Frühjahrsputz am Grab von Eva und Kurt Laube

Auf dem Friedhof in der Großbeerenstraße befindet sich das Grab der beiden Antifaschisten Eva und Kurt Laube. Mit dem Frühjahrsputz wollen wir an die beiden Antifaschisten und Internationalisten erinnern sowie ihr Grab, stellvertretend für viele andere, wieder in den Fokus der Öffentlichkeit bringen. Blumen und Arbeitsmaterialien werden gestellt.

Kurt Laube wurde am 25. Mai 1905 in Rathenow geboren und starb am 18. Oktober 1987 in Potsdam-Babelsberg. Nach seiner Berufsausbildung zog er in das Rote Nowawes, wo er in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) eintrat und 1930 Mitglied in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) wurde. Kurt Laube war zudem im Rotfrontkämpferbund (RFB). Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten kämpfte er illegal im Widerstand, emigrierte dann aber in die Tschechoslowakei. 1936 schloss er sich den Internationalen Brigaden im Kampf gegen die Faschisten in Spanien an. Er wurde dort als Kommissar in der 2. Kompanie des Bataillons „Edgar André“ der XI. Internationalen Brigade eingesetzt. Hier traf Laube auch ehemalige Nowaweser Kampfgefährten wie Walter Junker, der in der Schlacht am Ebro 1938 fiel.

Nach dem Spanischen Krieg floh Kurt Laube im Jahr 1939 nach Frankreich, wurde dort verhaftet, in einem Lager interniert und 1941 an die Nationalsozialisten ausgeliefert. Inhaftiert im Potsdamer Gefängnis Lindenstraße 54 wurde er schließlich vor dem Volksgerichtshof angeklagt und zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Zuchthaus Brandenburg absitzen sollte. 1944 wurde er jedoch in das Strafbataillon 999 der Wehrmacht eingezogen. Zusammen mit anderen konnte er dort seine Bewacher entwaffnen und desertierte zur US-amerikanischen Armee.

Eva Laube wurde am 24.05.1910 in einer Berliner Arbeiterfamilie geboren. Politisiert wurde sie im Arbeitersportverein „Fichte“. Wie Kurt Laube, trat sie zuerst dem KJVD, später der KPD bei. Sie beteiligte sich illegal im Widerstand gegen die Nationalsozialisten, wurde inhaftiert und ging auf Weisung der Partei im Jahr 1936 nach Prag, um dort Emigranten zu betreuen. Mit dem Angriff auf die Tschechoslowakei geriet sie in die Hände der Gestapo. Zuerst wurde sie in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert, später nach Auschwitz verschleppt. Hier konnte sie vielen Häftlingen helfen, weil man sie im Krankenbau als Lagerälteste einsetzte. Mit der Befreiung durch die Rote Armee kam sie nach Potsdam und beteiligte sich wie Kurt Laube am Aufbau eines neuen Landes. An den Folgen der unmenschlichen Behandlung in den Konzentrationslagern starb Eva Laube nach langer Krankheit am 30.12.1968.

Friedhof Großbeerenstraße (Treffpunkt an der Feierhalle)

Freitag, 19.03.2021, 16 Uhr

Organisiert durch:

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, VVN-BdA Potsdam, Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V. (KFSR)

Ein Spaziergang durch das Rote Nowawes

Mit einem Spaziergang entlang der ehemaligen Priesterstraße – der heutigen Karl-Liebknecht-Straße – wollen wir Ihnen am Sonntag, den 21.03.2021, ab 15 Uhr das Rote Nowawes anhand dieser Flaniermeile zeigen. Der Straßenzug steht exemplarisch für Politik, Macht und Verwaltung durch Polizei und Rathaus, für viele bedeutsame Versammlungslokale der Arbeiterbewegung und Wohnadressen, in der wichtige politische Entscheidungen getroffen wurden und Entscheidungsträger wohnten, für das soziale Leben, wie der ersten weltlichen Sammelschule in der damaligen Provinz Brandenburg sowie dem Sportlatz und der Jugendherberge nahe des heutigen Stadions. Die Straße steht aber auch für Armut und Protest, so gab es hier neben sozialen Einrichtungen für Bedürftige auch den Markt und das Rathaus, die Ausgangspunkte von Demonstrationen und Protesten der notleidenden Bevölkerung im sogenannten Roten Nowawes waren.

In dem einstündigen Spaziergang laufen wir vom Rathaus Babelsberg zum Karl-Liebknecht-Stadion und wieder zurück. Der Spaziergang ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten. Aufgrund der Pandemielage gelten die aktuellen hygienischen Sicherheitsbestimmungen.

Wann: Sonntag, 21.03.2021, 15 Uhr
Wo: Rathaus Babelsberg

Anmeldung und Kontakt über kontakt ät rotes-nowawes.de

15. Januar 2021 – 81. Todestag von Albert Klink

Am 15.01.1940 wurde der Antifaschist und Kommunist Albert Klink von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet. Zudem hat Albert Klink am 03.03. dieses Jahr seinen 110. Geburtstag. Grund genug, um sein Grab auf dem Friedhof in der Goethestraße aufzusuchen und seiner Person zu gedenken.

Am 03. März 1911 wurde Albert Klink in Tiefwerder/Spandau geboren. Sein Vater, ein alter Mitstreiter Karl Liebknechts, war Schmied und nahm aktiv am Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung teil. Er wurde wegen seines aufrechten Kampfes gegen den deutschen Militarismus im ersten Weltkrieg von der Reaktion ermordet. Alberts Mutter war eine der ersten Mitglieder der KPD in Nowawes und Mitglied des Arbeiter-Samariter-Bundes. In dieser Eigenschaft begleitete sie Demonstrationen, Kundgebungen und Versammlungen der Arbeiterbewegung. Sie ging stets in Schwesternkleidung und war daher in Nowawes vor 1933 gut bekannt und angesehen.

Albert Klink besuchte in Nowawes die Volksschule. Wie seine zwei älteren Geschwister, Willi und Maria Klink, half er mit, die Familie zu ernähren. Jeden Morgen um 5 Uhr, noch vor dem Schulunterricht, mussten die Kinder Zeitungen austragen und verkaufen, da die alleinstehende Mutter in der Fabrik nicht genug Geld verdiente. Albert wurde Mitglied der Kindergruppe der Arbeiterjugend, des Jung-Spartakus-Bundes.

Nach dem Abschluss der Volksschule erlernte er den Beruf eines Tapezierers und Dekorateurs. Bereits als Lehrling beteiligte er sich an den Aktionen des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands in Nowawes und wurde 1925 in den Verband aufgenommen. Albert lernte das ganze Elend der Arbeiterjugend der Weimarer Republik in jenen Jahren kennen. Nach seiner Lehrzeit war er arbeitslos, jedoch nicht untätig. Er tapezierte bei Genossen, klebte Plakate für die KPD und verteilte Agitationsmaterial. Gemeinsam mit vielen jungen Arbeitern wie Ida Böcklinger, Else Graening, Paul Schmidt, Erna Schuster, Erna und Paul Thiele u. a. Nowawesern organisierte er sich im Touristikverein „Die Naturfreunde“. Dieser weit verbreitete Arbeiterwanderverein hatte im Statut eine marxistische Zielstellung. Besonders in der Chorgruppe des Wandervereins engagierte sich Albert Klink. Neben der Kunst widmete sich der Verein auch der Aufklärungsarbeit über die Sowjetunion.  

Albert Klink gehörte zu den aktivsten Jungkommunisten. Sein besonderes Interesse galt dem Aufbau einer eigenen revolutionären Agitpropgruppe des KJVD in Nowawes, den „Roten Funkern“, deren Leiter er wurde. Weit über Nowawes hinaus trugen sie ihre Songs, ihre Sketche, ihre Losungen und Sprechchöre vor.

Ende der zwanziger Jahre wurde Albert Klink Mitglied der KPD in Nowawes und leistete hier eine umfangreiche Parteiarbeit. 1931/32 nahm er an Kursen über Marxismus-Leninismus teil, die von Walter Junker gehalten wurden. Walter Junker, Leiter der Ortsgruppe des KJVD und ab 1932 Politischer Leiter der KPD-Ortsgruppe Nowawes, vermittelte notwendige marxistisch-leninistische Kenntnisse, um die jungen Genossen zu befähigen, die politische Arbeit in den Zellen konkreter und zielstrebiger zu führen.

Verhaftet wurde er unter anderem kurz nach der Demonstration im Zuge der Ermordung von Herbert Ritter am 12. November 1931. Gerade einmal 20 Jahre alt, wird er von der Polizei wegen angeblich „ungesetzlichen Waffenbesitz“ verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe zu dreieinhalb Monaten verurteilt. Er wohnte bei seiner Mutter.

Die engsten Kampfgefährten Albert Klinks in der Straßenzelle 6 der KPD in Nowawes waren Walter Junker, Walter Klausch u.a. Die jungen Genossen suchten und fanden unter der Leitung von Walter Junker die richtigen Formen und Methoden der Agitation und Propaganda. So waren sie zum Beispiel häufig auf dem Land unterwegs, um dort die sogenannte Landagitation zu betrieben. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten organisierte er sich im antifaschistischen Widerstandskampf.

In der Wohnung seiner Mutter vervielfältigte er mit seinen Kampfgefährten auf einer handbetriebenen Druckpresse antifaschistische Flugblätter, die dann von ihnen verteilt wurden. Spitzel der Nazis verrieten Albert Klink an die Gestapo. Nach der ersten großen Verhaftungswelle im Zusammenhang mit dem von den Nazis initiierten Reichstagsbrand, die besonders gegen die Funktionäre der KPD gerichtet war, emigrierte Albert Klink im Auftrag der Partei nach Prag, um sich seiner drohenden Verhaftung zu entziehen.

Doch auch im Ausland ließ er seine politische Tätigkeit nicht ruhen. Gemeinsam mit anderen Emigranten kämpfte er gegen den Faschismus in Deutschland. Er war in der antifaschistischen Grenzarbeit der Partei eingesetzt und traf auch hier mit seinem Kampfgefährten Walter Junker zusammen. In Prag hatte Albert Klink Arbeit bei einem Tapeziermeister gefunden, was unter den damaligen Verhältnissen sehr viel wert war, da die meisten Emigranten arbeitslos waren. Auch in der Tschechoslowakei gehörte viel Mut dazu, sich als deutscher Kommunist politisch zu betätigen, da ständig die Gefahr bestand, von den bürgerlichen Behörden nach Deutschland ausgewiesen zu werden.

Als die deutsche Wehrmacht im Oktober 1938 im Zuge des Münchner Abkommens in die Tschechoslowakei einmarschierte, musste Albert Klink jederzeit mit seiner Verhaftung rechnen. Bei einer der vielen Polizeiaktionen, die nach der Besetzung von der Gestapo durchgeführt wurden, geriet er in die Fänge der Gestapo.

Nach seiner Verhaftung im März 1939 wurde er von der Gestapo zunächst nach Dresden und anschließend nach Potsdam ın Untersuchungshaft verschleppt. Albert Klink wurde monatelang vernommen, grausam geschlagen und misshandelt. Die Gestapo konnte ihm seine illegale Tätigkeit in der Emigration nicht nachweisen, deshalb bekam er kein Gerichtsverfahren. Im Oktober 1939 wurde er dann als „Schutzhäftling“ in das berüchtigte Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg eingeliefert.

Schon nach einem knappen Vierteljahr bekam seine Mutter einen Brief vom Konzentrationslager, in dem lakonisch mitgeteilt wurde, ihr Sohn sei an einer „Lungenentzündung“ gestorben. Franz Guggenberger, der selbst jahrelang Häftling in Sachsenhausen war, berichtete später, dass er auf sadistische, unvorstellbare grausame Art ermordet wurde. „Am 15. Januar 1940, nach dem Morgenappell, wurde Genosse Klink in das berüchtigte Vernehmungszimmer im SS-Block geführt. Unmenschliche Folterungen musste er dort über sich ergehen lassen. Nach einer Stunde war er so zugerichtet, dass er sich nur noch mit Mühe auf seinen Beinen halten konnte. Anschließend schleppte man den Halbtoten in den Duschraum, wo er mit dem tödlich wirkenden Überdruckwasserstrahl bearbeitet wurde. Als auch diese Quälerei noch nicht den beabsichtigten Erfolg hatte, musste Albert Klink in völlig erschöpftem Zustand mit durchnässter Kleidung bei 15 Grad Kälte am Lagertor vor der SS-Wache im Freien stehen. Er durfte sich dabei nicht bewegen. Das war das berüchtigte Torstehen unter erschwerten Bedingungen. Nach einigen Stunden brach Albert Klink zusammen, er war nur noch ein Eisklumpen, völlig starr gefroren. Er war sofort tot.“

Der Text wurde leicht gekürzt und zusammengefasst und beruht auf das Kapitel „Im Konzentrationslager Sachsenhausen zu Tode gequält – der Jungkommunist Albert Klink“ in „Mitgestalter der Geschichte – Wegbereiter unserer Zeit“ (Potsdam 1980).

Foto: Albert Klink. Aus: Mitgestalter der Geschichte – Wegbereiter unserer Zeit (Potsdam 1980)

An den Wänden klebt Geschichte

Bei Renovierungsarbeiten in einer Wohnung in der Babelsberger Großbeerenstraße traten Zeitdokumente in Form von alten Zeitungen zum Vorschein. Anfang des letzten Jahrhunderts wurden Zeitungen an Wände verklebt, um Wände vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen, aber vor allem um den rauen Putz zu glätten. Über die Schicht Zeitungen klebte man dann häufig Tapeten. Auf den Fotos erkennen wir unter anderem ein Exemplar der Zeitung „Deutsche Nachrichten“ aus dem Jahr 1911 mit verschiedenen Anzeigen und Informationen für Potsdam und Nowawes. Um die Jahrhundertwende und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden die meisten Häuser in der Großbeerenstraße, die in der Neuendorfer Gemarkung lag und sich als Industriestandort herauskristallisierte. 1900 hatte Neuendorf 340 Häuser mit über 4000 Einwohnern. Neuendorf und Nowawes schlossen sich 1907 zu einer Gemeinde zusammen.

Wir danken dem Einsender für die Fotos und die Zeitdokumente. Haben Sie auch solche Erlebnisse und Erfahrungen? Dann her damit…

Vorschläge für Straßennamen in den Pool aufgenommen

Die von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes initiierte Würdigung von Frauen aus der Arbeiter*innenbewegung in Nowawes in Form von Benennung von öffentlichen Straßen und Plätzen ist vom Kulturausschuss der Stadt Potsdam am Donnerstag, den 19.11., positiv beschieden worden. Die vorgeschlagenen Frauen sind damit in den Namenspool für Straßennamen aufgenommen. Hierzu berichtete unter anderem die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) im Lokalteil. Damit konnte unsere Initiative einen Erfolg verbuchen, auch wenn eine Straßenbenennung bisher noch aussteht.

Neues zur Frauenwürdigung für Nowawes

Über unser Anliegen der Würdigung von Frauen aus der Arbeiter*innenbewegung in Nowawes, mitgetragen durch die Institutionen Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.V., AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und Volkssolidarität Verbandsbereich Mittelmark, wird heute in der Lokalpresse in der Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) im Lokalteil für Potsdam berichtet.

Zudem haben wir eine Einladung vom Kulturausschuss der Stadt Potsdam erhalten, um dort über unser Anliegen zu informieren und Stellung zu beziehen. Wir hoffen also, dass in absehbarer Zeit Frauen aus der Arbeiter*innenbewegung und des gesellschaftlichen Miteinanders eine adäquate Würdigung erfahren.

Gedenken an Herbert Ritter

Gedenkveranstaltung zum Todestag des ersten Opfers des Faschismus in Nowawes (Potsdam-Babelsberg) im Jahr 1931 an der Gedenktafel von Herbert Ritter.


Wann: 12. November, 18:00 Uhr

Wo: Weberplatz


UPDATE 04.11.20:

ABSAGE ZENTRALES GEDENKEN UM 18 UHR

Liebe Teilnehmenden zum Gedenken an Herbert Ritter,

schweren Herzens haben wir uns aufgrund der aktuellen Lage und den hohen Zahlen an Covid19-Infizierten dazu entschieden, auf einen zentralen Gedenkakt für Herbert Ritter zu verzichten. Die Gesundheit aller ist uns wichtiger, ein spezielles Hygiene- und Sicherheitskonzept bei unklarer Lage nur schwer durchführbar.

Trotzdem wollen wir auf ein Gedenken an Herbert Ritter nicht verzichten. Wir rufen dazu auf, am Todestag von Herbert Ritter, den 12.11., den Tag über gemäß den Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen Blumen und Kerzen sowohl an der Gedenktafel als auch an seinem Grab auf dem Friedhof in der Großbeerenstraße niederzulegen.

Des Weiteren wünschen wir uns viele Fotos in den sozialen Netzwerken und auf den verschiedenen Webseiten von eurem individuellen Gedenken an Herbert Ritter. Sendet uns die Fotos zu, die der Ausdruck des Bewahrens der Erinnerung an das erste Todesopfer des Faschismus im Roten Nowawes, dem heutigen Babelsberg, sind.

Vorschläge zur Würdigung von Frauen

Die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes hat in Kooperation mit dem Autonomen Frauenzentrum Potsdam e.V., dem AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und der Volkssolidarität Verbandsbereich Mittelmark der Landeshauptstadt Potsdam einen Brief mit Vorschlägen zur Würdigung von Frauen aus der Arbeiter*innenbewegung von Nowawes/Babelsberg unterbreitet. Ziel ist es, Frauen im öffentlichen Stadtbild, vor allem in Form der Benennung von Straßen und Plätzen, zu ehren. Dazu ging ein Schreiben mit Kurzbiographien von sieben Frauen an den Oberbürgermeister, den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sowie an den Kulturausschuss. Bei den Frauen handelt es sich um Olga Bathe, Anna Kamin, Wally Lehnert (geb. Müller), Martha Ludwig (geb. Deinert), Anna Müller (geb. Meier), Friedel Springer (geb. Thomas) und Gertrud Henkel (geb. Vanicek).

Geschichtswerkstatt nun im Heidehaus

Mit der Eröffnung des denkmalgeschützten Heidehauses als Nachbarschaftstreff durch die Pro Potsdam am gestrigen Tag, welches im Kreuzungsbereich der Großbeerenstraße und Kopernikusstraße am Findling gelegen ist und vom Verein Interlog betrieben wird, haben wir als Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes nun unsere Heimstatt gefunden. Ab sofort werden wir unsere Treffen hier abhalten, zudem wird das Heidehaus auch als Postadresse fungieren. Wir freuen uns, an diesem historischen Ort und inmitten von Babelsberg, unser Zuhause gefunden zu haben. Das Haus hat eine über 150-jährige Geschichte und wurde nun nach langem Tiefschlaf und des Verfallens nach einjähriger Restaurierung als Nachbarschaftszentrum wieder neu erweckt.