Würdigung Nowaweser Arbeiterfrauen

In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde mehrheitlich beschlossen, dass die von uns initiierte Würdigung von Frauen aus der Nowaweser Arbeiterinnenbewegung ihren Fortgang mit der Aufnahme der Frauennamen in den Namenspool für Straßen und Plätze der Stadt findet. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen auf eine baldige öffentliche Würdigung im Stadtgebiet.

Quelle: PNN-Online

Der andere Fußball: 100 Jahre Arbeiterfußball – 125 Jahre Arbeitersport

Auf Initiative der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, des Fanprojektes Babelsberg und der Fußballvereine SV Concordia Nowawes 06 e.V. und SV Babelsberg 03 e.V. sowie mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird vom 28.10.2021 bis zum 15.11.2021 an ausgewählten Tagen die Ausstellung „Der andere Fußball: 100 Jahre Arbeiterfußball – 125 Jahre Arbeitersport“ im AWO Kulturhaus Babelsberg zu sehen sein.

Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte vom Beginn des Arbeitersports und Arbeiterfußballs bis zu seiner Zerschlagung durch die Nationalsozialisten. Als Teil der Arbeitersportbewegung hatte der Arbeiterfußball eigene Verbände und Vereine. Ihren Fußball praktizierten sie in eigenen Ligen mit eigenen Meisterschaften.

Erstellt wurde die Ausstellung von Mitgliedern des Paderborner Kreises – Arbeiterfußball e.V. um den Sporthistoriker und Pädagogen Dr. Eike Stiller. Zuerst ausgestellt wurde sie im Jahr 2018 im Deutschen Fußball Museum in Dortmund. Inzwischen tourte die Ausstellung durch einige Städte und wurde ihrerseits um lokale Forschungen und Ausstellungsmaterialien ergänzt.

Auch im industriell geprägten Nowawes gab es eine starke Tradition der Arbeiterbewegung, die sich in einer großen Organisierung des kulturellen und sportlichen Lebens ausdrückte und sich in der Geschichte der oben genannten Fußballvereine widerspiegelt. Im Rahmen der Ausstellung wird es eigene lokale Beiträge und historische Ausstellungsmaterialien geben. Dazu sind weitere Sonderveranstaltungen geplant.

Die Ausstellung kann vom 28.10. bis zum 15.11.2021 immer von Donnerstag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 13 bis 19 Uhr im Salon und der Lounge des AWO Kulturhauses Babelsberg besichtigt werden. Beim Besuch der Ausstellung und des Kulturhauses gibt es die 3-G-Regel. Außerdem besteht die Pflicht des Tragens einer Mund-Nasen-Maske. Es werden die Kontaktdaten erhoben.

Im Rahmen der Ausstellung werden zudem Sonderveranstaltungen angeboten, bei der um eine Anmeldung gebeten wird:

Radtour zu den Sportstätten und Versammlungslokalen des Arbeitersports am 31.10.2021 um 14 Uhr, Treff am Kulturhaus Babelsberg

Führung durch das Rote Nowawes am 06.11.2021 um 14 Uhr, Treff am Eingang des AWO Kulturhaus Babelsberg

Stammtisch (rauchfrei) im Nowawes zum Thema Arbeitersport- und -Kultur am 10.11.2021 um 19 Uhr, Stadtteilkneipe Nowawes (Großbeerenstraße 5)

Führung durch das Karl-Liebknecht-Stadion mit seiner Geschichte am 12.11.2021 um 16 Uhr, Treff am Stadioneingang (Karl-Liebknecht-Str.)

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu Terminen befinden sich auf der Webseite: arbeiterfussball.rotes-nowawes.de

Offenes Treffen der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes

Ein offenes Treffen der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes findet am Mittwoch, den 13.10.2021, um 19 Uhr in der Stadtteilkneipe Nowawes (Großbeerenstraße 5) statt. Dazu laden wir alle interessierten Personen ein, die mehr über die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes erfahren, mitmachen oder einfach auch nur mitdiskutieren wollen. Am Mittwoch gibt es in der Stadtteilkneipe bis 22 Uhr einen Nichtrauchertresen, es darf also innerhalb der Stadtteilkneipe nicht geraucht werden. Bitte beachtet auch in der Kneipe die 3G-Regeln. Wir freuen uns auf euch.

Vortrag zu Ärzten in Nowawes

Im Rahmen der Böhmischen Tage Babelsberg 2021, die am Samstag (18.09.) und Sonntag (19.09.) an 17 verschiedenen Orten in Babelsberg stattfinden, wird Frank Reich aus der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes um 18 Uhr im AWO Kulturhaus Babelsberg Briefe von Dr. Max Hodann (1928) vorlesen und sich dem Thema der Ärzte und medizinischen Versorgung in Nowawes widmen.

Weitergehende Informationen zu den Böhmischen Tagen Babelsberg hier: https://babelsberg-potsdam.de/termine-projekte/boehmische-tage/

Tag der Erinnerung und Mahnung – NS-Zwangsarbeit in Babelsberg

Der industriell geprägte Stadtteil Babelsberg war in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ein Hort der NS-Zwangsarbeit in den für die Rüstungsindustrie produzierenden Betrieben, die sich vor allem entlang der heutigen Großbeerenstraße und Friedrich-Engels-Straße entlang zogen. Zu den größten Unternehmen gehörten die Arado-Flugzeugwerke auf dem heutigen freiLand-Gelände sowie die ehemalige Lokomotivfabrik Orenstein & Koppel und das UFA-Filmunternehmen. In dem Vortrag der Historikerin Almuth Püschel geht der Blick auf die Orte, an denen Menschen aus den verschiedensten Ländern Zwangsarbeit leisten mussten und wie ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aussahen. Dem Vortrag schließt sich am Sonntag, dem Tag der Erinnerung und Mahnung, ein Gedenken an die Zwangsarbeiter:innen bei Frieseke & Höpfner an der Stele in der Großbeerenstraße 107 an.

Die Veranstaltung wird organisiert von der VVN-BdA Potsdam und der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes. Der Vortrag in der Stadtteilkneipe findet unter Beachtung der 3 G´s statt (Geimpft, Genesen, Getestet).

10.09.2021, 18:00 Uhr, Vortrag zu NS-Zwangsarbeit in der Stadtteilkneipe Nowawes (Großbeerenstraße 5)
12.09.2021, 10:00 Uhr, Tag der Erinnerung und Mahnung mit Gedenken an der Stele (Großbeerenstraße 107)

Zum Geburtstag von Karl Liebknecht durch das Rote Nowawes

Gemeinsam mit dem SV Babelsberg 03 bietet die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes eine Führung im Vorfeld des Regionalliga-Punktspiels gegen Chemie Leipzig als Hommage an den 150. Geburtstag von Karl Liebknecht an.

Hier der gemeinsame Veranstaltungstext:
Am 13. August 1871 ist der antimilitaristische und marxistische Politiker sowie Namensgeber unseres Stadions, Karl Liebknecht, geboren. Zum 150. Geburtstag von Karl Liebknecht bietet der SV Babelsberg 03 in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes vor dem Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig einen Spaziergang entlang der Karl-Liebknecht-Straße zum Stadion an.

Die Karl-Liebknecht-Straße steht exemplarisch für die politische und soziale Entwicklung des ehemaligen industriellen Ortes Nowawes, der aufgrund seiner starken Arbeiterbewegung den Namen „Rotes Nowawes“ erhielt. In einem der zahlreichen Versammlungslokale der Arbeiterbewegung entlang der Straße sprach auch Karl Liebknecht zur Bevölkerung.

In dem rund einstündigen Spaziergang von Christian Raschke, Mitglied beim SV Babelsberg 03 und der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, geht es vom Rathaus Babelsberg zum Karl-Liebknecht-Stadion. Der Spaziergang ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten. Aufgrund der weiterhin bestehenden Pandemielage gelten die hygienischen Mindeststandards.

Wann: Freitag, 13. August 2021, 17.00 Uhr
Wo: Rathaus Babelsberg

Anmeldung und Kontakt über: thoralf.hoentze@babelsberg03.de

Veranstaltungstext auf der Webseite von Babelsberg 03

Fehlende Gedenktafel an den Arbeitersport am Stadioneingang des Karli gesucht

Auf Initiative der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes veröffentlichte der SV Babelsberg 03 einen Aufruf zu Informationen einer fehlenden Informations- bzw. Gedenktafel. Die Tafel, eine von insgesamt vier Stück, informierte am Kassenhaus u.a. über die Errichtung des ersten Sportplatzes auf dem Gelände des heutigen Karl-Liebknecht-Stadions (Karli) und über die Arbeitersportbewegung.

Aufruf: https://babelsberg03.de/?p=41019

Treffen der Geschichtswerkstatt

Nach dem aufgrund von Covid19 lange Zeit keine Treffen möglich waren, treffen wir uns nun kurz vor der Sommerpause am Freitag, den 18.06.2021, im Heidehaus. Interessierte Personen können sich gerne bei uns melden, wenn sie an einem Treffen der Geschichtswerkstatt teilnehmen wollen oder etwas über uns erfahren wollen.

Gedenken an Befreiung von Babelsberg

Einige Mitglieder der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes haben am Wochenende der Befreiung von Babelsberg vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee gedacht. An zwei zentralen Plätzen wurden Blumengebinde mit Schleifen niedergelegt. Der neugestaltete Willi-Frohwein-Platz am Findling, benannt nach dem in Babelsberg lebenden Auschwitzüberlebenden, liegt zentral an der Großbeerenstraße, auf der von Güterfelde kommend die Einheiten der Roten Armee am 24. April 1945 kampflos nach Babelsberg vorrückten. Auch die Stele für die Zwangsarbeiter*innen bei der Firma Frieseke & Höpfner am heutigen Torhaus des Apolloniahauses in der Großbeerenstraße wurde mit Blumen bedacht. Die Zwangsarbeiter*innen stehen exemplarisch für die Ausbeutung im durch Rüstungsproduktion geprägten Babelsberg, aber auch für den Widerstand und die Selbstbefreiung vor Ort.