In der ca. 1 stündigen Führung erhalten die Besucher*innen einen Einblick in die verschiedenen Räumlichkeiten des Hauses. Das von Julius Otto Kerwien entworfene Gebäude wurde 1899 als Rathaus Nowawes eingeweiht. Erfahren Sie Hintergründe, Details und Anekdoten zu seiner Historie und Entwicklung zum Kiez-Kulturstandort in Babelsberg. Ein Angebot in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. Treffpunkt ist am Haupteingang. Die Führungen sind kostenlos.
Am Samstag, den 12.09.2026, feiert Babelsberg das fünfte Stadtteilfest „Kieztreiben“. Nach dem Neuendorfer Anger und dem Areal rund um das Heidehaus findet das Fest dieses Jahr wieder auf dem neu gestalteten Peter-Weiss-Platz statt. Von 14 bis 20 Uhr wird es mitten im Kiez bunt und fröhlich. Die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes lädt zu einem Spaziergang rund um die Sandscholle „Das Nowaweser Westend – soziales Wohnen und Leben in der 20er und zu Beginn der 30er Jahre“ ein. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Bühne. Zudem haben wir als Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes einen Informationsstand vor Ort.
Samstag, 26. September 2026, ab 14.30 Uhr freiLand Potsdam, hausZwei, Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam
Programm: 15:00 Uhr – Vortrag: 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg. Eine Einführung. Von Werner Abel 16:30 Uhr – Vortrag: Zwei Ikonen des Widerstands – Marina Ginestà und Lucía Sánchez Saornil. Von Birgit Kirberg 17:30 Uhr – Kultur: Lieder des antifaschistischen Widerstands. Gesungen vom Berliner Antifa-Chor Ab 18:00 Uhr Abendessen von der Solikante 19:30 Uhr – Vortrag und Lesung: Egon Erwin Kisch im Spanischen Bürgerkrieg. Von Georg Pichler und Joachim Gatterer Begleitend: Ausstellung zu den Internationalen Brigaden und Informationsstände
Im Juli 1936, vor 90 Jahren, begann mit dem Putsch rechter Militärs gegen die demokratisch gewählte Regierung der Volksfront der Spanische Bürgerkrieg. Mit ihm erreichte die seit Ende des 19. Jahrhunderts andauernde Auseinandersetzung zwischen Republikaner*innen und Arbeiterbewegung auf der einen sowie rechten Militärs, Großgrundbesitzern, Faschisten und katholischer Kirche auf der anderen Seite ihren Höhepunkt. Durch die rasche Internationalisierung des Krieges – Deutschland und Italien unterstützen die Franquisten, die Sowjetunion die Republik – nahm die Konfrontation den Charakter eines militärischen Vorspiels des Zweiten Weltkriegs an. Da auf Seiten der Republik auch Freiwillige aus 53 Ländern, die Internationalen Brigaden, kämpften, wurde der Spanische Bürgerkrieg zugleich zu einem Sinnbild des linken Internationalismus und der Solidarität.
Nach ihrem Sieg regierten die Militärs mit Francisco Franco an der Spitze bis zu dessen Tod 1975. Noch heute ist der Bürgerkrieg und die sich daran anschließende Diktatur, die ihre Gegner in Konzentrationslager sperrte und zur Zwangsarbeit heranzog, eine Vergangenheit, die nicht vergehen will. Zwar hat die spanische Erinnerungsbewegung in den vergangenen Jahren viel erreicht. Doch noch immer sind viele Massengräber ungeöffnet, und mit dem jüngsten Aufschwung der Faschisten von der Partei Vox stehen längst wieder Kräfte bereit, die offen an den Franquismus anknüpfen.
90 Jahre nach dem Spanischen Bürgerkrieg geht es uns nicht allein um Erinnerung. Wir wollen uns die Geschichte – in all ihren Widersprüchen – vor Augen halten. Der Kampf der Republik gegen ihre faschistischen Gegner im In- und Ausland, ihr Ruf nach Solidarität, dem 33.000 Menschen aus 53 verschiedenen Ländern folgten (davon viele aus Deutschland, Österreich und Italien, wo sie zuvor blutige Niederlagen im Kampf gegen den Faschismus erlitten hatten) ist uns auch eine Mahnung für die Gegenwart. Die Linke braucht mehr denn je Austausch und Vernetzung. Gräben müssen überwunden, Kräfte gebündelt werden für den so wichtigen Kampf, der doch Voraussetzung für alles Kommende ist: den Kampf gegen den Faschismus. In diesem Sinne bleibt der »Schwur von Buchenwald« unser Motto: »Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal.« Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Veranstalter*innen: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten KV Potsdam (www.potsdam.vvn-bda.de) und KV Märkisch-Oderland (www.mol.vvn-bda.de) Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (www.kfsr.info) Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e. V. (www.rotes-nowawes.de)
Am 13. Juni 2026, ab 15 Uhr, verwandelt sich Potsdam-Babelsberg wieder in einen lebendigen Treffpunkt für alle: Familien, Nachbar*innen und alle, die für eine offene, vielfältige und multikulturelle Stadtgesellschaft eintreten. Unter dem Motto „Toleranz bewegt Potsdam“ feiern wir gemeinsam Sport, Begegnung, Weltoffenheit und Fairplay – und setzen damit ein klares Zeichen, wie wir in Potsdam zusammenleben wollen.
Das Fest ist eintrittsfrei und richtet sich an alle Generationen. Der Ort ist der Sportplatz Sandscholle in Babelsberg. Die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. ist mit einem Infostand vor Ort.
In einem Vortrag widmen wir uns der Geschichte des Arbeitersports und der Entwicklung des Fußballs in Nowawes/Babelsberg. Dabei blicken wir auf das Leben und die Kultur der Arbeiterbewegung und sowie auf die verschiedenen Vereine bis hin zum organisierten Fußballsport.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums des Karl-Liebknecht-Stadions.
Donnerstag, 21.05.26, 19 Uhr, Kerwien-Zimmer im Kulturhaus Babelsberg, Eintritt frei
Ende Mai finden die 10. Böhmischen Tage in Babelsberg statt. Im Festprogramm finden sich unter den zahlreichen Veranstaltungen auch lokalhistorische Veranstaltungen der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. statt. Anbei ein kurzer Überblick.
Samstag, 30. Mai, 11 und 15 Uhr:
Führung durch das alte Rathaus der Stadt Nowawes Treffpunkt: vor dem Haupteingang des AWO-Kulturhauses, Karl-Liebknecht-Str. 135. Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. in Zusammenarbeit mit dem AWO-Kulturhaus
Samstag, 30. Mai, 13 Uhr:
Geführte Stadtspaziergänge ’ne Molle und ’n Korn – Schupos – Kommis und Sozis und eine gefällte Eiche. Geschichten rund um die Karl-Gruhl-Straße. Treffpunkt: Bruno-H.-Bürgel-Schule, Karl-Liebknecht-Str. 29 Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Sonntag, 31. Mai, 14 Uhr:
Geführte Fahrradtour Auf zur Munke! – The Darkside of Nowawes? Tippelbrüder, Kirschblüte, Kommiss und Kunstseide für die Damen. Treffpunkte: 14 Uhr AWO Kulturhaus, Karl-Liebknecht-Str. 135 und 14.30 Uhr Heidehaus/Am Findling, Großbeerenstr. 98a Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Das ganze Festprogramm mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen gibt es hier:
Gleich zweifach feiert unser Stadion in diesem Jahr Geburtstag. Am 25. April 1926 wurde der Sportplatz Priesterstraße im damaligen Nowawes feierlich eingeweiht. 50 Jahre später am 10. Juli 1976 wurde das an gleicher Stelle neu errichtete Karl-Liebknecht-Stadion (Karli) mit einem Spiel zwischen Motor Babelsberg und der DDR Olympia-Auswahl eingeweiht. Anlässlich dieser Jubiläen wird es in Kooperation zwischen dem SV Babelsberg 03, dem SV Concordia Nowawes und der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes einige Veranstaltungen und eine Freiluft-Ausstellung am Martha-Ludwig-Platz in Babelsberg zur Stadiongeschichte geben.
Gleich zweifach feiert unser Stadion in diesem Jahr Geburtstag. Am 25. April 1926 wurde der Sportplatz Priesterstraße im damaligen Nowawes feierlich eingeweiht. 50 Jahre später am 10. Juli 1976 wurde das an gleicher Stelle neu errichtete Karl-Liebknecht-Stadion (Karli) mit einem Spiel zwischen Motor Babelsberg und der DDR Olympia-Auswahl eingeweiht. Anlässlich dieser Jubiläen präsentieren wir eine Freiluft-Ausstellung des Karlis mit 17 Kapiteln auf neun großen Bannern am Martha-Ludwig-Platz in Babelsberg, die dort bis Juli stehen bleiben wird. Auf der Webseite gibt es die ausführlichen Texte zur Ausstellung.
Sie Jüdin – er Kommunist. In einem Vortrag widmen sich Christian Raschke und Uwe Klett von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes den Lebenswelten von Erika Lövin und Walter Junker – beide in Berlin geboren – die sich Anfang der 30er Jahre im gemeinsamen antifaschistischen Widerstand in Nowawes kreuzten.
Die Jüdin Erika Lövin und der Arbeiter Walter Junker lernten sich im Kommunistischen Jugendverband kennen. Mit Gleichgesinnten gaben sie den „Roten Pionier“ heraus, organisierten Widerstandsaktionen gegen die Nazis, flohen nach Prag. Walter ging nach Spanien und fiel in der Schlacht am Ebro 1938, Erika konnte nach Schweden entkommen.
Den 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus nehmen wir zum Anlass, um in Potsdam-Babelsberg den im letzten Jahr provisorisch benannten Wally-Lehnert-Platz öffentlich mit der Landeshauptstadt Potsdam (LHP) durch ein Straßenschild einzuweihen. Der Platz an der Kreuzung Großbeerenstraße/Ahornstraße wird nach einem Beschluss der Stadtverordneten und einer Veröffentlichung im Amtsblatt der LHP im Jahr 2025 nun offiziell nach Wally Lehnert benannt. Die Antifaschistin und Widerstandskämpferin war Teil einer lokalen Widerstandsgruppe, in der Zwangsarbeitende mitwirkten und zur Befreiung von Potsdam-Babelsberg beitrugen.