Konzert des Ernst-Busch-Chors in Babelsberg in Erinnerung an die Verteidiger der Spanischen Republik (1936 – 1938) aus Nowawes/Babelsberg

wir laden herzlich ein zu einem Konzert des Ernst-Busch-Chor, Berlin

26. April 2026, 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr) in den Gemeindesaal der Evangelischen Gemeinde Babelsberg, Schulstraße 8c (ca. 100 m vom S-Bahnhof Babelsberg)

In Erinnerung an die Verteidiger der Spanischen Republik (1936 – 1938) aus Nowawes (Babelsberg): Walter Junker, Paul Kühne, Kurt Laube, Kurt Vogel.

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. in Kooperations mit „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik“ e.V.; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.; Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V.

Platzreservierungen möglich unter: kontakt@rotes-nowawes.de

Zur Deckung der Kosten für Chor und Räumlichkeiten bitten wir zum Abschluss des Konzertes um Spenden.

Wir danken der Evangelischen Gemeinde Babelsberg für die Unterstützung.

Verlegung von Stolpersteine für den Kinderarzt Dr. Ernst Michaelis und seine Frau Katharina Michaelis, geb. Pickardt

Am Samstag, den 18.4.2026 um 14.00 Uhr verlegen wir in der Karl-Marx-Str. 71 im Beisein der Großnichte der Familie Michaelis, Lydia Tichauer aus London, Stolpersteine für den Nowaweser Kinderarzt Dr. Ernst Michaelis, der mit seiner Familie seit 1919 in Neubabelsberg wohnte und seine Praxis in der Friedrichstraße (heute Garnstr.) 14 hatte. Er war oft die letzte Rettung für viele unterernährte und kranke Kinder im Roten Nowawes. Nach 1933 wurde er ausgegrenzt und starb im KZ Theresienstadt. Seine Frau Katharina nahm sich 1942 im Potsdamer Krankenhaus das Leben.

stehend oben rechts: Dr. Ernst Michaelis; sitzend ganz rechts: Katharina Michaelis,sitzend ganz links: Tochter Hela Michaelis. (Foto: privat, Sammlung Klett)

Dr. Ernst Michaelis – gelobt, ersehnt, verfolgt, ermordet – ein jüdischer Kinderarzt in Nowawes

Begleitveranstaltung der Ausstellung: „Stolpersteine in Babelsberg“.

Ohne eine Vielzahl jüdischer Ärzte hätte es in der „Armutsstadt“ Nowawes nur eine rudimentäre Gesundheitsversorgung gegeben. Ein Berliner Arzt, der seit 1919 in Neubabelsberg wohnte und in Nowawes praktizierte, war oft die letzte Rettung für viele unterernährte und kranke Kinder im Roten Nowawes. Nach 1933 wurde er ausgegrenzt und starb im KZ Theresienstadt. Seine Frau Katharina nahm sich 1942 im Potsdamer Krankenhaus das Leben. In einem Vortrag anlässlich einer bevorstehenden Stolpersteinverlegung am Samstag, den 18.4.2026 um 14.00 Uhr in der Karl-Marx-Str. 71 im Beisein der Großnichte der Familie Michaelis, Lydia Tichauer aus London, möchte Uwe Klett von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes am Donnerstag, den 12.3.2026 um 18.00 Uhr im AWO-Kulturhaus. Karl-Liebknecht-Str. 135 in einem Vortrag ein Lebensbild des Kinderarztes und seiner Famile nachzeichnen.

Wir danken dem Team des AWO-Kulturhauses für die Unterstützung.

Der Eintritt ist frei!

20.Juli 1944: Gewerkschafter und Sozialdemokraten aus Babelsberg und Berlin im Widerstand: Wilhelm Leuschner – Hermann Maaß – Georg Spiegel

Neben den weithin bekannten Militärs um Stauffenberg gehörten auch Sozialdemokraten, Gewerkschafter und Kommunisten zum Widerstandskreis. In einem Vortrag widmet sich der ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Prof. Johannes Tuchel und von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, Dr. Uwe Klett, wichtigen Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung, die ihren Wirkungskreis auch in Babelsberg und Umgebung hatten.

Hermann Maaß (Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

Eine Veranstaltung von „Gegen das Vergessen – für Demokratie e.V.“ in Zusammenarbeit mit der „Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.“

Mittwoch, 4.3.2026, 18.00 Uhr

AWO-Kulturhaus Babelsberg, Karl-Liebknecht-Str. 135, Kerwienzimmer, Eintritt frei

GEGEN DIKTATUR UND GEWALT. BUCHVORSTELLUNG ZUR GESCHICHTE „SCHUTZTRUPPE DER REPUBLIK“ DAS REICHSBANNER SCHWARZ-ROT- GOLD IN BERLIN UNDBRANDENBURG 1924 BIS 1933

Der Autor Rainer Sandvoß von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand beleuchtet die Geschichte der mitgliederstärksten Kampforganisation zur Verteidigung der ersten Deutschen Republik vor. Sie hatte sowohl in Potsdam als auch in der Arbeiterstadt Nowawes eine große Massenbasis im Bündnis mit den Gewerkschaften, den Arbeitersport- und Kulturorganisationen und den Ortsvereinen der SPD. Die Veranstaltung am 23.2. findet um 18.00 Uhr im Saal des AWO-Kulturhauses, Karl-Liebknechts-Str. 135, statt.

Ein „Judenhaus“ im Roten Nowawes in brauner Zeit: Wilhelmstraße (Alt-Nowawes) 36

In einem Vortrag stellt Uwe Klett von der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V. die Geschichte der Kaufleute Abraham, ihre Verfolgung und Vertreibung, die „Arisierung“ ihres Besitzes und letztendlich das „Judenhaus“ in der Nowaweser Wilhelmstraße
vor. Die Veranstaltung im AWO-Kulturhaus, Karl-Liebknecht-Str. 135, Großer Saal am 29.1. um 18.00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung „Stolpersteine in Babelsberg“ statt. Der Eintritt ist frei.

Rundgang durch die „Ausstellung gegen das Vergessen: Stolpersteine in Babelsberg“

Am Dienstag, dem 27.1. um 15.00 Uhr bietet die Geschichtswerkstatt in Zusammenarbeit mit dem AWO-Kuturhaus einen Rundgang durch die Ausstellung „Stolpersteine in
Babelsberg“ im Haupttreppenhaus anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust an. Mit der Ausstellung wird den NowaweserInnen bzw. BabelsbergerInnen gedacht, die von den Nationalsozialisten vor oder während des zweiten Weltkrieges verfolgt, vertrieben, deportiert oder ermordet wurden. Die Führung ist kostenfrei. Treffpunkt Foyer des AWO-Kulturhauses, Karl-Liebknecht-Str. 135.

Lasst die Erinnerung nicht verblassen!

Die Geschichtswerkstatt unterstützt den Aufruf der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg am Nachmittag des 9.11. 2025 die Vielzahl der in Babelsberg verlegten Stolpersteine (siehe www.stolpersteine-brandenburg.de) zu putzen. In der Kirche auf dem Weberplatz können sich MitmacherInnen um 15.00 Uhr zusammenfinden. Die Geschichtswerkstatt selbst wird gegen 15.15 Uhr in der Benzstraße 32 am Stolperstein für Wilhelm Marquardt und gegen 15.45 Uhr Alte Nowawes/Ecke Neue Straße an den Stolpersteinen für Johanna Abraham, Fritz Abraham, Margot Falkenburg und Kurt Samter sein, um dann zu den Stolpersteinen von Walter Klausch in die Neue Straße 3 und Erika Lövin in die Garnstraße 4 zu gehen.

Matinee: „Da soll der Jude den Schaden bezahlen!“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am 9.11. um 11.00 Uhr in das Haus der Wannseekonferenz, Berlin, Am Großen Wannsee 56-58 zu einer szenischen Lesung des Protokolls einer Sitzung vom 12.11.1938 zur Ausplünderung der Juden nach der Reichspogromnacht ein. Vortragende werden neben SchülerInnen des Humboldt-Gymnasiums Potsdam u.a. auch Mitglieder Geschichtswerkstatt „Rotes Nowawes“ sein.

Dank an alle Spender für die verlegten Stolpersteine

Am 11.5.2025 konnten wir als Geschichtswerkstatt im Beisein vieler Bürgerinnen und Bürger Stolpersteine in der Reuterstraße 16 für Carl, Hilde, Ilse, Grete, Walter und Ernst Landauer; in der Spindelstraße 7 für Albert Klink und in der Karl-Liebknecht-Str. 119 für Chaim und Julie Mamber verlegen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den zahlreichen Spendern bedanken, die da wären: Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur; die Aktionsgemeinschaft Babelsberg; SPD-Ortsverband Babelsberg; Ortverband der LINKEN Babelsberg; Frank Reich, SPD-Stadtverordneter, Maxi Annabel Hoops, SPD-Stadtverordnete und Babette Reimers. Auch Tobias Büloff von der Landeshauptstadt Potsdam gilt unser Dank!