Zeitstrahl

Zeitstrahl

1923
November 24

Weitere Entlassungen bei O & K

Weitere 300 Arbeitskräfte werden bei O & K entlassen, es folgen nach Neujahr 1924 weitere 300, es gibt Bemerkungen, dass die Entlassungen vor allem revolutionäre Personen betrugen; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 28
November 23

Verhaftungen und Verbot der KPD

Polizeikommandos aus Potsdam erscheinen in Nowawes, um KPD-Mitglieder zu verhaften und Wohnungen zu durchsuchen, darunter Johannes Willge, Verbot der KPD; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 33
November 13

O & K muss wegen eingestellter Zahlungen die Reparationsleistungen einstellen

Das Werk Orenstein & Koppel muss wegen eingestellter Zahlungen des Staates die Reparationsleistungen einstellen, bis dahin konnte im Vergleich zu anderen Betrieben hier noch gut gewirtschaftet und gearbeitet werden, durch fehlende Aufträge und Absatzmärkte werden 100 der 2270 Arbeitern entlassen; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 28
Oktober 1

Über 1000 Arbeitslose in Nowawes

Oktober: Über 1000 Arbeitslose in Nowawes, vor allem viele bei denen die 26 Wochen der Erwerblosenunterstützung längst abgelaufen war, Gemeinde erkennt schlimme Notzeit für diese Personen an; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 30
Juli 10

Händler müssen Preise senken

Bekanntmachung des Gemeindevorstandes von Nowawes gegen Teuerungsunruhen der Bevölkerung, Kleinhändler wurden gezwungen ihre Preise zu senken, Kommission zur Überwachung der Preise wird gegründet; Die sozialen und politischen Verhältnisse in der Provinz Brandenburg von 1917-1923, S. 255
Juli 9

Teuerungsunruhen weiten sich aus

Aufgebrachte Bürger zwingen am 09.07. Kleinhändler, die hohen Preise herabzusetzen. Ein Händler hatte für die Mandel Kohlrabi 10.000 Mark verlangt. Es wurden Geschäfte, Stände und Kassen geplündert. Es kommt die Potsdamer Polizei; Aus: Potsdams andere Seiten, Kalenderblätter, Ausgabe 7, 14. Jahrgang, Juli 2018, S. 4
Juli 7

Kartoffelkrieg in Nowawes

Nowaweser Frauen ziehen in den „Kartoffelkrieg“ in der Priesterstraße gegen zu hohe Lebensmittelpreise, es werden Gemüsestände geplündert; In: Potsdamer Daten des 20. Jahrhunderts, K. Baller, S. 35
Juli 6

Großer Berliner Metallarbeiterstreik auch in Nowawes

Vom 06.07.-12.07. Großer Berliner Metallarbeiterstreik, auch Streikbeteiligung in Nowawes; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 32
1922
Januar 1

Gemeindevorstand bittet um Hilfe

Jahr 1922: Aufruf des Gemeindevorstandes von Nowawes, den alten, hungernden und darbenden Leuten zu helfen; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 28
1921
September 15

Bei der UFA wird gestreikt

Im September: Streik in den Ufa-Ateliers; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 24
Juni 30

Nowawes gehört nun polizeilich zu Potsdam

Juni 1921: Preußens Innenminister Severing stimmt dem langjährigen Plan von Potsdams Polizeipräsident von Zitzewitz zu, dass Nowawes nun der Potsdamer Polizei unterstellt wird, obwohl Nowawes zum Kreis Teltow gehörte, damit konnte eine bessere Überwachung und Repression gegen die Arbeiter*innen erfolgen, schon seit 1919 wies von Zitzewitz auf die linksradikalen Strömungen in Nowawes hin; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 16-17
Mai 31

Erhöhung staatlicher Beihilfe wird gefordert

Ende Mai 1921: Bitte des Nowaweser Gemeindevorstandes an Potsdamer Regierungspräsidenten zur Erhöhung der staatlichen Beihilfe wegen sozialer Situation, vor allem wegen der Erwerbslosenfürsorge; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 23
Mai 30

Streik bei O & K

Im Mai: Wieder mal ein Streik bei Orenstein & Koppel; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 24
1920
Mai 1

Große 1. Mai Demonstration nach Potsdam

Nowaweser Arbeiter*innen organisieren mit den Potsdamer Arbeiter*innen eine Kundgebung auf dem Bassinplatz und Demonstrationszug roter Fahnen zum Luftschiffhafen, 6000 Personen; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 22
März 31

Keine weiteren Truppenverbände in Nowawes

Ende März 1920: Keine weiteren Truppenverbände in Nowawes, das Existieren einer Einwohnerwehr reicht aus, ab dem 27. März wird Potsdam wieder von der Sicherheitspolizei überwacht doch in Nowawes wagt man es nicht Truppen unterzubringen, deswegen motorisierte Militärstreifen; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 21
März 21

Geschlossener Truppenverband in Nowawes und Verhaftungen

Am Nachmittag führt ein geschlossener Truppenverband in Nowawes wegen der Aktion des Vortages und der Widerständigkeit ein sogenanntes Strafunternehmen durch, zudem soll Paul Neumann verhaftet werden, dieser hält sich in der Bevölkerung versteckt und man nimmt satt dessen drei Geiseln fest, diese sollen für Eisenbahnstrecke und Widerstandslosigkeit haften; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 21
März 20

Kontrolle eines Angehörigen der Reichswehr durch Einwohnerwehr

Kontrolle eines Angehörigen der Reichswehrbrigade III durch die Nowaweser Einwohnerwehr; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 20
März 19

Bericht der Reichswehr zur aktuellen Situation

Bericht der Reichswehrbrigade III, Befehlsstelle Potsdam, vom 19.03.1920 über die Lage am 18.03.1920 abends: „In Potsdam hat sich ein hier ungewohnter, größtenteils wohl aus Nowawes zugezogener Straßenpöbel zusammengefunden, der durch organisierte Hetzarbeit immer wieder angetrieben wird. (…) In Nowawes Räterepublik und Bewaffnung der Bevölkerung. Unternehmen gegen Potsdam, auch von innen heraus, durch zugezogene Elemente sind möglich.“; in: Die sozialen und politischen Verhältnisse in der Provinz Brandenburg von 1917-1923, S. 139
März 15

Aktionsausschusses in Nowawes gegen den Kapp-Putsch

Gründung des Aktionsausschusses in Nowawes gegen den Kapp-Putsch; In: Potsdamer Daten des 20. Jahrhunderts, K. Baller, S. 31
März 15

Generalstreik gegen den Kapp-Putsch

15.03.-23.03.1920: Generalstreik gegen den Kapp-Putsch in sämtlichen 26 Nowaweser Betrieben mit 4338 Arbeiter*innen, darunter auch die Hofgärtnerei des Gutes Babelsberg; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S. 19
1919
November 1

Spaltung in der USPD

Im Herbst 1919: Große Funktionärsversammlung der USPD in Nowawes, Bruch zwischen linken und anderen Kräften, Referent wollte die Spaltung und Ausschluss der linken Kräfte, Verlassen unter Protest von vielen Personen und neue Versammlung im Lokal Sommer in der Kleist-Straße (Hans Ullrich, Gustav Mauritz, Treptow, Siegmund, Thiele, Bombe u.a.), Beratung wie man andere Wege gehen könne, aber noch kein Beitritt zur KPD (war erst nach dem Halleschen Parteitag der USPD im Oktober 1920); In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 38
März 30

Erste öffentliche Veranstaltung der KPD

Irgendwann im Frühjahr 1919: erste öffentliche Veranstaltung der KPD im damaligen Lokal Turnhalle, Leitung der Versammlung durch Hans Wittke, Referent war Fritz Heckert vom ZK der Partei, Thema: „Auslieferung des nach Holland geflüchteten Kaiser Wilhelm“, Polizei überwacht die Versammlung; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 37
März 30

Wahlen zur Gemeindevertretung

Im März 1919: Wahlen zur Gemeindevertretung in Nowawes, u.a. Richard Blagnies von der USPD wird gewählt; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 25
März 3

Generalstreik in Nowawes

Generalstreik in Nowawes, Aufruf der KPD, 3270 Arbeiter sind beteiligt aus 14 Betrieben, Industrie, Post und Verkehr sind lahmgelegt, Zusammenbruch der Streikaktion ab 10.03., Scheitern der Arbeiterkämpfe und -Räte sowie der Revolution; Buch: Potsdam – Geschichte der Stadt in Wort und Bild, S. 110 und Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918-1933, S. 15
Februar 28

1300 Arbeitslose in Nowawes

Ende Februar 1919: 1300 Arbeitslose in Nowawes registriert; Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S.17
Februar 23

Gemeindewahlen in Nowawes

Gemeindewahlen in Nowawes mit absoluter Mehrheit der sozialdemokratischen Partien gegenüber den bürgerlichen Parteien (8000 zu 3400 Stimmen); Heft: Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918 – 1933, Bezirksheimatmuseum 1970, S.13
Januar 16

Aufruf zum Eintritt in Freikorps-Verbände

Ein Tag nach Liebknecht-Luxemburg-Mord und drei Tage vor Wahlen öffentlicher Aufruf zum Eintritt in Potsdamer Freikorps; In: Die sozialen und politischen Verhältnisse in der Provinz Brandenburg von 1917-1923, S. 234
Januar 15

Rat sorgt für soziale Sicherung

Januar 1919: 600 bis 700 Erwerbslose in Nowawes erhalten das erste Mal Unterstützungszahlung, Arbeiterrat sichert auch Ernährung und fordert Schaffung von sozialen Einrichtungen; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 168
Januar 7

Massenstreiks in Potsdam und Nowawes

07.-14.01.1919: Massenstreiks von 3500 Arbeitern in Potsdam und Nowawes, Massendemonstration am 11.01. im Potsdamer Lustgarten, es war die letzte bedeutende revolutionäre Demo im Kontext der Novemberrevolution; Buch: Potsdam – Geschichte der Stadt in Wort und Bild, S. 111
Januar 3

Gründung der KPD-Ortsgruppe Nowawes

03.01.1919: USPD-Versammlung in „Singers Volksgarten“ mit Fritz Zubeil, daraufhin Gründung der KPD-Ortsgruppe, es gibt mehrere Aussagen und Quellen: Ortsgruppe der KPD in Nowawes (Ortsgruppe der KPD für Potsdam und Nowawes – erst ab März dann in Potsdam selbst); Kurt Laube spricht davon dass 150 Personen an Gründung einer KPD-Ortsgruppe in Nowawes im Lokal Pelz in der Mühlenstraße 7 teilnahmen; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 35 Gründung der Ortsgruppe der KPD in Nowawes am 3. Januar im Restaurant Hiemke mit 150 Personen, z.B. Hans Wittke, Karl Forst, Christian Seidel, Ernst Heinrich, Albert Heese, Arthur Sasse, Kurt Tänzer, Josef Dotzauer, Anna Heese. Die Leitung setzt sich zusammen aus Hans Wittke (Schlosser bei Orenstein & Koppel), Karl Forst (Werkzeugmacher bei der Fa. Stock in Berlin, aber wohnhaft in Nowawes), Christian Seidel (Maschinenarbeiter bei Orenstein & Koppel); Aus: Potsdams andere Seiten, Kalenderblätter, Ausgabe 1, 15. Jahrgang, Januar 2019, S. 4
1918
Dezember 23

Bruno H. Bürgel wird Nowaweser

Der Astronom und Schriftsteller Bruno H. Bürgel meldet sich am 23. Dezember beim Arbeiter- und Soldatenrat in Nowawes. Damit wird er Bürger von Nowawes; Aus: Potsdams andere Seiten, Kalenderblätter, Ausgabe 12, 14. Jahrgang, Dezember 2018, S. 4
Dezember 15

Ortsgruppe des Spartakusbundes

Irgendwann im Dezember: Revolutionäre Mitglieder der USPD bilden unter Albert Heese eine Ortsgruppe des Spartakusbundes mit 50 Mitgliedern; Buch: Potsdam – Geschichte der Stadt in Wort und Bild, S. 110
Dezember 11

Reaktionäre Soldaten in Potsdam

Einzug der 1. Gardedivision in Potsdam, gehört zum Generalkommando Lequis (OHL hatte in Vereinbarung mit Regierung neun zuverlässige Divisionen um Berlin zusammengezogen, um gegen Räte und revolutionäre Kräfte vorgehen zu können (siehe auch 07.12.1918), am 12. zum 13.12. Herunterreißen von roten Fahnen; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 164
Dezember 7

Reaktionäre Soldaten in der Nähe

Leutnant von Hontig vom Garde-Kürassier-Regiment, Unteroffiziere und Soldaten dringen in Schloss Klein-Glienicke ein (Prinz Friedrich Leopold von Preußen) und zwingen ihn eine deutsche Fahne zu hissen und Zwangsurlaub zu nehmen; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 164
Dezember 1

Einführung des 8-Stunden-Tages in Nowawes

Einführung des 8-Stunden-Tages auf Anordnung des Arbeiterrates in Nowawes; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 167
November 19

Reaktionärer Rat in Potsdam

19.11.1918: Artikel der „Roten Fahne“ zur Rolle des Potsdamer Soldatenrates mit Überschrift: „Keine Offiziere in die Soldatenräte!“, Potsdamer Soldatenrat aus 25 Personen, davon 23 Offiziere und nur 2 Soldaten, deswegen sehr konservativ und „reaktionär“; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 158
November 11

Revolutionsversammlung im Lokal Singer

Revolutionsversammlung im Lokal Singer, es sprach unter anderem der USPD-Reichstagsabgeordnete Fritz Zubeil; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 12
November 10

Arbeiter- und Soldatenrat im Rathaus Nowawes

Im Rathaus Nowawes tritt in paritätischer Besetzung von USPD und SPD der Arbeiter- und Soldatenrat zusammen. In: Blagnies, BLHA, 530 SED BL 8680.
November 10

Bildung Arbeiter- und Soldatenrat in Nowawes

Ratsbildung in Nowawes mit u.a. Paul und Arno Neumann, Karl Dürre, Franz Güth, Emil Treptow, Max Singer und Wilhelm Schulz; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 152; Rat in Nowawes aus Paul und Arno Neumann, Karl Dürre, Franz Güth, Josef Chzelig, Paul Wolter, Emil Treptow (alle USPD) und Max Singer und Wilhelm Schulz (SPD); In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 29
November 9

Novemberrevolution in Nowawes

In Nowawes ab dem Vormittag Streik (besonders bei O&K), am Nachmittag wird das Rathaus Nowawes von Arbeitern besetzt und die rote Fahne gehisst, in Potsdam Unruhen und Demos am Nachmittag, ab 19 Uhr in das Stadtschloss, Bildung eines Arbeiterrates und eines Soldatenrates in Potsdam am 09.11., in Nowawes Bildung eines Arbeiter-und Soldatenrates (SPD, USPD und Gewerkschaften) am 10.11., Vereinigung von Arbeiter- und Soldatenrat in Potsdam am 10.11.; Zur Geschichte der Stadt Potsdam 1918-1933, S. 5; am Nachmittag des 09.11. trafen sich bei Hiemke die USPD-Genossen und warteten auf Meldung aus Berlin (u.a. Paul Neumann war nach Berlin gefahren), dann am Abend Meldung dass sie Rathaus besetzen sollten, Gemeindekasse bewachen und Streife laufen (4 Genossen und 1 Soldat), Vorfall mit jungem Leutnant in Uniform und voller Abzeichen am morgen des 10.09. um 7 Uhr; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 26; Robert Jahn sagt dass die Besetzung des..Weiterlesen
November 9

Novemberrevolution bei O&K

Bei O&K revolutionäre Obleute statt der alten Arbeiterausschüsse, sie wurden aus der Masse heraus gewählt, Gewerkschaften mit großer Rolle, 13 revolutionäre Obleute, an der Spitze stand Emil Treptow, im Verhandlungsausschuss Treptow und auch Albert Richter, Verbesserung der sozialen Lage der Arbeiter; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 13; 12 Genossen der USPD verteilen Flugblätter bei O&K ab 8 Uhr, darunter Adolf Schnell, Streikaufruf, SPD agitiert dagegen, ab 11:00 Uhr Streik bei O&K; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 16
November 1

Propaganda im Zuge der Novemberrevolution

In den ersten Tagen der Novemberrevolution illegale Arbeit (Propaganda) einer Gruppe des Spartakusbundes bei O&K, bestand seit 1917, Zentrum dieser Gruppe war die Kesselschmiede mit Albert Richter, Christian Seidel, Hermann Dummer und Hans Wittke; In: Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 34
Juli 21

Potsdamer Polizeipräsident zu Nowawes als Unruheherd

Potsdamer Polizeipräsident Friedrich v. Zitzewitz schreibt an Regierungspräsidenten: „… Es ist wirklich nicht zu viel gesagt, wenn Nowawes mit seiner zur Unruhe und Kriminalität neigenden Industriebevölkerung geradezu als der kriminalpolizeiliche Wetterwinkel Potsdams bezeichnet wird…“; In: Potsdamer Daten des 20. Jahrhunderts, K. Baller, S. 28
Januar 31

Höhepunkt des Streikkampfes ist Versammlung in „Singers Volksgarten“

Höhepunkt des Streikkampfes ist Versammlung in „Singers Volksgarten“, Saal war überfüllt, Überwachung durch Polizei, Fritz Zubeil agitiert gegen Regierung; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 154; Während der Tumulte ein „scheinbarer Spaziergang“ nach Steinstücken mit Fortführung der Veranstaltung mit 300 Menschen, In: Erinnerungen von Otto Günter, Potsdamer Arbeiter erzählen 1918/1919, SED Stadtleitung Potsdam, S. 17
Januar 28

Streiks für den Frieden

In Nowawes finden Streiks unter der Losung „Frieden“ statt; In: Potsdamer Daten des 20. Jahrhunderts, K. Baller, S. 28
Januar 28

Weitere Streiks für den Frieden

Streiks in Potsdam und Nowawes zum Friedensschluss und demokratischer Rechte, Belagerungszustand durch Polizei und Repression, beendet in Potsdam am 02.02. und in Nowawes am 04.02.; Buch: Potsdam – Geschichte der Stadt in Wort und Bild, S. 107
1917
Dezember 22

Polizei meldet Verdächtigen wegen Spartakusbriefe

Kriminalwachtmeister Danneberg aus Nowawes meldet revolutionäre Propaganda (Spartakusbriefe) bei O&K, Verdächtigung Karl Gruhl
Dezember 1

Spartakusbriefe werden verteilt

Dezember 1917: Arbeiter verteilen Spartakusbriefe mit revolutionärem Inhalt, bei O&K verteilt unter anderem Karl Gruhl Flugblätter, gingen dann von Hand zu Hand; Buch: Potsdam – Geschichte der Stadt in Wort und Bild, S. 107
April 16

Aprilstreiks auch in Nowawes

Aprilstreiks wegen Krieg und soziale Situation auch in Nowawes, vor allem bei O&K, Schufabrik Haase und Ruß, Deutsche Jutespinnerei und Norddeutsche Kammgarnspinnerei, am 16.04. Demonstration von 1000 Personen in Nowaweser Straßen; Kopien: Otto Rückert, Zum Verlauf der Novemberrevolution in Potsdam, Vortrag von 1967, S. 153
April 16

Streiks und Demonstrationen unter Beobachtung

Bericht des Landrats des Kreises Teltow vom 16. April an das Oberkommando in den Marken über den Aprilstreik im Kreise Teltow, Erwähnung von O&K in Drewitz, Umzug von 1000 Personen der Firma O&K darunter nur 25 Frauen, Beteiligten versammelten sich im Lokal von Klinger; In: Die sozialen und politischen Verhältnisse in der Provinz Brandenburg 1871 – 1917, S. 183