Panzersp\u00e4hwagens in die XV.\nInternationale Brigade ein. Sp\u00e4ter setzte man ihn als Chef einer Sanit\u00e4tswagen-Kolonne\nbeim Stab der 35. und der 45. Division ein. Mit seinen Einheiten war er an den\nK\u00e4mpfen um Madrid, bei Brunete, im Arag\u00f3n, w\u00e4hrend der Winterschlacht bei\nTeruel und am Ebro beteiligt. Zuletzt war er Panzerfahrer in der XIII. Internationalen\nBrigade. Die \u00dcberquerung der Grenze nach Frankreich erfolgte im Februar 1939\nund wurde dort unter anderem in Argel\u00e8s-sur-Mer und in Gurs interniert. In\nPort-Bou gibt es wohl auch ein Wiedersehen mit Kurt Vogel. <\/p>\n\n\n\n<p>1941 wurde er von der Garde Mobile aus der Festung Mont-Louis\nnach Chalon-sur-Sa\u00f4ne im D\u00e9partement Sa\u00f4ne-et-Loire in der Region Burgund\ngebracht und dort dem SD \u00fcbergeben. Es ist einer jener Transporte, in welchem\ndie Nationalsozialisten bei freiwilliger Kooperation ein \u201efreies und normales Leben\u201c\nin Nazi-Deutschland versprechen. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Im M\u00e4rz 1941 gibt\nes einen Transport mit rund 250 Interbrigadisten nach Karlsruhe, von wo aus er\nnach Potsdam ausgeliefert und schlie\u00dflich der Gestapo \u00fcbergeben wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Dokumente, die seine Verhaftung am 27.04.1941\ndurch die Polizeidienststelle Karlsruhe belegen. Vermutlich bis zum 18.07.1941 ist\ner im Polizeigef\u00e4ngnis Potsdam inhaftiert, vom 18.07.1941 bis 31.10.1942 dann\nim Gef\u00e4ngnis Berlin-Tegel. Wiederum am 31.10.1942 erfolgt wahrscheinlich seine \u00dcberf\u00fchrung\nnach Potsdam. Belegt ist eine Hauptverhandlung am Kammergericht Berlin am\n01.04.1942: \u201eIn Potsdam im Jahre 1936 das hochverr\u00e4terische Unternehmen durch\nGewalt oder durch Drohung mit Gewalt die Verfassung des Reiches zu \u00e4ndern,\nvorbereitet zu haben, wobei die Tat darauf gerichtet war, zur Vorbereitung des\nHochverrats einen organisatorischen Zusammenhalt herzustellen oder aufrecht zu\nerhalten.\u201c Er wird zu 2 Jahre Gef\u00e4ngnis verurteilt. <\/p>\n\n\n\n<p>Sein Bruder Erich K\u00fchne gibt in einem Befragungsprotokoll\nvon vorzeitiger Haftentlassung im Juni 1943 zur Kenntnis. Er beruft sich auf\nNotizen seiner Eltern. Aber auch ein Brief von Paul K\u00fchne an die Eltern vom\n29.08.1943 aus Russland gibt Aufschluss, wann er ungef\u00e4hr in das sogenannte\nBew\u00e4hrungsbataillon 999 (Strafdivision 999) einberufen wurde. Zuvor berichtete\ner wohl bei seinem letzten Kontakt zur Mutter und Schwester von der Absicht,\nzur Roten Armee \u00fcberlaufen zu wollen. Seinen Einsatz hat er an der Ostfront. Es\nexistierten zwei Briefe an seine Familie aus dem Januar und April 1944 aus\nBialystok. Zudem schrieb er seinem Freund Kurt Vogel, der im KZ Buchwald inhaftiert\nwar. \u201eDer Iwan macht Rabatz\u201c, hei\u00dft es dort in einem letzten Brief vom\n14.01.1945. F\u00fcr Kurt Vogel ist es das Zeichen des Versuchs zum \u00dcberlaufen zur\nRoten Armee. Anfang 1945 erh\u00e4lt die Familie eine Nachricht eines\nOberzahlmeisters des Bataillons mit der Vermisstenmeldung. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Paul K\u00fchne stirbt in den letzten Kriegsmonaten und erlebt\ndie Befreiung vom Nationalsozialismus nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Erinnerungspolitik der DDR hatte Paul K\u00fchne einen hohen Stellenwert, weil er als einfacher Arbeiter verschiedene revolution\u00e4re Tugenden verband und symbolisch f\u00fcr den kommunistischen, antifaschistischen und internationalistischen Kampf stand. Zudem lie\u00df er in diesem Kampf sein Leben. Gew\u00fcrdigt wurde er gem\u00e4\u00df der antifaschistischen Staatsdoktrin in den Medien, bei politischen Veranstaltungen, in der schulischen und au\u00dferschulischen Bildung, in der Benennung von Einrichtung und\/oder staatlichen Organisationen wie Brigaden und Kollektiven. So bekam die POS 17 in der Schulstra\u00dfe 1966 den Namen \u201ePaul K\u00fchne\u201c, ein Kollektiv der Eisenbahner am damaligen Bahnhof Drewitz und auch eine Brigade des Karl-Marx-Werkes hie\u00dfen nach ihm. Nachdem der Name Paul K\u00fchne in der Erinnerungs- und Gedenkpolitik lange keine Rolle mehr gespielt hat, soll nun wieder eine W\u00fcrdigung f\u00fcr ihn und die Aufarbeitung der Geschichte des Roten Nowawes erfolgen. Dazu gab es eine Pflegeaktion am Gedenkstein f\u00fcr Paul K\u00fchne, einen Vortrag und auch einen Brief an den Eigent\u00fcmer des Gel\u00e4ndes, auf dem sich der verwaiste Gedenkstein befindet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bahn1-pdf-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-454\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/rotes-nowawes.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bahn2-pdf-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-455\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geboren wird Paul K\u00fchne am 16.09.1908 in Nowawes. Er ist das vierte und \u00e4lteste Kind einer typischen Nowaweser Arbeiterfamilie. 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